Die mobilen Paketbusse sollen in Corona-Zeiten unterstützen (Quelle: imago images/Ralf Müller).
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Do 19.11.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 2 Minuten - DHL-Paketbusse: alles an der frischen Luft

Neues Angebot soll Kundenströme in der Vorweihnachtszeit entzerren

Der Onlinehandel boomt in diesem Jahr so sehr wie nie zuvor. Einer Schätzung zufolge werden die Paketdienstleister im November und Dezember etwa 420 Millionen Pakete zustellen - ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.
 
Die Corona-Pandemie und die Bedenken vieler Verbraucher vor Ansteckungsgefahren beim Einkauf in Verkaufsräumen haben den Trend noch einmal verstärkt. Das jedoch könnte ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit zum Problem werden, wenn viele Kunden die Paketshops und Poststellen aufsuchen und sich dort lange Schlangen auf engem Raum bilden.

Pilotprojet Paketbus

Um die Kundenströme zu entzerren und die Ansteckungsgefahren zu verringern, hat der Paketdienstleister DHL in dieser Woche ein Pilotprojekt gestartet: Sogenannte Paketbusse sollen tagsüber an mehreren exponierten Standorten der Hauptstadt die Möglichkeit bieten, Päckchen und Pakete abzugeben oder abzuholen, ohne geschlossene Räume betreten zu müssen.
 
Fünf Busse stehen seit 18. November schon in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellerdorf, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg bereit, weitere sollen in den nächsten Tagen in anderen Bezirken folgen. An den Paketbussen können die Berliner ihre Sendungen noch bis Mitte Januar abholen und aufgeben. Die Pakete müssen jedoch schon frankiert sein.
 
Die gelb lackierten Fahrzeuge hat die Deutsche Post DHL Group bei einer Tochter der Deutschen Bahn gemietet, die normalerweise Stadtrundfahrten in Berlin anbietet. Da zurzeit kaum Touristen in die Hauptstadt kommen, waren die Busse frei.

Konkurrenz: Auch wir liefern sicher

Auch die Konkurrenten des Marktführers versichern, dass der Infektionsschutz in der Weihnachtszeit sichergestellt sei. So haben sich die Kunden vielfach daran gewöhnt, Pakete ohne zu unterschreiben entgegenzunehmen. Die kontaktlose Abgabe und Zustellung trage wesentlich zum Infektionsschutz bei, teilte der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) mit. Er vertritt DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS.