Mann im Schnee (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Wintermärchen

Cartoon

Nichts los in dieser Winternacht. Die Funkstreife will zum Schichtwechsel, da entsteht doch noch Handlungsbedarf. Aber der Fahrer rauscht vorbei und biegt einfach ab.

Als die Beamten das Auto schließlich finden, ist es verlassen, nur ein paar Spuren verlieren sich im Neuschnee…

Der Fahrer ist Florian und er wartet, bis die Gefahr vorüber ist. Irgendwie hat er dabei wohl vergessen, dass er der Fahrzeughalter ist. Nicht lange und er bekommt unerwarteten Besuch und schwört innigst, in der Nacht nicht gefahren zu sein!

Die Ermittler zweifeln. Vor Gericht präsentiert Florian dann einen Eins-A-Entlastungszeugen - seinen Cousin Tim: "Wir kamen von eine Familienfete, und denn war da die Streife. Da bin ick hektisch rechts inne Querstraße. Flori war echt nur Beifahrer!"

Ungläubiges Staunen: "Und wieso haben Sie beide das Fahrzeug zurückgelassen?"

"Nackte Angst: ick hatte doch wat jetrunken!" Der Richter glaubt Tim nicht - die Beweise sagen was anderes: Im Schnee waren nur Spuren einer Person. Nicht in Tims Schuhgröße, sondern in Florians!

Deshalb ist Cousin Tim in der nächsten Runde nicht mehr Zeuge, sondern Angeklagter. Der Vorwurf: seine familiäre Hilfeleistung - versuchte Strafvereitelung und uneidliche Falschaussage.

Tim ist davon davon weniger beeindruckt als Florian. Der sagt reumütig: "Ich bin selbst gefahren, Tim war an dem Abend gar nicht im Auto."

Jetzt werden beide vom eigenen Wintermärchen eiskalt erwischt!

 

Florian, der wirkliche Fahrer in jener Nacht, wird wegen Fahrens ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer verurteilt: 1500 Euro Geldstrafe und weitere acht Monate als Fußgänger.Tim bekommt eine Geldstrafe von knapp 5500 Euro – denn nicht nur beim Meineid, auch bei der uneidlichen Falschaussage verstehen der Richter keinen Spaß. 

 

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