Der Historiker Helmut Müller-Enbergs, Foto: Bernd Settnik/dpa
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Geheimdienst-Insider und Stasi-Experte - Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs – Leiter der Spionageabwehr des Berliner Verfassungsschutzes

Die Wendezeit bot nicht nur den Bürgern der DDR, sondern auch den Geheimdiensten dieser Welt ungeahnte Freiheiten. Der vom rbb produzierte Spielfilm "Wendezeit", den Das Erste am 2. Oktober um 20:15 Uhr zeigt, nähert sich den verworrenen Spionagegeschichten dieser Tage an.  

Der Stasi-Experte Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs hat die Dreharbeiten als wissenschaftlicher Berater begleitet. Im "Talk aus Berlin" erklärt er Jörg Thadeusz das Ziel der sogenannten Aktion Rosenholz und die Ränkespiele der Geheimdienste im Herbst 1989.

Im nordrhein-westfälischen Haltern geboren, lernte Helmut Müller-Enbergs zunächst Chemiefacharbeiter, ging dann aber zum Studium der Sozialwissenschaften an die Freie Universität Berlin. Politisch zog es ihn zum Bündnis 90, für das er im Brandenburger Landtag als Pressesprecher der Fraktion agierte.

1992 wurde er Referent des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen. Zu diesem Thema promovierte er auch und wurde nach Auslandsaufenthalten Honorarprofessor für Nachrichtendienstgeschichte an der Syddansk Universitet in Dänemark. Seit 2018 ist Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs Leiter der Spionageabwehr beim Verfassungsschutz des Landes Berlin.