Eine Frau mit Mundnasenschutz trägt eine arg beschlagene Brille (Quelle: dpa)
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Mi 20.01.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Brille vs. Maske: So geht's doch

Tipps für Brillenträger - und eine Warnung

Für manche Probleme gibt es einfache Lösungen. Packen wir sie also an! In diesem Fall: Das leidige Masken-Brillen-Problem. Trägt man die eine, beschlägt die andere. So muss es aber nicht sein: Wir haben die Anti-Beschlag-Kniffe gefunden.
 
Wichtig ist hier - wie bei allen anderen Maskenproblemen eigentlich auch - der richtige Sitz der Maske. Eng anliegend und lückenlos sind die Stichworte. Gleichzeitig sollte die Brille möglichst sauber sein, dazu unten mehr.
 
Klar, Nasenbügel haben die meisten Brillenträger sowieso in ihrer Maske. Die kann man natürlich auch nachrüsten, etwa mit Heftstreifen oder langen Haushaltsclips. Aber haben Sie schon einmal versucht, den oberen Maskenrand unter die Brille zu stecken - Brille also AUF Maske. So strömt die Atemluft näher an der Haut und weiter entfernt vom Brillenglas nach oben.
 
Oder Sie tragen Ihre Brille einfach weiter unten auf der Nase. Sie vergrößern somit den Abstand der Brillengläser zur Atemströmung - und das Beschlagen hat ein Ende.
 
Sollten diese Lösungen aus welchen Gründen auch immer nicht gehen, können Sie sich wie folgt behelfen:
 
• Wenn möglich, schlagen Sie den oberen Maskenrand nach innen ein, so wird sie enger.
 
• Es gibt hautfreundliches Klebeband (etwa aus dem medizinischen Bereich), mit dem Sie den oberen Maskenrand fixieren können.
 
• Auch ein zu einem langen Streifen gefaltetes Taschentuch unter dem oberen Maskenrand kann helfen, die Atemluft abzufangen.
 
• Zusätzlich bietet der Markt mittlerweile diverse Produkte, wie etwa Nasenbrücken aus Silikon, die das Beschlagen verhindern sollen. Und FFP2-Masken gibt es extra für Brillenträger auch mit Silikondichtung am oberen Rand.

Vorher richtig putzen verhindert nachher Putzstress

Putzen Sie Ihre Brille am besten mit Spüli oder einer einfachen Seife. Diese Putzmittel hinterlassen einen feinen Film auf den Brillengläsern, der das Beschlagen erschwert. Auch Rasierschaum soll übrigens dieselbe Wirkung erzielen. Allerdings können diese Mittel für besonders empfindliche Gläser schadhaft sein, klären Sie die Anwendung also vorher mit Ihrem Optiker.

Eine Brille wird geputzt (Quelle: dpa)
Warnung vor Antibeschlagmittel

Eigentlich wird es bei allen Masken-Brillen-Problemen gleich empfohlen: das Antibeschlagmittel für Ihre Brillengläser. Jetzt meldet sich allerdings die Verbraucherzentrale Berlin (VZB) mit einer gegenteiligen Empfehlung - Antibeschlagmittel sind demnach oft mit giftigen Inhaltsstoffen versehen. Diese Per- und Polyfluoralkyl-Substanzen (PFAS) gilt es in Körpernähe unbedingt zu vermeiden: PFAS verbreiten sich durch ihre Nutzung in der Umwelt, "wo sie kaum abbaubar sind. Sie sind gesundheitsschädlich und können sich in Pflanzen, Tieren und im menschlichen Körper anreichern", so die VZB. Die Verbraucherschützer raten daher:
 
• Achten Sie darauf, nur Produkte zu kaufen, deren Inhaltsstoffe angegeben sind - und wo eben keine PFAS enthalten sind. Stehen Begriffe wie "-fluor" oder "-fluoro", "hydrophob" und "wasserabweisend" auf dem Produkt, sind sehr wahrscheinlich PFAS enthalten.
 
• Auch Konservierungsstoffe können problematisch werden, vor allem für Allergiker. Diese sollten also die Inhaltsstoffe unbedingt mit dem Allergiepass abgleichen.