Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon, links) befragt den Gutachter Johannes Schiller (Matthias Ziesing, vorne rechts), dessen Ehefrau (Amélie Miloy, hinten links) und seinen Bruder (Christian Beermann, hinten rechts). (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon, links) befragt den Gutachter Johannes Schiller (Matthias Ziesing, vorne rechts), dessen Ehefrau (Amélie Miloy, hinten links) und seinen Bruder (Christian Beermann, hinten rechts). | Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist

Polizeiruf 110: Tod einer Journalistin - Weitere Figuren

Der polnische Vorsitzende Richter Lukasz Franczak (Maciej Stuhr) leitet den Prozess zur Frage der Standortsicherheit und der damit verbundenen Baugenehmigung des ersten polnischen Atomkraftwerks. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Maciej Stuhr spielt Lukasz Franczak

Lukasz ist ein ehrgeiziger Richter: Er steht kurz vor dem nächsten Schritt auf der Karriereleiter, sein Ziel ist es, Richter am höchsten Gericht in Warschau zu werden. Große Unterstützung erfährt er dabei von seiner deutschen Frau Katharina, die das Leben in Stettin nur als einen Kompromiss empfindet. Doch der aktuelle Fall, in dem es um die Erteilung einer Baugenehmigung für das erste Atomkraftwerk auf polnischem Boden geht, das von einem deutsch-französischen Energiekonzern gegen den Willen der Bevölkerung und den Umweltschutzorganisationen gebaut werden soll, bringt Lukasz Franczak, der immer beruflich integer war, in eine schwierige Situation. Es gibt offensichtlich berechtigte Bedenken hinsichtlich der Standortsicherheit. Im Interesse Polens liegt jedoch die Sicherung der mittel- und langfristigen Unabhängigkeit bei der Energieversorgung. Franczak muss die schwierigste und folgenreichste Entscheidung in seiner Funktion als Richter treffen. Fraglich ist dabei, welche Rolle seine Beziehung zum Opfer, der toten Journalistin Anne Gerling spielte, die er kurz vor dem tödlichen Unfall noch getroffen hat.

Der polnische Richter Lukasz Franczak (Maciej Stuhr, links) spricht sich mit seiner Ehefrau Katharina Franczak (Dagmar Leesch, rechts) aus. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Dagmar Leesch spielt Katharina Franczak

Katharina liebt ihren Mann Lukasz, einen Vorsitzenden polnischen Richter, mit dem sie seit ihrer Studienzeit zusammen ist. Sie unterstützt ihn, wo sie nur kann. Auch wenn beiden ihr großer Kinderwunsch versagt bleibt, sind sie immer noch ein gutes Team. Katharina hat für die Karriere ihres Mannes ihren Beruf als Cellistin immer hinten angestellt, doch nun hat sie die Möglichkeit, im Orchester in Warschau die erste Geige zu spielen. Sie setzt alles daran, dass ihr Mann als Richter nach Warschau versetzt wird.

Der polnische Richter Lukasz Franczak (Maciej Stuhr, links) weiß nicht, ob er seiner Geliebten, der Journalistin Anne Gerling (Antje Traue, rechts), trauen kann. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Antje Traue spielt Anne Gerling

Anne recherchiert seit geraumer Zeit im Zusammenhang mit möglichen Verstrickungen und Korruptionsvorwürfen bei der Auftragsvergabe für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Polen. Sie ist überzeugt davon, dass illegal Gelder geflossen sind. Als sie herausfindet, dass in dem anstehenden Prozess um die Baugenehmigung Gutachter beeinflusst wurden, wird sie aktiv und bittet ihren Vater um Hilfe. Leider kann sie nicht mehr beweisen, was sie herausgefunden hat. Sie stirbt auf dem Weg zu ihrem Vater, kurz vor Prozessbeginn, bei einem Autounfall. Die Tatsache, dass sie kurz vor ihrem Tod noch mit dem zuständigen Vorsitzenden polnischen Richter Kontakt hatte, wirft Fragen auf.

Der Journalist Eric Gerling (Max Herbrechter) ahnt bereits mit dem Erscheinen der Polizisten, dass seiner Tochter etwas passiert sein muss. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Max Herbrechter spielt Eric Gerling

Eric ist geschockt, als er vom Tod seiner einzigen Tochter Anne erfährt. Auch wenn er kein besonders enges Verhältnis zu seiner Tochter hatte, stand er ihr emotional sehr nah. Im Laufe der Ermittlungen muss er schmerzlich feststellen, wie ähnlich ihm seine Tochter war und wie wenig er von ihr wusste. Er ist davon überzeugt, dass sie einem Auftragsmord zum Opfer gefallen ist und im Zusammenhang mit ihren Recherchen zum Bau des Atomkraftwerks in Polen sterben musste. Eric hat kein Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Dennoch oder genau deswegen lässt er sich auf einen Deal mit Lenski und Raczek ein. Er unterstützt ihre Ermittlungen und bringt sie durch seine journalistischen Fähigkeiten einen wichtigen Schritt voran. Eric will um jeden Preis wissen, warum seine Tochter Anne sterben musste.

Die Beraterin des Energiekonzerns Dr. Regine Armin (Julika Jenkins) stellt sich vor dem polnischen Gericht den Fragen der Umweltaktivisten zur Frage der Standortsicherheit des geplanten Atomkraftwerks. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Julika Jenkins spielt Frau Dr. Regine Arnim

Regine Arnim stand seit ihrer Jugend auf der Seite der Atomkraftgegner. Sie hat in den 80er Jahren als Aktivistin die Atommülltransporte bekämpft. Mittlerweile arbeitet sie in einem Unternehmen, das Firmen im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen beim Bau von neuen Atomkraftwerken berät. Regine glaubt an das grüne Atomkraftwerk und auch daran, dass diese Energieform alternativlos ist. Dem Vorwurf, sie hätte die Seiten gewechselt, begegnet sie gelassen. Der aufkommende Verdacht, der nahelegt, die Gutachter, die sie bestellt und beauftrag hat, könnten beeinflusst worden sein, macht sie fassungslos.

Der polnische Staatssekretär Marcel Gurski (Janusz Cichocki, rechts) setzt den polnischen Vorsitzenden Richter Lukasz Franczak (Maciej Stuhr, links) vor der Urteilsverkündung unter Druck. (Bild: rbb/ARD Degeto/Oliver Feist)
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Janusz Cichocki spielt Marcel Gurski

Marcel arbeitet seit Jahren für die polnische Regierung, mittlerweile als hochrangiger Staatssekretär. Er ist ein enger Freund der Familie Franczak und ein Förderer des Richters. Marcel hat sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass Lukasz aussichtsreicher Kandidat für einen wichtigen Richterposten in Warschau ist. Für Gurksi ist jedoch klar, dass Franczak das Urteil im Interesse Polens treffen sollte: Nach Auffassung der polnischen Regierung liegt die Zukunft der Energieversorgung des Landes in der Atomkraft. Der Tod der Journalistin bringt Gurksi in Bedrängnis, denn er muss sich den Fragen seines Freundes stellen, der ihn verdächtigt, etwas über die Hintergründe des Mordes zu wissen.

Pressedossier