Hanna Lakomy alias Salomé Balthus, Hotel De Rome
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Schlechte Zukunftsaussichten für die käufliche Liebe - Salomé Balthus - Prostituierte und Autorin

Im "Talk aus Berlin" erklärt Salomé Balthus, warum Prostituierten auch staatliche Unterstützung nicht mehr sehr lange hilft. Und sie erzählt von der Solidarität im Rotlichtmilieu der Hauptstadt. 

Erstmals seit 100 Jahren ist Prostitution in Deutschland - die Zeit ab 1968 in der DDR einmal ausgenommen - verboten. "Danke Corona!" sagen diejenigen, denen die käufliche Liebe schon immer ein Dorn im Auge war. Für diejenigen allerdings, die mit Sexarbeit ihren Lebensunterhalt verdienen, ist diese Zeit eine Katastrophe. Im "Talk aus Berlin" berichtet die Prostituierte Salomé Balthus, auch als Autorin und Bloggerin bekannt, von der Situation der SexarbeiterInnen in der Corona-Krise.

Salomé Balthus wurde als Klara Johanna Lakomy geboren. Ihre Eltern sind die Schriftstellerin Monika Erhardt und der Sänger und Komponist Reinhard Lakomy, die zusammen die Kinder-Geschichten-Lieder um den "Traumzauberbaum" geschrieben haben. Die gebürtige Berlinerin beginnt bereits im Studium als Escort-Dame zu arbeiten. 2016 gründet sie ihre eigene, feministische Escort-Agentur "Hetaera". Auf dieser Plattform bietet sie sich und andere Frauen "völlig frei und selbständig" für Escort-Dienste an.