Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup; Quelle: Stefan Zeitz/www.imago-image
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Ende einer Ära voller Pech und Pannen - Engelbert Lütke Daldrup - Geschäftsführer Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Fast ein Jahrzehnt war der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) Synonym für Planungsfehler, Pannen und Unfähigkeit der Verantwortlichen in der Hauptstadt und der Umgebung. Selbst von Abriss des bis dato nicht eröffneten Airports war zwischenzeitlich die Rede.

Nun, fast zehn Jahre später als geplant, soll der BER zum 31. Oktober 2020 eröffnet werden. Im "Talk aus Berlin" erklärt Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, warum die Inbetriebnahme noch nie so sicher war und warum dabei ausgerechnet die Coronakrise von Vorteil sein könnte.

Mit der nun erfolgten TÜV-Abnahme hat der neue Hauptstadtflughafen einen großen Schritt auf dem Weg zur sogenannten Baufertigstellungsanzeige getan. Jetzt soll der Probebetrieb mit Bundespolizei, Zoll, Airlines, Sicherheitsdiensten und Bodenverkehrsdienstleistern starten. Bedingt durch die Coronakrise herrschen auf den anderen beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld derzeit nur noch ein bis zwei Prozent des sonst üblichen Flugaufkommens, das sind gerade einmal 1000 Passagiere pro Tag. Auf dieser Basis könnte der BER also "sanft" in seine Zukunft starten. 

Engelbert Lütke Daldrup studierte in den späten 1970er Jahren Raumplanung in Dortmund. 1985 zog er nach Berlin, wo er im Wendejahr Hauptreferent in der Senatsverwaltung wurde. Von einem Arbeitsausflug als Olympiabeauftragter in Leipzig kehrte er 2006 ins Bundesbauministerium in die Hauptstadt zurück. Seit 2015 agierte Lütke Daldrup als Flughafenkoordinator des Landes Berlin im Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, im März 2017 übernahm er die Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.