Dr. Renate Lorenz versorgt einen Igel
Dr. Renate Lorenz versorgt einen Igel, Quelle: rbb/DOKfilm | Bild: rbb Presse & Information

Ergänzung des Untertitels und des Pressetextes | Folge 5 - Wilde Berliner | Von badenden Hörnchen und luftigen Akrobaten

Dokuserie von Ulrike Licht und Ilka Kettner | Folge 5

Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen tierischen Artenvielfalt aufwarten. Mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank der ausgedehnten Grünflächen und der vielen Gewässer finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Kein Wunder, dass es täglich zu spannenden Begegnungen von Mensch und Wildtier kommt.

Dr. Renate Lorenz (65) lebt für die Berliner Tierwelt. Ob Haustier oder Wildtier – in ihrer Tierarztpraxis in Lichterfelde ist jedes tierische Lebewesen willkommen. Renate Lorenz ist bekannt für ihr großes Herz und ihren professionellen Ehrgeiz, hilfsbedürftige Wildtiere gesund zu pflegen. Selbst wenn sie dafür kein Honorar abrechnen kann. Ihre Wildtier-Kinderstube ist vor allem im Sommer bis auf den letzten Platz belegt. Ganz frisch eingetroffen: ein verwundeter Igel und zwei mutterlose Eichhörnchenbabies.

Die Leinenpflicht für Hunde in Berlin bringt viele Hauptstädter auf die Palme und polarisiert die Gemüter. Nathalie Bunke (51) von der Naturwacht im Naturpark Marienfelde ist selbst Hundeliebhaberin. Doch auch die Wildtiere der Stadt liegen ihr am Herzen. Konflikte mit Hundebesitzern gibt es vor allem im Sommer, wenn die Rehe ihre Kitze ablegen. Weil Hundebesitzer ihre Vierbeiner nicht anleinen wollen, finden Nathalie Bunke und ihre Kollegen immer wieder totgebissenen Nachwuchs. Im Dialog mit den Hundebesitzern nimmt die ausgebildete Jägerin kein Blatt vor den Mund. Auch die Wildtiere Berlins brauchen eine Lobby, so ihr Credo.

Klaus Roggel (71) aus Charlottenburg-Wilmersdorf macht aus seiner Faszination für Mauersegler keinen Hehl. Seine Mission: Er will es den flinken Luftakrobaten leichter machen, in der Großstadt Brutstätten zu finden. Über seine private Homepage bietet er anderen Berlinerinnen und Berlinern tatkräftige Unterstützung bei der Ansiedlung von Mauerseglern an der eigenen Hauswand an. Diesmal führt ihn sein Mauersegler-Coaching an den Bundesring in der Nähe vom Tempelhofer Feld. Hier möchte sich Wolfgang Bergfelder einen Brutkasten für Mauersegler zulegen.

Olaf Schrader ist zwar noch nicht so lange mit den tierischen Arbeitskollegen in der TU-Druckerei vertraut, aber sie scheinen sich an ihn gewöhnt zu haben. Täglich schauen die Eichhörnchen vorbei, und manchmal springen dabei ein paar Gramm Nüsse für sie heraus.

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