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Der Herrensitz Schöneiche (Landkreis Oder-Spree). | Bild: Zentrale Landesbibliothek/ frei

Die Sammlung Duncker - einmaliges Zeitkolorit - Wohnen, wie es im Buche steht

Die Geschichte der Hohenzollern ist durch fast pausenloses Bauen geprägt. Der Grafiker Alexander Duncker hat den herrschaftlichen Anwesen der Mark ein Denkmal gesetzt. Von 1857 bis 1883 erschienen in seinem Verlag 960 Ansichten von Schlössern, die schließlich in 15 Bänden veröffentlicht wurden. Viele abgebildete Bauwerke sind heute nicht  mehr vorhanden.

Alexander Duncker entstammt einer Lektoren- und Buchhändlerfamilie. Sein Hauptwerk war eine Grafiksammlung preußischer Schlösser, die unter dem Titel "Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preußischen Monarchie nebst den Königlichen Familien-, Haus-Fideicommiss- und Schatull-Gütern in naturgetreuen, künstlerisch ausgeführten, farbigen Darstellungen nebst begleitendem Text" von 1857 bis 1883 in seinem Verlag erschien. Verteilt auf 16 Bände umfasst das Werk sind insgesamt 960 Ansichten von preußischen Herrenhäusern mit farbigen Lithografien im Format 20 mal 15 Zentimeter. Die meisten Herrenhäuser, nämlich 227, befanden sich in Schlesien, 169 in Brandenburg und 138 in Sachsen.

Außerdem beschäftgte sich Alexander Duncker mit der "Politischen Correspondenz Friedrichs des Großen". Ebenfalls ein Großprojekt, das im Jahr 1897, wo Duncker starb, 24 Bände umfasste. Bis 1939 erfolgte eine Fortsetzung, und die Sammlung wuchs auf 46 Bände an.  Der zweite Weltkrieg und die Teilung Deutschlands unterbrachen den Ausbau der Sammlung. Erst 2003 konnte das Projekt mit Erscheinen des 47. Bandes wieder aufgenommen werden.

Ein Beitrag von Felix Krüger.

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