Erneuerung von Flachkollektoren einer thermischen Solaranlage. Quelle: imago images
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Fr 10.09.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 1 Minute - Nachhaltigkeit: Mehr Haushalte investieren

Alternative Energien im Trend - Nachholbedarf in der Umsetzung

Weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien: Sonne, Wind und Biogas statt Erdgas, Erdöl und Kohle. Neun von zehn Haushalten halten die Abkehr von fossilen Brennstoffen für wichtig. Das sind sogar noch mehr als vor der Corona-Pandemie. Viele investieren schon in alternative Energien, die Mehrzahl allerdings noch nicht. Und hier liegt das Problem.

Hauptsächlich Besserverdienende investieren

Laut "Energiewendebarometer" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind es bislang vor allem die Besserverdienenden, die sich Photovoltaik-Anlagen aufs Dach basteln, mit Holzpellets heizen oder Elektroauto fahren. Das Ziel der Klimaneutralität ist aber nur dann zu schaffen, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen mit an Bord sind, betont die Chefvolkswirtin der KfW, Fritzi Köhler-Geib.
 
Haushalte mit geringerem Einkommen nutzen alternative Energien am wenigsten, haben gleichzeitig aber einen höheren Bedarf. Sie wohnen häufiger in älteren und weniger effizienten Gebäuden, was wiederum nahelegt, dass hier der größte Nachholbedarf besteht. Gleichzeitig aber auch die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung.

Mehr Elektroautos

Immerhin können sich fast die Hälfte der Haushalte vorstellen, in den nächsten zehn Jahren ein Elektroauto zu fahren. Deren Anzahl sich in den vergangenen zwei Jahren immerhin verdreifacht hat. Und bei Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen soll die Zehn-Prozent-Marke schon bald geknackt werden.

Klimaneutralität

Bis Deutschland so weit ist, dass nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden wie wieder gebunden werden können, also Klimaneutralität erreicht ist, wird es noch lange dauern. Ziel der Bundesregierung ist es, das bis 2045 zu schaffen.