Reiseversicherungen bei Buchung auf einem Bildschirm (Quelle: IMAGO / Rüdiger Wölk)
Bild: IMAGO / Rüdiger Wölk

Di 06.04.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Reiseversicherungen: Erstattung statt Strand

Fand die Reise nicht statt, gibt's Geld zurück

Wer im letzten Jahr eine Reise gebucht hat, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, hat (hoffentlich) schon lange sein Geld zurückerstattet bekommen. Was viele aber nicht wissen: Auch bei Reiseversicherungen besteht Anspruch auf Rückerstattung, wenn diese noch nicht gewirkt haben.

Prämien für nix

Viele gingen im letzten Jahr auf Nummer sicher: Zum Urlaub wurden Reisekranken-, Reisegepäck- und Reiseabbruchversicherungen gebucht, um die Pandemie-geplagten Gemüter ein bisschen zu beruhigen. Half alles nichts, denn viele Reisen wurden dennoch von Veranstaltern storniert oder umgebucht.
 
Wie die Verbraucherzentrale berichtet, haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher bereits gezahlte Prämien für eben diese, speziell für die Reise gebuchten Versicherungen noch nicht zurückerhalten. Aber es besteht Anspruch darauf, zumindest einen Teil zurückzubekommen.

"Die Versicherer müssen Prämien für diejenigen Reiseversicherungen, die noch nicht gewirkt haben, zurückerstatten. Verbraucher sollten sich durch gegenteilige Mitteilungen oder den bloßen Verweis auf die Reiserücktrittversicherung nicht verunsichern lassen, denn dort ist die Rechtslage eine andere", erklärt Jörn Rehren, Referent für die Marktbeobachtung Finanzmarkt beim vzbv.
 
Wurden Versicherungen für eine bestimmte Reise abgeschlossen und diese fällt dann ins Wasser - oder in diesem Fall Corona zum Opfer - so gibt es auch nichts zu versichern. Gepäck- oder auch Reisekrankenversicherung können in diesem Fall vor nichts schützen und müssen zurückerstattet werden, sagt der Gesetzgeber.

Der Schein trügt?

Am besten schauen Verbraucher und Verbraucherinnen genau auf ihren Versicherungsschein, auf diesem sind alle abgeschlossenen Versicherungen erkenntlich, wenn auch oft nicht nach Prämien aufgeschlüsselt.
 
Gibt es Probleme mit der - zumindest anteiligen - Rückerstattung der Prämien seitens Versicherer oder Reisebüro, so hilft die regionale Verbraucherzentrale weiter. Es gilt: Nicht abwimmeln lassen. Wo es nichts zu versichern gab, entstehen auch keine Kosten.