Kathrin (Jördis Triebel), Johannes (Ronald Zehrfeld), Ralf (Felix Kramer) und Maik an der Bushaltestelle (Bild: rbb/Frédéric Batier)
rbb/Frédéric Batier
Kathrin (Jördis Triebel), Johannes (Ronald Zehrfeld), Ralf (Felix Kramer) und Maik an der Bushaltestelle | Bild: rbb/Frédéric Batier

- Warten auf'n Bus

Drehbücher: Oliver Bukowski
Regie: Dirk Kummer

Mit Ronald Zehrfeld, Felix Kramer, Jördis Triebel u. a.

Eine Bushaltestelle tief in Brandenburg. Zwei Männer warten auf‘n Bus und reden über ihr Leben. Offen, ehrlich. Die Themen sind vielfältig, die Dialoge direkt aus der brandenburgischen Seele.

Die neue achtteilige Serie des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) "Warten auf'n Bus" wird zuerst in der ARD Mediathek online first zu sehen sein, bevor sie im rbb Fernsehen ausgestrahlt wird. Das Drehbuch schrieb Oliver Bukowski. Regie führte Dirk Kummer.

Gut möglich, dass sich Hannes (Ronald Zehrfeld) und sein Freund Ralf – Ralle – (Felix Kramer), beide heftig gelebte End-Vierziger, nur an der Endhaltestelle treffen, um ganz für sich zu sein und zu sprechen. Die Landschaft vor und hinter ihnen ist offen und bietet nirgendwo Schutz – und genau so reden sie auch miteinander. Vielleicht treibt sie aber auch die Erinnerung her. Immerhin war die Haltestelle "dit Tor zur Welt, die verdammte Schnittstelle zwischen Pampa und intelljentet Leben", als die beiden Freunde noch zur Arbeit, in die Stadt oder sogar in den Urlaub fuhren. Inzwischen sind sie frühinvalide und langzeitarbeitslos. Manchmal hocken sie auch an der Haltestelle, weil sie auf jemanden warten. Auf Fremde, die im Bus versackt sind, oder auf Kathrin (Jördis Triebel). Die struppig-schöne Busfahrerin ist für die beiden Aussteiger ihr letzter Draht zur Welt. Hier an der Endhalteschleife hat sie eine Zigarette lang Pause. Für Hannes und Ralle ist sie "oberste Liga. Nüscht für Sterbliche". Und dann ist da noch der Hund Maik, herzerweichend hässlich und verblüffend blöde, aber stets arglos und frohgelaunt. Wahre Männerfreundschaft und jede Menge Gesprächsstoff an einer Bushaltestelle irgendwo in Brandenburg.

Die Serie "Warten auf'n Bus" ist eine Produktion der Senator Film (Produzenten: Ulf Israel und Reik Möller) in Zusammenarbeit mit der rbb Media im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg (Redaktion: Martina Zöllner und Kerstin Freels).

Martina Zöllner, Leiterin des Programmbereichs "Dokumentation und Fiktion" (Bild: rbb/Thomas Ernst)
| Bild: rbb/Thomas Ernst

"Warten auf’n Bus" verfolgt ganz klar das Credo: Mediathek first, und damit meinen wir die ARD Mediathek. Der rbb war eines der ersten Häuser, das seine Mediathek komplett in die ARD Mediathek integriert hat. Auch in der Absicht die Rezeption für unser On-Demand-Angebot auszubauen. Wir haben es hier nicht mit einem linearen Programm im klassischen Sinne zu tun, sondern "Warten auf’n Bus" ist ein außergewöhnliches Format. Für uns hat öffentlich-rechtliches Erzählen maßgeblich mit der Kategorie der Überraschung zu tun, nicht nur im Inhaltlichen, indem man eine neue Geschichte erzählt, auch in der Form. Wir dürfen nicht nur dramaturgische Stereotypen bedienen. Das ist uns wichtig. Wir nehmen uns in diesem Format die Freiheit, eine Geschichte zu erzählen, in der im Grunde nichts passiert. Zwei vom Leben gezeichnete Endvierziger sitzen an einer Busendhaltestelle irgendwo auf dem Brandenburgischen Land. Weil es in ihrem Dorf keine Kneipe mehr gibt, sitzen sie da, trinken Bier und reden über alles. Manchmal auch über die Busfahrerin, die am Ende jeder Folge ankommt und eine Zigarette raucht und mit der sie im Laufe der Serie ins Gespräch kommen. Es ist sozusagen eine Sitcom im buchstäblichen Sinn, auch wenn sich die Serie formal einer klaren Genre-Zuordnung entzieht; sie ist manchmal sehr komisch, manchmal traurig und berührend. Autor Oliver Bukowski gelingt eine große sprachliche Milieugenauigkeit, die die Serie besonders auszeichnet.

Doku- und Filmchefin des Rundfunk Berlin-Brandenburg Martina Zöllner

Video verfügbar!

Kathrin (Jördis Triebel) posiert triumphierend mit den gefesselten Nazis im Bus. (Bild: rbb/Frédéric Batier)
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Im Audio-/Video-Bereich stehen drei der acht Folgen zur Ansicht zur Verfügung. Sie müssen eingeloggt sein und die Audio-/Video-Berechtigung besitzen, um die Videos sehen zu können.

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