Zahnpasta auf einer Zahnbürste - Stiftung Warentest hat 31 verschiedene Zahnpasten getestet (Quelle: IMAGO / Jochen Tack)
Bild: IMAGO / Jochen Tack

Mi 22.06.2022 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Zahnpasta: Welche sind die Putzigsten?

Regelmäßige Zahnpflege verhindert Karies und sorgt für ein strahlend weißes Lächeln. Doch die Zahnpasta-Auswahl ist riesig. Stiftung Warentest hat sich nun 31 Zahnpasten angesehen.

Minzig, süßlich oder gar fruchtig? Geschmackssorten gibt es bei Zahnpasta viele. Und kaum ein Drogerieartikel ist so essentiell fürs tägliche Leben. Während man einen Tag ohne Duschgel oder Shampoo wohl gut durchkommt, sind ungeputzte Zähne am Morgen alles andere als angenehm - vor allem wenn es am Vorabend ein Döner oder das leckere Knoblauchbrot sein musste.
 
Doch zu welcher Zahncreme greift man? Muss es die teure sein oder geht auch günstig? Mit Streifen oder weiß? Stiftung Warentest hat jetzt 31 verschiedene Universal-Zahnpasten untersucht. Fünf Zahncremes sind sehr gut, vier fallen durch.

Strahlend weiß - und ungesund

Zahnpasta, so strahlend weiß, wie die Zähne im Idealfall auch sein sollen - doch dahinter steckt oftmals der Farbstoff Titandioxid, der ab August 2022 in der EU verboten ist. Zwar wurden im aktuellen Test ausschließlich Universal-Zahncremes - also weder Produkte für weißere Zähne noch sensitiv-Produkte o.Ä. - getestet, dennoch fanden die Expert:innen den Inhaltsstoff.
 
"Es steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen, wenn es in den Körper gelangt. In Kosmetika ist es weiterhin erlaubt. Von den 31 getesteten Zahncremes enthalten 21 Titandioxid. Da Zahncreme beim Putzen zum Teil verschluckt werden kann und Titandioxid für die Zahnpflege unnötig ist, rät die Stiftung Warentest aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zu Zahnpasten ohne den Farbstoff", schreiben die Tester:innen dazu auf der Website.
 
Zu erkennen ist der Stoff auf der Inhaltsliste entweder unter "Titanium Dioxide" oder am Kürzel "CI 77891". Dabei geht es durchaus auch ohne diesen, wie die Testsieger zeigen - diese kommen alle ohne den Farbstoff aus.

Fluorid: Unverzichtbar

Ohne Titandioxid, dafür mit Fluorid. Die Expert:innen der Stiftung Warentest sehen den Inhaltsstoff als unverzichtbar an. "Es stärkt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren, die von Plaque-Bakterien gebildet werden", schreiben sie hierzu. In vier Zahnpasten fehlt dieser gänzlich, was zur Note "mangelhaft" führt. Eines der Produkte ist sogar eines der teuersten im Test: Das "Dental Med Zahngel Vitamin B12 fluoridfrei" von Sante kostet schlappe 7,95 Euro pro 100 ml. Auch das "Medizinische Zahncremekonzentrat" von Ajona fällt durch.
 
Die gute Nachricht: Fünf Zahncremes wurden mit "sehr gut" getestet. Sie enthalten Fluorid, aber kein Titandioxid und zwei darunter gehören zu den günstigsten auf dem Markt: "Dontodent Zahncreme antibakteriell" (0,60 Euro je 100 ml) von DM und "Bevola Zahncreme fresh" von Kaufland (0,44 Euro je 100 ml), welche im letzten Jahr auch bei Ökotest mit "sehr gut" abgeschnitten hatte. Beides sind Eigenmarken der Händler, es muss also keineswegs immer das teurere Markenprodukt sein.

Abrieb ist Zahnsache

Auch der Abrieb durch Zahnpasta ist wichtig, wobei es hier per se kein "gut" oder "schlecht" gibt. Für empfindlichere Zähne empfehlen die Expert:innen eher sanften Abrieb, gesunde Zähne vertragen auch mehr. Zu den milderen gehört unter anderem das Produkt von DM, bei den Produkten mit hohem Abrieb kann ein eher höherpreisiges Markenprodukt überzeugen: "Oral-B Professional Zahnfleisch und -schmelz Pro-Repair Extra Frisch" (5,20 Euro je 100ml).
 
Im Test konnten aber auch durchaus die Produkte mit weniger Abrieb Verfärbungen wie etwa von Kaffee gut entfernen.