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Der Hohenzoller Friedrich I. wurde 1411 der erste Hauptmann von Brandenburg. | Bild: rbb

Schlimme Zeiten herrschten am Anfang des 15. Jahrhunderts in der Mark - Wie die "Faule Grete" die Mark eroberte

Der Beginn der Hohenzollern-Herrschaft in der Mark Brandenburg vor 600 Jahren gestaltete sich äußerst schwierig: Raubritter durchzogen das Land und plünderten die Städte. Die einfachen Menschen kämpften ums tägliche Überleben.

Die Hohenzollern, die zunächst als „Zugereiste aus Nürnberg" argwöhnisch betrachtet wurden, entwickelten sich trotz aller Widerstände zur führenden Dynastie im Deutschen Reich bis zur Abdankung des Kaisers im Jahr 1918.

Die Hohenzollern konnten sich ab 1410 festsetzen, weil sie schwere Geschütze mitbrachten: „Donnerbüchsen“, die mit Pulver geladen wurden und riesige Steinkugeln verschossen. Ihre größte Kanone war die „Faule Grete“, die so heißt, weil man sie kaum bewegen konnte. Aus Friedrich VI., dem letzten Burggrafen von Nürnberg,  wurde 1415  in Konstanz am Bodensee in einer feierlichen Zeremonie Friedrich I., Markgraf und Kurfürst der Mark Brandenburg.

Ein Beitrag von Michael Lietz.

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Die Sammlung Duncker - einmaliges Zeitkolorit - Wohnen, wie es im Buche steht

Die Geschichte der Hohenzollern ist durch fast pausenloses Bauen geprägt. Der Grafiker Alexander Duncker hat den herrschaftlichen Anwesen der Mark ein Denkmal gesetzt. Von 1857 bis 1883 erschienen in seinem Verlag 960 Ansichten von Schlössern, die schließlich in 15 Bänden veröffentlicht wurden. Viele abgebildete Bauwerke sind heute nicht  mehr vorhanden.