Westberliner durften bis zur Boje mit der Aufschrift "Zone" in der Havel planschen.
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Westberliner durften bis zur Boje mit der Aufschrift "Zone" in der Havel planschen. | Bild: rbb

Westberliner eroberten sich ihre eigenen Rückzugsgebiete - Sommerfrische und Inselkoller

Berlin hat ein wasser- und waldreiches Umland. Aber auch im Stadtgebiet gibt es Flüsse, Seen und große zusammenhängende Wälder. Sie sorgen für eine gewisse Frischluftzufuhr, wenn’s heiß wird.

Als die Stadt für 29 Jahre lang durch die Mauer geteilt war,  sprach man im Zusammenhang mit Natur in der Stadt gar von einem Segen. Obwohl ein heißer Wochentag im Strandbad Wannsee nicht die helle Freude bedeutete, denn es war regelmäßig hoffnungslos überfüllt. Der Verkehr dorthin war ebenfalls eine Zumutung. Doch die (West-) Berliner trugen es mit Fassung, denn sie hatten keine Wahl. Sie waren vom Umland abgeschnitten und der Weg an Nord- und Ostsee oder ins Gebirge war mühsam.

So schufen sich die erfinderischen Insulaner ihre ganz speziellen Sommerfrischen. Der Kleingarten im Schatten der Mauer, der Campingplatz, das Badevergnügen in den Grenzgewässern mit Kontakt zu den Grenzern – das alles gehört der Vergangenheit an. Berliner Sommerfrische für alle ist jetzt wieder überall im Umland.   

Ein Beitrag von Theresa Majerowitsch.

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