- Bieterfragen und Antworten VE 19.04.155.

Haben Sie Fragen, die hier noch nicht beantwortet wurden?
Dann senden Sie einfach eine E-Mail an: einkauf@rbb-online.de
Die Fragen werden dann mit unseren Antworten an dieser Stelle fortlaufend veröffentlicht.

Frage 1:
Bitte teilen Sie uns kurz mit, wie mit den anrechenbaren Kosten umgegangen werden soll.
Die KG400 ist im Honorardatenblatt nicht enthalten (TGA + Medien).
Im Vertrag ist vermerkt:        

„KG 400 Medientechnik – 1.000 T€ (anrechenbare Kosten für Objektplanung und TGA ca. 50%)“
Gleiches wäre für die TGA notwendig.

Antwort:
Die geplante Medientechnik beinhaltet zum einen den Ausbau eines smarten TV-Studios mit Regie, sowie Produktionskabinen (50% der anrechenbaren Kosten), zum anderen die bauseits vom rbb zu installierende Medientechnik (Kamera, Studio-Licht, Pulte, Racks usw.). Die Gesamtkosten der Medientechnik schätzt der rbb auf 1.000 T€.
Unter dieser Prämisse setzt der rbb ca. 50% der Kosten der Medientechnik als anrechenbare Kosten für die Objektplaner, TGA und Elektroplaner an.

Frage 2:
Ist es auch für Büroinhaber notwendig, die seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten arbeiten,
das Diplomzeugnis vom Architektur oder Ingenieurstudium vorzulegen ?
Antwort:

Ja, der Nachweis ist für alle Bewerber erforderlich.

Frage 3:
Gem. HOAI 2013, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume, § 33 Besondere Grundlagen des Honorars, Satz (2) bilden die Kosten der technischen Anlagen einen Teil der anrechenbaren Kosten. Wie ist dies in dem Honorarblatt "08_Honorardatenblatt190701" zu berücksichtigen?
Antwort:
Das Honorardatenblatt für das Los 1 wurde um die Herstellkosten der TGA ergänzt und liegt zum Download in der Plattform bereit. Diese sind gemäß HOAI bei der Honorarermittlung zu berücksichtigen.
Kosten der KG 300: 1.560.000 Euro netto / KG 400: 1.840.000 Euro netto
Anrechenbare Kosten für Los 1: 2.675.000,00 Euro netto.

Frage 4: – Nachfrage zur Antwort auf Frage 1
Die Antwort auf Frage 1 beantwortet nicht vollständig unsere Frage.
Wird die KG 400 TGA über 1,34 Mio € nicht anteilig in den anrechenbaren Kosten der Objektplanung berücksichtigt?
Antwort:
Die anrechenbaren Kosten zum Los 1 betragen 2.675.000,00 Euro netto. (siehe auch Antwort auf Frage 3).
Das Honorardatenblatt für das Los 1 wurde um die Herstellkosten der TGA ergänzt und liegt zum Download in der Plattform bereit. Diese sind gemäß HOAI bei der Honorarermittlung zu berücksichtigen.

Frage 5:
Wie bereits mit Antwort der Bieterfragen vom 06.08.2019 aufgeführt sollen die TGA Kosten zu 50% angesetzt werden. Gem. HOAI 2013, § 32(2) ist die Anrechenbarkeit dieser Kosten bereits festgelegt. Bedeutet das nun, dass die Kosten ohne Berücksichtigung der Minderungsprozente voll zu 50% anrechenbar sind  Hinweis: In der Honorartabelle ist er Wert für die anrechenbaren Kosten nicht veränderbar.
Antwort:
Siehe Antwort auf Fragen 3+4.

Frage 6:
Sind in den Kosten der KG 300 die Kosten für die Entsorgung etc. des Schadstoffrückbaus (gem. KG  390) enthalten? Sind Planungsarbeiten für Abbruch- und Rückbau erforderlich?
Antwort:
Ja.

Frage 7:
Wird zu Planungs- und Baubeginn eine schadstofffreie Fläche vorgefunden?
Antwort:
Nein, diese sind bei der Planung zu berücksichtigen.

