Labrador vor einem Weihnachtsbaum (Quelle: IMAGO / agefotostock)
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Di 07.12.21 | Beitrag | Lesedauer etwa 2 Minuten - Hundehaftpflichtversicherung: kleine Beiträge, großer Schutz

So sichern Sie auch Ihre Fellnase gut ab

Es duftet nach Plätzchen, Glühwein und leckerer Gans. Fellnase Luna, der Labrador, schlummert friedlich unterm Baum ... bis auch sie die Gans riecht. Sie springt auf, der Baum fällt um, fällt auf den neuen Fernseher, kippt eine Tasse mit Glühwein um, was das daneben liegende Handy schrottet. Luna stört das nicht, sie eilt in die Küche und als sie dort ankommt, springt sie Oma Erna so an, dass die ihren Teller - das gute Porzellan! - fallen lässt. Während Papa versucht, den verfressenen Vierbeiner zu bändigen, reißt dieser noch mit der Pfote an der Tischdecke. Die Gans kann zwar gerettet werden, doch drei Kristallgläser und zwei weitere Teller stürzen in den freien Fall. Schöne Bescherung!
 
Gut, so schlimm kommt es zum Glück meistens nicht. Vierbeiner, insbesondere Hunde, können aber trotzdem große Schäden anrichten. Damit das nicht zum finanziellen Fiasko wird, sollten Halter:innen eine Hundehaftpflicht abschließen, betonen die Fachleute von Finanztest.

Pflicht für Berliner Schnauzen, freiwillig in Brandenburg

Dackel, Labrador oder Dogge - Hunde gehören zu vielen deutschen Haushalten einfach dazu. Doch egal, wie sanftmütig und gut erzogen die Mitbewohner auch sein mögen, Unfälle können einfach passieren. Deswegen gibt es - so wie bei den Zweibeinern auch - eine Haftpflichtversicherung, die einspringt, wenn Sach- oder Personenschäden passieren. Sonst ist nämlich "derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, ... daraus entstehenden Schaden zu ersetzen", besagt das Bürgerliche Gesetzbuch.
 
In einigen Bundesländern, darunter Berlin, ist die Hundehaftpflicht bereits Pficht, in Brandenburg beispielsweise noch nicht. Doch auch dort sollten Hundehalter:innen unbedingt eine solche Versicherung abschließen, empfehlen die Fachleute von Finanztest, die nun 105 Tarife von 54 Versicherungen genauer unter die Lupe genommen haben.

Guter Grundschutz für rund 50 Euro im Jahr

Diese mussten alle den Grundschutz bieten, dazu gehört eine Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden, Schutz für Hundesitter, Schutz auch im Ausland, Schutz bei Mietsachschäden sowie die Mitversicherung von Welpen. Das Ergebnis: Schon für unter 50 Euro im Jahr gibt es guten Schutz, wobei es gar nicht so sehr auf die Größe ankommt. Zwei Rassen hat Finanztest beispielhaft herangezogen. Ein Jack Russell Terrier kann ab 46 Euro im Jahr, ein Labrador ab 48 Euro im Jahr gut versichert werden.