Zug der Deutschen Bahn (Quelle: Colourbox)
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Mi 3o.11.2018 | Beitrag - Das geht neu oder anders im Dezember 2018

Winterfahrplan bei der Bahn, Onlineshopping EU-weit und Auflagen für Kosmetik 

Deutsche Bahn: neue Verbindungen, höhere Preise / Verbesserungen in der Region

Bahnfahren wird teurer. Ab 9. Dezember gilt der Winterfahrplan, dann sind Reisen im Fernverkehr im Durchschnitt fast ein Prozent teurer, Fahrscheine zum vollen Preis ("Flexpreis") im Durchschnitt fast zwei Prozent. 

Aber es gibt auch neue Verbindungen. Ab Berlin kann man dann zum Beispiel mit dem Eurocity nach Breslau und Krakau in Polen fahren. Auch der tägliche ICE von Berlin nach Wien über Nürnberg und Passau ist neu im Plan. Und auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München sind künftig täglich in jede Richtung fünf statt drei Sprinterzüge mit einer Fahrzeit von weniger als vier Stunden unterwegs.

Auch in der Region Berlin-Brandenburg gibt es mehr Angebote. Auf vielen Linien werden zusätzliche Fahrten eingetaktet. Das gilt sowohl für viel genutzte Pendlerstrecken Berlin-Brandenburg und umgekehrt sowie für diverse Strecken im Land Brandenburg. Teurer werden Bus- und Bahnfahrten zum neuen Fahrplan im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg dagegen nicht. 

Pünktlich vor Weihnachten: EU-weites Onlineshopping möglich

Das grenzüberschreitende Online-Shopping in der EU wird einfacher. Mit dem Stichtag 3. Dezember gilt die sogenannte Geoblocking-Verordnung der Europäischen Union. Sie  verbietet Online-Händlern, Kunden aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohn- oder Firmensitzes zu diskriminieren. 

Kunden in der EU bekommen damit einen besseren Zugang zum Einkauf in anderen Ländern: So darf einem deutschen Kunden beispielsweise nicht mehr der Zugriff auf eine französische Internetseite verwehrt werden. Wer als deutscher Kunde in einem Online-Shop in Frankreich einkaufen möchte, darf nur noch mit seiner Zustimmung auf die deutsche Seite des Shops weitergeleitet werden.

Außerdem sollen die gleichen Geschäftsbedingungen für alle Kunden gelten. Damit muss ein Händler auch Kunden aus einem anderen EU-Land die Zahlungsmittel gewähren, die er bei seinen inländischen Kunden akzeptiert.

Alle Beschränkungen entfallen mit der Verordnung aber nicht. So muss eine Bestellung nicht ausgeführt werden, wenn die Gefahr der Nichtzahlung droht. Es muss auch nicht geliefert werden, wenn es rechtliche Hürden gibt - beispielsweise bei der Lieferung von Feuerwerkskörpern. Und: Musik oder Filme sind von der Verordnung ausgenommen

Kosmetik: strenge Vorgaben für den Einsatz von Erdnussöl

In Cremes, Lotionen und Badezusätzen kann Erdnussöl enthalten sein - für Allergiker kann das zum Problem werden. Ab dem 25. Dezember dürfen daher nur noch Kosmetik-Produkte mit Erdnussöl verkauft werden, wenn darin nur geringe Mengen allergieauslösender Proteine enthalten sind. 

Bienenschutz: Drei Insektizide EU-weit verboten

Drei offenbar bienenschädliche Insektengifte sind ab 19. Dezember in Deutschland verboten. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte Ende August die Zulassungen für drei sogenannte Neonikotinoide widerrufen; nun dürfen die Insektizide auch nicht mehr verkauft und angewendet werden. Nur Zuckerrübensaat darf noch bis Ende März 2019 damit behandelt werden. Die EU hatte das Verbot der drei Mittel Ende April beschlossen.

Neonikotinoide galten in der Landwirtschaft lange als Wunderwaffe, weil sie Fressfeinde der Pflanzen töten, aber nützliche Insekten angeblich nicht. Inzwischen wissen Forscher aber, dass die Substanzen doch Bienen und andere Pflanzenbestäuber schädigen können.