Ein Mann sitzt verletzt auf dem Sofa mit zwei Koffern im Vordergrund. Quelle: picture alliance/ Zoonar.com/Elnur Amikishiyev
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Do 12.05.22 | Beitrag | Lesedauer etwa 4 Minuten - Auslandskrankenversicherung: viel Gutes für wenig Geld

Tipp: Auf Abdeckung der Corona-Erkrankung achten!

Sommer, Sonne, Badespaß - was sehnen wir uns nach Urlaub! Mit sinkenden Corona-Zahlen und Aufhebung der meisten Beschränkungen sieht es in diesem Jahr auch ganz gut aus. Allerdings sollte man trotzdem einige Vorkehrungen treffen, zum Beispiel ob und wie man im Fall einer Covid-19-Erkrankung abgesichert ist, oder eben nicht.Denn das kann schnell teuer werden. Stiftung Warentest hat 97 Auslandskrankenversicherungen für Urlaubsreisen getestet, mit überwiegend positivem Urteil.

Guter Schutz für wenig Geld

Bei der Wahl der Auslandskrankenversicherung sollte auf Reisezeit und Reiseland geachtet werden, aber auch, ob im Pandemiefall tatsächlich gezahlt wird. Einige Versicherungen verweigern eine Zahlung auch, wenn eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bereits bei der Buchung vorliegt.
 
Die Stiftung Warentest empfiehlt unter anderem auch deswegen bei Reisen ins Ausland eine Versicherung, die speziell Coronaerkrankungen und Folgekosten abdeckt.

Von den 97 getesteten Tarifen bewertete Stiftung Warentest die allermeisten positiv, auch die Kosten halten sich in Grenzen. Singles unter 50 sichern sich für 7,92 Euro im Jahr ab, junge Familien ab 18,60 Euro. Für die älteren Reisenden ab 65 gibt's sogar schon ab 8 Euro guten Schutz. Ab drei Reisenden lohnt der Familientarif, manchmal auch schon für Paare.

Was wird gezahlt und was nicht?

Die Auslandskrankenversicherung kommt für Kosten auf, die bei ärztlichen Behandlungen im Ausland entstehen, für Medikamente, Zahnbehandlungen bei Schmerzen, für Hilfsmittel wie Krücken bei einem Unfall, bei einem Krankenhausaufenthalt, sie übernimmt den Transport mit dem Krankenwagen oder auch den Rücktransport nach Deutschland, wenn er notwendig wird. Im Todesfall werden Überführungskosten bis rund 10.000 Euro übernommen.
 
Nicht gezahlt wird bei Quarantäne ohne Corona-Erkrankung oder Isolation mit symptomfreier Corona-Erkrankung. Auch wenn der Zweck der Reise die Behandlung ist, wird nicht gezahlt. Zudem werden Behandlungen nicht übernommen, bei denen schon vor Reiseantritt feststeht, dass sie während des Urlaubs stattfinden müssen. Für Psychotherapie, Entzugsbehandlungen, vorsätzlich herbeigeführte Unfälle, Zahnersatz, Brillen, Kur oder Kieferorthopädie gibt es kein Geld.