Batterie Überbrückung. Quelle: dpa/ Bodo Marks
Bild: dpa/ Bodo Marks

Di 26.04.2022 | Beitrag | Lesedauer etwa 5 Minuten - Pannenstatistik: kein Saft zum Start

Starterbatterie ist laut ADAC weiter größter Pannen-Schwachpunkt

Das Auto springt einfach nicht an. Das passiert natürlich immer genau dann, wenn wir es gerade so richtig eilig haben. Und wir dann doch geduldig auf das Eintreffen des Pannenservices warten müssen. Der stellt laut ADAC meistens fest: Es ist die Starterbatterie, die nicht mehr will.

Schwachstelle Batterie

Die ADAC Pannenstatistik 2022 zeigt, dass die Starterbatterie die mit Abstand häufigste Ursache für Autopannen in Deutschland bleibt. Fast die Hälfte der knapp 3,5 Millionen Pannen, zu denen der ADAC gerufen wurde, lassen sich auf die Starterbatterie zurückführen. Und das nicht zum ersten Mal: Auch 2020 lag der Anteil der Batteriepannen ähnlich hoch.

Warum macht die Starterbatterie solche Probleme?

Der ADAC nannte es schwer zu beantworten, warum die Batterie trotz fortschreitender Technik eine Schwachstelle bleibe. Gründe für ein Versagen der Batterie können vielfältig sein. Licht anlassen, Kofferraumdeckel nicht richtig schließen, immer nur auf kurzen Strecken unterwegs sein, so dass die Batterie unterwegs nicht geladen wird - in diesen Fällen ist es das Verhalten des Autobesitzers, das die Batterie schwächt.
 
Doch auch Produktfehler, schlechte Qualität und ein fehlerhaftes Management des Bordnetzes könnten zu Batterieproblemen führen. Hier tragen die Hersteller die Verantwortung.
 
Welche Pannenursache zugrunde liegt, hängt oft auch mit dem Alter des Fahrzeugs zusammen. Bei jungen Fahrzeugen gibt es generell wenig Pannen und damit auch weniger Ärger mit der Batterie. Erreicht ein Fahrzeug das Alter von sieben Jahren, steigt auch die Anfälligkeit für Batteriepannen an. Dann ist in aller Regel auch das Lebensende der Batterie erreicht.

Wie kann ich meine Starterbatterie richtig pflegen?

Eine gute Pflege verlängert die Lebensdauer der Batterie. Der ADAC listet auf seinem Internet-Angebot eine ganze Reihe von Tipps auf. Unter anderen, Hitzestau vermeiden, alle elektrischen Verbraucher nur bei Bedarf einschalten - und vor allem, immer alle Türen und die Heckklappe richtig schließen.

Die Batterie überprüfen lassen

Auch die beste Pflege kann uns vermutlich nicht vor einer Batteriepanne verschonen. Der ADAC empfiehlt daher, die Batterie checken zu lassen, wenn der letzte Batterietausch mehr als drei Jahre zurückliegt oder die ersten Hinweise auf einen Defekt auftreten. Diese Anzeichen könnten sein, dass der Motor nur noch kraftlos und stockend startet oder dass sich bei Autos mit Start-Stopp-Automatik der Motor, z.B. an einer Ampel, nicht abschaltet. Eine professionelle Batterieprüfung kann man zum Beispiel bei seiner Kfz-Werkstatt machen lassen. Und dann wird das auch was mit dem Start.