Plakate an einer Konzerthalle in Berlin (Quelle: IMAGO / snapshot)
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Mo 29.11.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Gutscheine: Bald gibt's Geld zurück

Nur noch bis 31. Dezember 2021 müssen Gutscheine akzeptiert werden

Wir mussten auf Vieles in den vergangenen knapp zwei Jahren verzichten: Partys, Urlaub, Offline-Shoppen, Sportveranstaltungen und nicht zuletzt auch auf Kunst und Kultur. Mit zunächst sinkenden Infektionszahlen und steigender Impfquote waren Konzerte und Events wieder möglich. Selbst jetzt findet hier und da noch etwas statt, wenn auch unter strengen Bedingungen. Wer im letzten Jahr noch einen Gutschein für eine ausgefallene Veranstaltung bekommen hatte, fand im Idealfall inzwischen Ersatz. Ist dem nicht so, gibt es ab Januar 2022 Geld zurück, daran erinnert jetzt die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Kein Spaß, dafür Geld zurück

Anfang 2020 war die Veranstaltungsbranche am stärksten gebeutelt - harter Lockdown, Impfungen noch ganz am Anfang, kein Event war sicher oder überhaupt möglich. Der Gesetzgeber schuf deswegen damals die Möglichkeit, Gutscheine an Verbraucher:innen auszugeben, um eine Welle an Rückzahlungen und damit wohl zahlreiche Pleiten in der Branche zu vermeiden.
 
Inzwischen fanden viele Events statt, Veranstalter:innen erlaubten nicht selten, Gutscheine auch für andere Künstler oder Orte einzulösen - und viele nahmen diese Möglichkeit wahr, besonders nach Monaten ohne Live-Musik oder Freizeitparkbesuche.
 
Für wen das bisher nicht möglich war, endet mit 2021 auch eine wichtige Frist. "Wer seinen Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 nicht einlöst, darf sein Geld ab Januar 2022 zurückverlangen", erklärt Stefanie Kahnert, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Mit Musterbrief zum Geld

Während es weiterhin möglich bleibt, Gutscheine einzulösen, haben Verbraucher:innen ab 1.1.2022 das Recht, ihr Geld zurück zu bekommen. Das geht beispielsweise mit dem Musterschreiben der Verbraucherzentrale.
 
Und: Auch bei Fitnessstudioverträgen gibt es bald Geld zurück. Auch Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen konnten aufgrund der Gesetzesänderung für die pandemiebedingten Schließzeiten bereits bezahlte Mitgliedsbeiträge einbehalten. Auch hier gab es Gutscheine statt Geld zurück, obwohl keine Leistungen erbracht wurden.
 
Wer trotz abgelaufener Frist Probleme hat, sein Geld zurückzubekommen oder bei der Einlösung Hilfe benötigt, kann sich an eine Verbraucherzentrale wenden.