Hund und Katze liegen entspannt zusammen (Quelle: picture alliance / dpa Themendienst | Silke Heyer)
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Mi 24.03.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Haustiere: mehr Flausch im Haus

Fast eine Million mehr Haustiere - die Heimtierbedarf-Branche boomt

Hunde, Katzen, überall - während uns Corona viele Sozialkontakte erschwert oder sogar unmöglich macht, setzen immer mehr Deutsche auf vierbeinige Mitbewohner. Knapp eine Million mehr Haustiere gab es allein im letzten Jahr, teilten der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF) mit. Damit lebt in fast jedem zweiten Haushalt ein befellter, gefiederter oder schuppiger Untermieter.

Der Trend zum Haustier bestand zwar schon zuvor, wurde durch die Pandemie aber nochmals verstärkt. Im Homeoffice bieten Haustiere Gesellschaft und Routine, und auch Familien holen sich oft einen Vierbeiner ins Haus - in 66 Prozent aller Haushalte mit Kindern gibt es ein Haustier.
 
Die Nachfrage war teils so hoch, dass Züchter und Züchterinnen die Nachfrage nicht mehr bewältigen konnten.
 
Am beliebtesten sind dabei weiterhin Katzen: 15,7 Millionen Stubentiger lebten 2020 in Deutschland, gefolgt von 10,7 Millionen Hunden und 5 Millionen Kleintieren wie Hamstern, Meerschweinchen und Kaninchen. Auch Zierfische und exotische Terrarientiere erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Für Fellnasen nur das Beste

Die knapp 35 Millionen Haustiere werden dabei von vielen Menschen nach Strich und Faden verwöhnt, was die Heimtierbranche zu einem der großen Gewinner der Pandemie macht. Spielzeuge und Gehege wurden vermehrt gekauft und während der größte Umsatz immer noch mit Katzenfutter gemacht wurde, gab es vor allem bei Leckerchen und "Snacks" sowohl für Katzen als auch Hunde den größten Zuwachs.

Am liebsten nehmen die Deutschen dabei das Futter direkt im Supermarkt oder der Drogerie mit - ganze 61 Prozent des Umsatzes an Futtermitteln wird dort gemacht. Geht es um Leinen, Spielzeug oder Betten, so vertrauen die Kunden auf den Fachhandel. wobei auch das Online-Segment immer weiter wächst, allein im letzten Jahr um 16 Prozent.