Ausgesetzte Babys_Babykleiddung, Handtücher (Quelle: Polizei)
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Der besondere Fall - Ausgesetzte Babys

Seit September 2015 wurden drei Babys in der Umgebung des Helios-Krankenhauses in Berlin-Buch abgelegt. Sie alle haben dieselbe Mutter, möglicherweise auch denselben Vater. Sie werden von der Berliner und Brandenburger Polizei gesucht.

Das erste Baby wurde Anfang September 2015 in Berlin-Buch an einer Bushaltestelle gefunden. Spaziergänger entdeckten das Neugeborene. Etwa ein Jahr später, Anfang August 2016, wurde in Berlin-Blankenburg ein Säugling vor der Tür eines Einfamilienhauses abgelegt. Dann wurde im August 2017 zum dritten Mal ein neugeborenes Mädchen ausgesetzt – in Schwanebeck bei Brandenburg. Es stellte sich heraus: Alle drei Babys sind Geschwister. Sie haben dieselbe Mutter und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch denselben Vater.

Zeugen haben im Fall des zuerst ausgesetzten Neugeborenen im September 2015 beobachtet, dass eine Frau das Baby an der Bushaltestelle abgelegt hat. Es trug einen Strampler und ein Jäckchen. Ebenfalls auffällig: Das Mädchen hatte Spuren des verschreibungspflichtigen Medikaments Metoprolol in ihren Ausscheidungen. Der Betablocker wird oft bei einer Schwangerschaftsvergiftung verschrieben, aber auch bei Bluthochdruck oder Angstzuständen.

Die anderen beiden Mädchen waren jeweils nur in ein Handtuch gewickelt, als sie abgelegt wurden. Da alle Kinder im Norden von Berlin, in Pankow und Panketal ausgesetzt wurden, wird vermutet, dass sich die Mutter dort aufhält.

Den Mädchen geht es gut, doch die Polizei möchte verhindern, dass die Mutter ein weiteres Kind aussetzt, denn es besteht immer das Risiko, dass dieses nicht rechtzeitig gefunden wird.

Die Polizei fragt: Wer hat Hinweise zu der Mutter oder den ausgesetzten Säuglingen?

Aus welchen Haushalten könnte die Babykleidung oder die beiden Handtücher stammen?

Baby-Fundorte (Quelle: rbb/Google Earth)

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