Moderatorin Sandra Maischberger (Quelle: WDR/Annika Fußwinkel)
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Streitbare Filmemacherin - Sandra Maischberger - Journalistin und Moderatorin

Ihre meinungsstarken Gesprächssendungen und Dokumentationen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft. Gemeinsam mit der Regisseurin Sherry Hormann hat sich Sandra Maischberger jetzt zum ersten Mal an einen dramatischen Kinostoff gewagt, dessen reale Grundlage die Hauptstadt vor fast 15 Jahren erschütterte. Der bundesweite Filmstart ist an diesem Donnerstag.

"Nur eine Frau" erzählt die Geschichte der jungen Berlinerin Hatun Sürücü, die von ihrem eigenen Bruder auf offener Straße erschossen wurde, weil der westlich orientierte Lebensstil der alleinerziehenden Mutter angeblich die "Familienehre" bedrohte.

Für Sandra Maischberger ist der Film, der Anfang April auf dem renommierten Tribeca-Filmfestival in New York City seine Premiere feierte, nicht als Abrechnung mit dem Islam gedacht. Vielmehr sieht sie ihn als Auseinandersetzung mit dem nach wie vor aktuellen Gegensatz von patriarchalischen Strukturen, religiösem Fundamentalismus und Menschenrechten.
 
Im "Talk aus Berlin" erzählt Sandra Maischberger, warum "Ehrenmorde" auch sprachlich nicht zu tolerieren sind. Und sie diskutiert mit Jörg Thadeusz darüber, ob sich die kulturelle Vielfalt der Hauptstadt als experimentelles Labor in Toleranz eignet.

Sürücü-Film "Nur eine Frau"

"Schauspielerin Almila Bagriacik"; © Annette Riedl /dpa
Annette Riedl /dpa

- Zu Gast: Schauspielerin Almila Bagriacik

Almila Bagriacik ist die Newcomerin in der deutschen Schauspielszene. Sie war zuletzt in der Erfolgsserie "4 Blocks" zu sehen und spielt als Ko-Ermittlerin im Kieler Tatort neben Axel Milberg. In ihrem neuen Kinofilm "Nur eine Frau" spielt sie die Berlinerin Aynur, die auf offener Straße von ihrem Bruder erschossen wird.