Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. liebte das Militär mehr als Porzellan
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Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. liebte das Militär mehr als Porzellan | Bild: rbb

- Vasen gegen Soldaten

Zwei Könige, zwei Leidenschaften und zwei Mal leere Kassen: Für den preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. und den sächsischen Monarchen August der Starke ergibt sich 1718 eine günstige Tauschgelegenheit. Die Sachsen bieten den Preußen 600 Dragoner gegen eine wertvolle Sammlung chinesischen Porzellans aus dem Schloss Oranienburg.

Friedrich Wilhelm I. zögert nicht, das Angebot anzunehmen und offeriert dem Sachsen 151 Prachtstücke aus der Porzellansammlung seiner Großmutter. Die 600 Soldaten, die er dafür bekommt, werden zum Dragonerregiment "Wuthenau" formiert.
Und genau diese Truppe wird den Sachsen später eine vernichtende Niederlage bereiten. Unter Friedrich II., dem Sohn des „Soldatenkönigs“. 1745 in Kesselsdorf. Seit dieser Schlacht trägt Friedrich einen Beinamen: „Der Große“.

Beitrag von Frédérique Veith

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