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Drei bedeutende Alchemisten - Theodor Thurneysser, Johann Carion und Johann Kunckel (v.l.n.r.) - Quelle: rbb-Grafik | Bild: rbb-Grafik

Alchemie und die Suche nach dem Stein der Weisen - Zwischen Magie und Wissenschaft

Jahrhunderte lang suchten Alchemisten nach dem Stein der Weisen, was gleichbedeutend war mit der Suche nach dem Rezept für Gold oder nach dem Lebenselixier. Auch wenn viele Scharlatane unter ihnen waren, gelten die Alchemisten heute als Vorgänger der Chemiker und Apotheker, wie Paracelsus.

Auch an Fürstenhöfen war es gang und gäbe, Alchemisten zu beschäftigen. Auf ihr Können vertraute die meist in Schuldenbergen versinkende herrschende Klasse. Die Hohenzollern waren sehr alchemie-affin. Sie sind auch die einzigen, die einen Kurfürsten mit dem Beinamen "Johann der Alchemist" nachweisen können. Drei bemerkenswerte Alchemisten haben in der Zeit zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert in Brandenburg auf sich aufmerksam gemacht:

Johann Carion - der neben Reichtum auch die Sintflut weissagte.

Theodor Thurneysser - der das graue Kloster Berlin bekam, um zu experimentieren.

Johann Kunckel -  der die Pfaueninsel bei Potsdam bekam, um Gold zu machen.

Stattdessen fand Kunckel das Rezept für goldgleiches Rubinglas. Erst die aufgeklärten Fürsten ließen langsam davon ab, Alchemisten am Hofe zu beschäftigen, weil sie schließlich nie den Fürstenhof, sondern nur sich selbst bereichert hatten. Alle drei erwähnten Alchemisten starben übrigens verarmt.

Ein Beitrag von Theresa Majerowitsch.

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  • Museumstipps

    Landesmuseum für Frühgeschichte Halle

    Sonderausstellung bis 5. Juni 2017

    "Alchemie - die Suche nach dem Weltgeheimnis"

     

    Pfaueninsel Potsdam

    geheimes Laboratorium von Johann Kunckel

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