Biergeschichten: Cottbus entwickelt sich wieder zur Bierstadt, Foto: rbb
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Biertradition gab es schon zu Zeiten des Alten Fritzen - Cottbus wird wieder eine Bierstadt!

Schon seit 1385 wurde in Cottbus Bier gebraut.  Im 16. Jahrhundert gab es 126 kleine Braumeister, die sich zur Braukommune zusammenschlossen. Selbst Apotheken durften Bier ausschenken. Bier war sauberer als Wasser und nicht sehr hochprozentig, so dass es auch Kindern verabreicht wurde.

Nach der Verordnung durfte erst wieder neu gebraut werden, wenn das Bier alle war. Da kam es schon mal vor, dass das Bier schlecht wurde, da auch die Haltbarkeit gering war. Das änderte sich erst mit der Industrialisierung und der damit verbundenen hygienischeren Verarbeitung durch das Pasteurisieren und Filtern.

In Cottbus durfte nur Cottbuser Bier verkauft werden, während das Bier selbst teilweise Exportschlager war. Weil Cottbuser gern auch mal anderes Bier tranken, kam es zum Werbener Bierkrieg, also einer Auseinandersetzung zwischen Cottbuser  Brauern und denen im damals sächsischen Werben.

Ein wichtiger Ort der Bierprodutkion befand sich hinter der Cottbuser Klosterkirche. Dort, wo sich heute die Jugendherberge befindet, war mal eine Malzdarre. Bei 5000 Einwohnern wurden im 19. Jahrhundert  48 000 Liter Bier verkauft, eine Menge also. Es gab namhafte Brauereien, wie die Kircher Brauerei, die zu DDR-Zeiten in die VEB Getränkelandschaft integriert worden ist.

In der DDR hatte das Cottbuser Bier kein besonderen Ruf, besonders das der Marke "Cottbuser Helles". Die Zutaten waren mangelhaft. Nach der Wende sorgte eine Bierschwemme der westdeutschen Brauereien für den Niedergang der Brauereien. Es gab keine mehr. Heute halten die Kirchers in Drebkau und neuerdings das Labieratorium die Tradition in Cottbus hoch. Die Biere dieser kleinen Brauereien sind sehr beliebt, vor allem neuerdings das der Marke "Cottbuser Helles"! Wie andernorts auch wird bei den Einheimischen regionale Ware eben wieder geschätzt.

Ein Beitrag von Theresa Majerowitsch.

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