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Jürgen Nagel
Jedes Foto eine Inszenierung für sich. | Bild: Jürgen Nagel

Der "Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse" in der DDR - Alle heraus zum 1. Mai!

„Alle heraus zum 1. Mai!“ – diese Losung aus DDR-Zeiten bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn sie auf einer Friedhofsmauer prangt.

War das nur unfreiwillige Komik oder steckte da sogar eine Prise Anarchie dahinter? Wer sich in der DDR auf die Suche nach den Stilblüten der Propaganda machte, geriet schnell in den Blick der Sicherheitsbehörden. Trotzdem ist es zum Beispiel dem Altlandsberger Fotografen Jürgen Nagel gelungen, DDR-Zeitgeschichte mit seinen sensibel beobachteten Aufnahmen zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg  festzuhalten.

Ein Beitrag von Michael Lietz.

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  • Jürgen Nagel 

    Parole Zukunft

    Eine fotografische Spurensicherung.

    Die Wirklichkeit der Fotografie hat die Kraft, Ideologie ad absurdum zu führen.

    Basis Druck Verlag, 1992.

    ISBN 978-3-86163-033-3

  • Antje Baumann 

    Eure Politik war und ist zum Davonlaufen

    Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung von Losungen in der DDR vor und nach dem 7. Oktober 1989 (Diplomarbeit)

  • Antje Baumann/ Ruth Reiher 

    Vorwärts und nicht vergessen!

    Sprache in der DDR: Was war, was ist, was bleibt.

    Aufbau Verlag Berlin, 2004.

    ISBN-13: 978-3746681184

weitere Themen der Sendung

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rbb/Höpfner

Mit Übermacht und Brutalität gegen die Aufständischen von Berlin - Die vergessenen 1848er

Die Märzrevolution 1848 währte nur eine Nacht in Berlin, und zwar vom 18. auf dem 19. März 1848. Sie kostete 255 Menschen das Leben, zwei Drittel davon waren noch keine 25 Jahre alt. So auch Ernst Zinna, gebürtiger Berliner, Schlosserlehrling. Seine Familie hatte kaum genügend zu essen - ein Beispiel, wie es Tausenden aus der Unterschicht erging zu jener Zeit.