Jägern S. Boobka mit Rehkitz (Quelle: Susanne Krauss)
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- Ziemlich wilde Freunde

Susa Bobke ist etwas Außergewöhnliches gelungen. Die Jägerin fand auf dem Feld ein verletztes und verlassenes Rehkitz, das sie mit der Flasche großzog. 

Schließlich entlässt sie das Reh in die Freiheit, es kommt wunderbar zurecht und bekommt Nachwuchs. Erstaunlicherweise bricht es aber die Beziehung zu Susa Bobke nicht ab, lässt sich von ihr streicheln und füttern. So etwas gelingt selten.  

Wilde Tiere und Menschen begegnen sich immer häufiger. Auch Waschbären, Füchse oder Eichhörnchen werden zuhause aufgenommen. Aber trotz aller guten Absichten ein Wildtier zu „retten“, es anzufassen und aus der Hand füttern, ist umstritten. Nur selten gelingt danach ein Leben in Freiheit wie bei einem Seeadler in der Feldberger Seenlandschaft, der täglich zum Boot eines Rangers fliegt und sich füttern lässt. Der Wildtierexperte hatte den Raubvogel gesund gepflegt, jetzt verbindet die beiden ein enges Vertrauensverhältnis. 

Seine Freundschaft zum Menschen hat sich Nebelkrähe Felix selber ausgesucht. Vor 10 Jahren spazierte er in das Ticket-Büro am Oranienburger Schloss und ist seitdem mit einer Mitarbeiterin eng verbunden. Er setzt sich auf ihre Schulter und führt ihr Jahr für Jahr stolz seinen Nachwuchs vor.


Der Film "Ziemlich wilde Freunde" geht den Widersprüchen von Freundschaften mit Wildtieren auf den Grund und entdeckt überraschende Zusammenhänge zu menschlichen Bedürfnissen und Beziehungen.  

 

 

Film von Anne Mücke