Post-Fahrrad und Pin-Fahrrad. Quelle: imago images/ PEMAX
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Do 07.10.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 7 Minuten - Post: Alles teuer, oder was?

Wir wissen, wie Sie Briefe und Pakete günstiger verschicken

Eben erst haben wir uns so einigermaßen an die 80 Cent für die Briefmarke für unsere Briefpost gewöhnt, schon steigt der Preis wieder. Um ganze 5 Cent. Und das ist noch nicht alles, auch für Postkarte und Co. zahlen wir ab 2022 mehr. Aber halt, gibt es da nicht auch noch ein paar Alternativen zur übermächtigen Deutschen Post? Es gibt sie tatsächlich - doch auch die Konkurrenz hat an einigen Stellen in den letzten Monaten die Preise erhöht.

Günstiger versenden - aber wie?

In Berlin und Brandenburg können Privatleute ihre Briefe nicht nur mit der Deutschen Post versenden, sondern auch mit privaten Dienstleistern wie Pin, Turbopost, Debex oder Blitzkurier. Aber wo mit wem? Und bis wohin? Teilweise beschränken sich die Zustellgebiete der Anbieter nämlich nur auf bestimmte Kreise oder Bundesländer - viele sind allerdings in Verbänden wie Mail Alliance oder P2 organisiert und versenden auch deutschlandweit.

Portokosten auf einen Blick

  • Mit City Brief Bote in Bad Freienwalde, Bernau, Eberswalde, Schwedt, Seelow und Strausberg.
    Porto: 58 Cent für eine Postkarte, 77 Cent für einen Standardbrief, 2,68 Euro für einen Maxibrief

    Mit Nordkurier im Norden Brandenburgs (ab Templin).
    Porto: 60 Cent für eine Postkarte, 75 Cent für einen Standardbrief, 2,65 Euro für einen Maxibrief

    Mit Turbopost in Nordwestbrandenburg.
    Porto: 60 Cent für eine Postkarte, 75 Cent für einen Standardbrief, 2,40 Euro für einen Maxibrief

    Mit PIN Woltersdorf in Ostbrandenburg.
    Porto:
    5 Cent für eine Postkarte, 75 Cent für einen Standardbrief, 2,65 Euro für einen Maxibrief

    Mit Citypost Torgau in Südbrandenburg.
    Porto:
    Postkarten laufen als Standardbrief, Kosten: 70 Cent. 2,60 Euro für einen Maxibrief

    Mit Debex in Potsdam-Mittelmark.
    Porto: 57 Cent für eine Postkarte, 77 Cent für einen Standardbrief, 2,65 Euro für einen Maxibrief

    Mit RPV in Südbrandenburg.
    Porto: 55 Cent für eine Postkarte, 75 Cent für einen Standardbrief, 2,65 Euro für einen Maxibrief

  • Mit PIN in Berlin.
    Porto: 58 Cent für eine Postkarte, 79 Cent für einen Standardbrief, 2,69 für einen Maxibrief

  • Die Portokosten der Deutschen Post 2019 und 2020:
    60 Cent für eine Postkarte, 80 Cent für einen Standardbrief, 2,70 Euro für einen Maxibrief

    Die Portokosten ab 2022:
    70 Cent für eine Postkarte, 85 Cent für einen Standardbrief, 2,75 Euro für einen Maxibrief

     

     

Noch mehr Spartipps

Portokosten sparen geht aber nicht nur mit anderen Anbietern - sondern auch mit folgenden Tricks:
 

  • Legen Sie Ihre Postsendungen regelmäßig auf die Waage und achten Sie ganz genau auf die Abmessungen. Eventuell reicht für dieses Formblatt ja ein kleiner Briefumschlag - und schon haben Sie wieder gespart. Je besser Sie sich mit den Portobestimmungen Ihres favorisierten Anbieters auskennen, desto einfacher wird es, Porto zu sparen.
  • Die Verbraucherzentrale Brandenburg (externer Link) rät, Post einfach selbst einzuwerfen - etwa, wenn es um die Kündigung des Fitnessstudios bei Ihnen um die Ecke geht. Niemand schreibt vor, dass solche Schreiben mit der Post ankommen müssen.
  • Oft kann man statt eines Briefes auch eine E-Mail verschicken, etwa bei Adressänderungen und ähnlichem. Aber selbst bei behördlichen Angelegenheiten geht dies immer öfter, vor allem bei einfachen Anfragen.
  • Sie kennen sicherlich den Aufdruck auf Antwortpostkarten von Unternehmen: Dort wo die Briefmarke hin soll, steht "Bitte freimachen". Das heißt aber nicht, dass Sie das Porto bezahlen und eine Briefmarke draufkleben müssen, es ist lediglich die Bitte des Unternehmens an Sie, dies zu tun. Lassen sie die Marke weg, wird die Postkarte dennoch versandt, der Empfänger zahlt das Porto. Aber Achtung: Über dem Adressfeld müssen die Aufdrucke "Deutsche Post" inklusive Posthorn sowie "Antwort" oder "Werbeantwort" stehen. Und auch ein Vermerk wie "Bitte ausreichend freimachen" oder "Freimachen, falls Marke zur Hand" dürfen nicht fehlen.