Auf immer mehr deutschen Dächern gibt es Solaranlagen (Quelle: IMAGO / Bihlmayerfotografie)
Bild: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Di 21.06.2022 | Beitag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Stromgewinnung: so viel Sonnenenergie wie nie

Immer mehr Hausbesitzer und -bewohner setzen auf Sonnenenergie. Über zwei Millionen Photovoltaik-Anlagen gibt es mittlerweile auf Dächern in Deutschland.

Hach, endlich wieder Sonne und damit ordentlich Vitamin D tanken. Nicht nur uns Menschen tun die warmen Strahlen gut, auch dem Klima und unseren Geldbeuteln können sie helfen. Solaranlagen auf Dächern - und auch Balkonen - sind eine umweltfreundliche Art der Stromgewinnung und bei immer weiter steigenden Energiekosten eine gute Möglichkeit, etwas unabhängiger von Stromanbietern zu werden oder sogar etwas Geld hinzuzuverdienen. Immer mehr solcher Solaranlagen landen inzwischen auf deutschen Dächern, fand jetzt das Statistische Bundesamt raus.

Mehr Strom vom Dach

Wie das Amt jetzt mitteilte, stieg die installierte Leistung von Solaranlagen im März 2022 auf 58.400 Megawatt, ein Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 2,2 Millionen Photovoltaikanlagen verwandelten demnach Sonnenlicht in Strom. Seit 2018, als die Zahl erstmals erhoben wurde, stieg die Anzahl der Anlagen somit um knapp 34 Prozent, die installierte Leistung um gut 38 Prozent.
 
Nicht nur die Haushalte im Gebäude selbst wurden dadurch versorgt, mehr Sonnenstrom konnte auch ins Netz eingespeist werden - allein im ersten Quartal des Jahres 8,8 Millionen Megawattstunden, ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr.
 
Auch der Gesamtanteil an der Stromerzeugung stieg dadurch, von 4,7 auf 6,3 Prozent.

Solar als Einnahmequelle

Private Haushalte, die nicht den kompletten Strom selbst verbrauchen, konnten die Solaranlagen auch als Einnahmequelle nutzen. Im Jahr 2020 bezogen rund 1,4 Millionen Haushalte Einnahmen aus einer Solaranlage, das entsprach 3,6 Prozent aller privaten Haushalte. Im Schnitt verdienten die Haushalte 174 Euro im Monat, das war deutlich weniger als beispielsweise im Jahr 2014 - damals betrugen die Einnahmen im Schnitt 285 Euro monatlich. Grund war die sinkende Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
 
Auch Unternehmen machten mit der Installation und Dienstleistungen im Bereich Photovoltaik immer mehr Umsatz: Betrug dieser im Jahr 2016 noch gut 2,5 Milliarden Euro, stieg er im Jahr 2020 auf gut 3,5 Milliarden Euro.

Beitrag von DB mit Material von AFP