Johann Daniel Riedel gewinnt Chinin als Fiebersenker, Quelle: rbb
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Johann Daniel Riedel gewinnt Chinin als Fiebersenker, Quelle: rbb | Bild: rbb/screenshot

Chinin gegen Malaria und Fieber - Vom Mörser zur Pharmaindustrie

In seiner Berliner Apotheke legt Johann Daniel Riedel vor gut 200 Jahren den Grundstein für einen der weltweit erfolgreichsten Standorte der Pharmaindustrie. Aus der Rinde des China-Rinden-Baums gewinnt er Chinin. Es wird sein Erfolgsprodukt - ein Mittel gegen Malaria und hohes Fieber.

In Preußen ist Riedel der erste, der sich auf die aufwendige Herstellung von Chinin spezialisiert. Nun konnte er das Mittel genauer dosieren. In Naturstoffen ist die Konzentration mal höher und mal geringer. Ein aufwendiger Prozess, der Geschick und Fachwissen voraussetzt. Der Pfarrersohn aus der Nähe von Schwerin hatte eine hervorragende Ausbildung vorzuweisen. Seine erste Anstellung hatte er in der Berliner Apotheke "Zum weißen Schwan" in der Spandauer Straße. Dort traf sich damals die Crème da la Crème der deutschen Arzneimittelforschung.  Mit der Chininproduktion gelang dem Apotheker der Durchbruch als Unternehmer.

Ein Beitrag von Anne Schmidt

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