Wolfgang Ischinger, Leiter der Muenchner Sicherheitskonferenz, Foto: Florian Gaertner/photothek.net
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Diplomat mit Krisenbewusstsein - Wolfgang Ischinger - Sicherheitsexperte

Die neueste Idee des amerikanischen Präsidenten Donald Trump: mit dem INF-Abkommen genau jenes Vertragswerk aufkündigen, das seit mehr als drei  Jahrzehnten ein nukleares Inferno in Mitteleuropa verhindern soll. Das sorgt nicht nur in Berlin für herbstliches Frösteln.

Für Wolfgang Ischinger, langjähriger Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, ist Trumps Vorhaben nur ein weiterer Beleg für eine Weltlage, die in den vergangenen Jahren gefährlich instabil geworden ist.

In seiner 40 Jahre umfassenden Diplomatenlaufbahn hat der Sicherheitsexperte Geschichte miterlebt und gestaltet: Als enger Mitarbeiter von Hans-Dietrich Genscher begleitete er 1989 die Prager Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Zugreise in den Westen.

Ischinger assistierte beim Zustandekommen des Friedensvertrags für Bosnien-Herzegowina und erlebte seinen ersten Tag als Deutscher Botschafter in Washington ausgerechnet am Tag der Anschläge vom 11. September. Aktuell lehrt er als Senior Professor an der Berliner Hertie School of Governance Sicherheitspolitik und diplomatische Praxis für den Nachwuchs im Management zukünftiger internationaler Krisen und Konflikte.

Im "Talk aus Berlin" erzählt Wolfgang Ischinger, was von dem für November geplanten Treffen zwischen Trump und Russlands Präsident Putin zu erwarten ist, berichtet von seinen persönlichen Krisen-Hotspots der Hauptstadt und verrät, warum wir trotz aller geopolitischer Brisanz noch ruhig schlafen können.