Eine saure Gurke (Quelle: dpa)
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Di 10.11.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 1 Minute - Saure Gurken: Miese Ernte macht sauer

Spreewaldverein klagt über Wetter, Wetter und Corona

2020 ist ein in vielerlei Hinsicht übles Jahr. Nun kommt noch ein weiterer Grund für Unmut hinzu: Die Saure-Gurken-Ernte lag unter allen Erwartungen, im Erntefazit des Spreewaldvereins sprechen manche Gurkenbauern sogar vom "miesesten Jahr" seit Beginn des Anbaus.
 
Grunde dafür sieht der Verein, der Inhaber der Dachmarke "Spreewald" ist, vor allem im Wetter - und in Corona. Denn neben Nachtfrost im Mai, Hagel und niedrigen Temperaturen im Sommer haben den Bauern vor allem Mehrkosten durch die Pandemie zu Schaffen gemacht: Coronaschutzmaßnahmen und Investitionen in die Unterbringung von Erntehelfern hätten Arbeitsaufwand und Kosten spürbar erhöht.
 
Im Juli, der Haupterntezeit, seien nur rund 50 Prozent der sonst üblichen Menge an Gurken geerntet worden, so der Spreewaldverein in einer Mitteilung. Durch den milden September seien die Ausfälle nur zum Teil kompensiert worden. Und das bei einer - durch Corona - enormen Nachfrage nach Gurkenkonserven.
 
Insgesamt seien 2020 rund 24.000 Einlege- und Schälgurken geerntet worden, 2.000 weniger als in den beiden Vorjahren. Damit seien die vertraglich vereinbarten Liefermengen an die Verarbeitungsbetriebe nicht von allen Bauern erfüllt worden.