Christina Grätz; Quelle: Hein Hartmann/www.imago-images.de
Hein Hartmann/www.imago-images.de
Bild: Hein Hartmann/www.imago-images.de Download (mp4, 96 MB)

Umzugshelferin für Ameisenvölker - Christina Grätz - Biologin

Eine Million Arten werden laut einem aktuellen Bericht der UN in naher Zukunft weltweit aus unserer Tier- und Pflanzenwelt verschwinden. Sie sterben aus, weil der Mensch sie aus ihrem Lebensraum verdrängt. In Deutschland gehören Ameisen zu den besonders gefährdeten Arten.

Hilfe bekommen die "Waldpolizisten" von Christina Grätz. Die Biologin siedelt Ameisenvölker um und rettet sie damit vor Bauvorhaben und anderen menschengemachten Gefahren.
 
1974 in der Niederlausitz geboren, hat Christina Grätz schon als Kind einen sehr guten Eindruck davon bekommen, was die Bedrohung des Lebensraums bedeutet: 1980 Jahren muss ihr Heimatdorf dem Braunkohletagebau weichen.

Nach dem Mauerfall studiert Christina Grätz Biologie, erstellt Umweltgutachten und entwickelt sich zur Ameisen-Spezialistin. In den vergangenen Jahren hat die Biologin knapp 1300 Ameisen-Nester umgesiedelt und ihre Schützlinge so vor dem Aussterben bewahrt.
 
Im "Talk aus Berlin" berichtet Christina Grätz über ihre Arbeit als Ameisen-Umzugshelferin. Außerdem erklärt sie Jörg Thadeusz, warum ihr Ameisensäure mittlerweile nichts mehr anhaben kann.​