Navigationsapp auf einem Smartphone (Quelle: IMAGO / imagebroker)
Bild: IMAGO / imagebroker

Mi 14.07.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Navigations-Apps: auf dem richtigen Weg

Warentest: Apps können mit Navis mithalten

Baustelle hier, Stau da, und dann diese ganzen gleich klingenden Straßennamen - wer blickt da noch durch? Klar, Wege, die wir oft fahren, kennen wir irgendwann, egal ob es über's Land in Brandenburg oder durch Mitte geht. Aber was, wenn es doch mal in unbekannte Gefilde geht? Zum Glück gibt es allerlei Möglichkeiten zu navigieren und die gute Nachricht ist: Viel falsch machen können Sie dabei nicht.

Es muss nicht immer ein Navi sein

Stiftung Warentest hat in seiner neuesten Ausgabe klassische Navigations­geräte und Navi-Apps fürs Smartphone getestet und kommt zu einem allgemein positiven Fazit. Sowohl Navigationsgeräte als auch Apps bringen Fahrer und Auto gut ans Ziel. Die Unterschiede liegen in den Details.
 
Besonders, was die Kosten angeht: Während viele der getesteten Apps kostenlos zu haben sind, fangen gute "Navis" bei 100 Euro Anschaffungskosten an. Getestet wurden dabei Hand­habung, Vielseitig­keit, Akku­verbrauch und Daten­verbrauch via Mobil­funk.

Navis: Wenig Daten, viele Funktionen

Besonders bei Vielfahrern sind klassische Navigationsgeräte weiterhin beliebt und auch sinnvoll. Großes Display und vorinstallierte Karten bieten viel Komfort und eine Datenverbindung ist meist nicht nötig, da viele Karten bereits vorinstalliert sind. Wird das Mobilfunknetz genutzt, z.B. für Staus und Gefahrenmeldungen, so ist die Datenmenge niedrig.
 
Getestet wurden neun Geräte bekannter Marken wie Garmin, Sygic und Tomtom, mit einem Preisrahmen von 100 bis 300 Euro. Auch zusätzliche Funktionen wie Freisprechanlagen waren auf dem Prüfstand.

Apps: kostenlos und zuverlässig

Für alle Sparfüchse nun die gute Nachricht: Viele bekannte Apps wie Google Maps, Waze oder Herewego überzeugen nicht nur durch die Tatsache, dass sie kostenlos sind. Sie bieten gleichzeitig Flexibilität, können also beispielsweise auch Wege für Fußgänger oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln berechnen, und sind je nach Handymodell sogar schneller als klassische Navis.
 
Oft werden aber relativ viele Daten verbraucht, was insbesondere im Ausland, wenn das Roaming aktiviert ist, zu hohen Kosten führen kann. Manche Apps bieten an, Kartendaten lokal und offline auf dem Handy zu speichern. Gute Planung kann hier also viel Geld sparen. Wer eher wenig unterwegs ist und sich am kleinen Display nicht stört, kann sich auf die Apps verlassen. Bei Zielführung, Routenplanung und aktuellen Meldungen stehen sie den teuren Geräten in nichts nach.

Für jeden was dabei

Egal auf welche Methode des Navigierens Sie also setzen, gut ans Ziel kommen Sie immer und die Zeit, in der große Straßenatlanten und Landkarten nötig waren - und ggf. sogar schon veraltet waren - sind vorbei. Die Apps sagen Ihnen nicht nur Fahrtzeit und Route, sondern auch, wo sie am schönsten Pinkelpause machen können oder es das beste Schnitzel gibt.

Aktuelle Staumeldungen im Radio

So ganz verlassen wollen sich Autofahrerinnen und -fahrer offenbar nicht auf die Geräte und Apps. Denn trotz digitaler Vernetzung bleibt das Radio für deutsche Autofahrer bei der Routenplanung die Informationsquelle erster Wahl: Etwa 90 Prozent von ihnen nutzen laut einer kürzlich in Berlin veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom die Verkehrsmeldungen des Hörfunks, um sich vor Staus warnen zu lassen. Auch die Radios des rbb bieten diesen Service an.