Ein Stecker liegt auf einer Stromrechnung (Quelle: dpa)
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Di 06.10.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 1 Minute - Strom: Wer nicht zahlt, wird abgestellt

Knapp 300.000 Haushalte 2019 zeitweise ohne Strom

Rechnung nicht bezahlt, Strom weg - so erging es im vergangenen Jahr 289.000 Haushalten in Deutschland, so die Bundesnetzagentur. Trotz der hohen Zahl: Im Vergleich zu 2018 sind die Stromsperren sogar um etwa 7.000 gesunken.

Stromversorger dürfen Strom in der Grundversorgung erst dann abstellen, wenn der Kunde mit mindestens 100 Euro in Zahlungsverzug ist. Der Versorger muss dem Kunden eine Sperrandrohung schicken, frühestens vier Wochen später darf der Strom bei Nichtzahlung abgestellt werden. Eine Sperrandrohung haben 2019 rund 4,75 Millionen Haushalte erhalten.

Gas seltener abgestellt

Wie auch in den vergangenen Jahren liegt die Zahl der Sperren beim Gas deutlich unter denen der Stromsperren: Hier waren es 2019 ca. 31.000 Haushalte, die betroffen waren. Rund 2.000 weniger als im Jahr zuvor. Betroffen waren somit 0,2 Prozent der Anschlüsse von Haushaltskunden mit Gasanschluss, beim Strom waren es 0,6 Prozent aller Anschlüsse.

Versorger kontaktieren

Wer selbst in die Situation gerät, seine Strom- oder Gasrechnungen nicht bezahlen zu können, hat folgende Möglichkeiten:
 
1. Überprüfen Sie die Sperrandrohung - etwa mit Hilfe der Verbraucherzentrale. Denn die Versorgungsunterbrechung kann unberechtigt sein - zum Beispiel, wenn Sie nur geringe Stromschulden haben, die Folgen der Sperre aber eine besondere Härte für Sie darstellt.

 
2. Kontaktieren Sie Ihren Versorger und fragen Sie, ob Ratenzahlung oder eine Stundung der Schulden in Frage kommt.
 
3. Beim örtlichen Jobcenter können Sie einen Antrag auf Übernahme der Energieschulden stellen.
 
Weiterführende Infos finden Sie auch auf den Seiten der Verbraucherzentrale.