Verschiedene FFP2-Masken hängen an einem Gitter (Quelle: IMAGO / Rolf Poss)
Bild: IMAGO / Rolf Poss

Fr 23.07.21 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - FFP2-Masken: die fantastischen Vier

Stiftung Warentest nahm 20 FFP2-Masken unter die Lupe

Seit vielen Monaten sind sie nun unsere ständigen Begleiter und haben sich zu Handy, Geldbeutel und Schlüssel als Dinge, ohne die man nicht aus dem Haus geht, gesellt - Masken. FFP2-Masken um genauer zu sein. Auch ein Anlass für Stiftung Warentest, sich erneut 20 Modelle anzuschauen und auf den Prüfstand zu stellen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Sie schützen alle.

Die Sieger: rundum gut

20 Masken von verschiedenen Herstellern und in verschiedenen Preisklassen hat sich Stiftung Warentest angesehen, vom Premiummodell von 3M bis zur günstigen Variante aus der Drogerie. Und egal, zu welcher Sie in den letzten Monaten gegriffen haben, die Filterwirkung ist bei allen hoch, der Schutz vor Viren, insbesondere dem Coronavirus, ist also geboten.
 
Bei Komfort und Sitz sieht das schon anders aus. Besonders überzeugen können hier die Modelle von Herstellern, die sich auch schon vor der Pandemie mit Arbeits- und Atemschutzprodukten beschäftigt haben: Die Aura 9320+ von 3M sowie die Masken von Lindenpartner, Moldex und Uvex sind die Testsieger. Sie überzeugen rundum, sitzen bequem und dicht und es wurden keinerlei Schad­stoff­e gefunden.
 
Während die Maske von 3M mit 2,74 Euro relativ teuer ist, kostet das Uvex-Modell nur 67 Cent und ist somit Preis-Leistungs-Sieger.

Der Rest: Filterung hui, Sitz manchmal pfui

Logisch, mit einer Maske über Nase und Mund atmet es sich etwas anders als ohne, besonders im Sommer. Aber Stiftung Warentest fand auch heraus, dass die Atmung bei manchen Masken grundsätzlich erschwert wird und der Komfort so darunter leidet. Dazu gehören Modelle von Leikang, aber auch die Eigenmarken Mivolis von Dm und Altapharma von Rossmann.
 
Andere Modelle saßen im Test nicht richtig, schlossen also an den Seiten nicht dicht ab oder hatten keine gute Passform.
 
Wer eine Latexallergie hat, sollte ebenfalls vorsichtig sein - in sechs der 20 getesteten Modelle befanden sich lösliche Latexpro­teine in den Ohr- bzw. Kopfbändern. Das Risiko, einen Hautausschlag zu bekommen, sei zwar gering, aber es gibt ja gute, latexfreie Alternativen.

Ausprobieren!

Nicht jede Gesichtsform ist gleich und so gibt es keine allgemeine Empfehlung für die bestsitzende Maske. Wenn Sie können, probieren Sie ein paar aus und achten Sie besonders darauf, dass die Maske dicht an den Wangen und der Nase abschließt und Sie gut atmen können.
 
Und falls Sie noch etwas Angeberwissen haben möchten: FFP steht für "filtering face piece", 2 steht für den Grad der Schutzwirkung, die hier bei mindestens 95% liegen muss. Die filternden Gesichtsteile im Test erreichten sogar 99 Prozent. Wonderful.