Zunächst nur ein Heim für Schwangere: Haus Waldfrieden in Buckow Quelle: Klinik Waldfrieden
Haus Waldfrieden
Zunächst nur ein Heim für Schwangere: Haus Waldfrieden in Buckow | Bild: Haus Waldfrieden

Privatsanatorium in Buckow - Haus Waldfrieden

Der Direktor der Berliner Naturheilanstalt, Adolf Orthey, erkennt als erster die gesundheitliche Wirkung des Buckower Klimas. 1898 lässt er das Privatsanatorium "Haus Waldfrieden" bauen. Das erste am Ort und bis heute eines der besten. Das Städtchen am Schermützelsee liegt in einem in der Eiszeit ausgebildeten Kessel. Kalte Winter und milde Sommer mit hoher Luftfeuchtigkeit.

In alten Chroniken wird das Sanatorium zu den ersten Erholungsstätten der Mark gezählt. Die ein Jahr zuvor eröffnete Kleinbahn ermöglicht es den betuchten Berliner Patienten, bequem in die Märkische Schweiz zu reisen. Nach dem ersten Weltkrieg kauft die Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin das Haus. Erstmals erhalten sozialversicherte schwangere Frauen einen Anspruch auf Vorsorge und können sich im Sanatorium erholen. Ein Ort für Frauen ist es geblieben. Heute erholen sich hier Mütter mit Kindern. "Murmelburg" wird das Haus als Anspielung auf die schwangeren Frauen heute noch genannt.

Ein Beitrag von Michael Lietz

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