Brief wird in einen Brifkasten eingeworfen. Quelle. imago images/ Felix Zahn
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Mi 06.10.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Post: Höhere Preise für Briefe & Co

Die Deutsche Post kündigt Portoerhöhungen für Januar 2022 an

Jetzt schnell ganz viele Briefe schreiben und verschicken! Ab Januar wird das Briefporto teurer: Der Versand eines Standardbriefs im Inland soll ab Januar 85 Cent kosten und damit 5 Cent mehr als bisher, wie die Deutsche Post am Mittwoch mitteilte. Andere Briefprodukte sollen ebenfalls 5 Cent teurer werden, etwa der Maxibrief. Das Porto bei Postkarten steigt von 60 auf 70 Cent, auch die Preise für Einschreiben sowie Bücher- und Warensendungen sollen zum 1. Januar 2022 "moderat" steigen.
 
Zuvor hatte die Bundesnetzagentur am Mittwoch einen Spielraum für Preiserhöhungen veröffentlicht, auf dessen Basis die Post das Porto anheben darf. Dieser Spielraum für Erhöhungen liegt bei 4,6 Prozent - um diesen Prozentbetrag darf der Warenkorb aller Briefarten teurer werden. Der Wert ist relativ niedrig, bei der Portoanhebung 2019 lag er bei 8,9 Prozent. Kurz darauf teilte dann die Post mit, wie sie den Spielraum nutzen will. Die Netzagentur wird jetzt prüfen, ob die geplanten Portoanhebungen im Rahmen des Spielraums liegen.

Post: Erhöhung reicht nicht, um Kostensteigerungen auszugleichen

Die Post teilte mit, dass mit den Portoerhöhungen "nur ein Teil der Kosteninflation" ausgeglichen werde. Der genehmigte Spielraum sei "weniger als der Ausgleich der zwischenzeitlich eingetretenen Lohnkostensteigerungen und erst recht kein Ausgleich für die in den nächsten Jahren zu erwartende Steigerung der Stückkosten".
 
Der Briefmarkt schrumpft im Digitalzeitalter seit langem. Wir schreiben uns einfach deutlich weniger Briefe als früher und nutzen stattdessen verstärkt E-Mails, Chats oder soziale Medien. Allerdings ist das Briefgeschäft für die Deutsche Post weiterhin ein lukratives Geschäft - das liegt auch an den vom Staat genehmigten Preiserhöhungen.