Frage 8:
Ist in der Kostenaufstellung ein Budget für Allgemeine Einbauten gem. KG 371 sowie ein Budget für lose Möblierung/ Allgemeine Ausstattung gem. KG 611 enthalten  Soll die Planung und Koordination für die KG 610 mit angeboten werden? Wie sieht hierzu die Schnittstelle aus?
Antwort:
Kosten für allgemeine Einbauten sind zu berücksichtigen, Kosten für lose Möblierung sind nicht zu berücksichtigen, diese wird vom rbb bauseits gestellt.
Die Planung für KG 611 ist bei den Architekten, für die KG 612 bei der Medientechnik.

Frage 9:
Für die anrechenbaren Kosten sind, gem. HOAI § 4(3), Kosten für die mitzuverbauende Substanz anzusetzen. Ist dazu bereits ein Kennwert nach Betrag oder Prozent festgelegt worden?
Antwort:
Nein. Der Wert wird zum Abschluss der LP 3 festgelegt. Im Angebot sind dazu keine Ansätze zu treffen.

Frage 10:
Gem. der Projektbeschreibung handelt es sich bei dem Umbau um Büroräume sowie Teile von Studiotechnik. Diese Bereiche werden, gem Anlage 10.2, Objektliste, der HOAI, in getrennte Honorarzonen aufgeführt. Wie soll dies bei der Ermittlung der Honorarzone berücksichtigt werden? Kann dies gem. §35(2) HOAI mit der Feinbewertung, als Mittelwert ermittelt werden?
Antwort:
Die Honorarzone für das Los 1 wurde insgesamt auf HZ IV festgesetzt, siehe S. 8 des Vertrages.

Frage 11:
Sind die o.a. Punkte 1 bis 3 anwendbar auf die Honorarermittlung für den Fachberater Akustik?
Antwort:
Diese Frage muss konkretisiert werden, da sie nicht eindeutig ist.
Der rbb setzt voraus, dass die Planungsleistung des Architekten auch die Bauakustik und die Innenraumakustik beinhaltet. Allein für die Studiotechnischen Räume wird ein Planer für Medientechnik hinzu gezogen, den der rbb gesondert beauftragt. Diese Planungsgrundlage muss in die Planung der Architekten und in den Bauablauf eingearbeitet werden.  Für die Akustik sind die Herstellkosten der TGA ansetzbar,  analog HOAI § 33 (2).

Frage 12:
Beziehen sich die Beratungsleistungen zur Akustik nur auf die Bereiche der Büronutzung, incl. der Konferenz- und Besprechungsräume? Relevante Planungen zur Studiotechnik ( vgl. 5.1 und 5.2 der Projektbeschreibung, hier „.. die akustisch entkoppelt erreichtet / aufgestellt werden …“) sind hiervon explizit ausgenommen?
Antwort:
Siehe dazu Architektenvertrag S. 8 – Besondere Leistung

Frage 13:
Kann die Schnittstelle zur Bauphysik, gem. Punkt 6 der Projektbeschreibung, detailliert werden? Wie soll die Zusammenarbeit zur Bauakustik aussehen? Kann ggf. der gleiche Planer die Leistungen zur Bauakustik übernehmen? Insofern würde der entsprechende Honorarteil, Punkt 3 bis 5 des Honorardatenblattes, herausfallen.
Antwort:
Der vom AG beigestellte Bauphysiker  übernimmt nicht Aufgaben der Bauakustik. Er befasst sich allein mit rein physikalischen Fragestellungen, wie z. B. Dichtigkeit der Fassade und deren Anschlüsse.


Frage 14:
Unter Punkt 5 der Projektbeschreibung ist aufgeführt, dass „ … die konkreten Anforderungen an das Studio und die Produktionskabinen …“ noch erarbeitet werden. Sich daraus ergebende Parameter, Kosten, etc. können zur Honorarermittlung nicht berücksichtigt werden.
Antwort:
Die Medientechnik geht mit 500 T€ in die Honorarberechnung ein. Siehe auch Antwort zu Frage 3.

Frage 15:
In der Projektbeschreibung, Punkt 5.1 und 6 sind Generalplanerleistungen aufgeführt. Wie ist dies für die Losaufteilung 1 bis 3 zu verstehen?
Antwort:
Der rbb schreibt die Planungsleistung in drei Losen aus. Der "Generalplaner" ist ein Fehler im Text. Es besteht aber die Möglichkeit, alle drei Lose anzubieten.

Frage 16:
Können dem AN Unterlagen zum Bestand und zum Brandschutzkonzept sowie Vorstudien zur Verfügung gestellt werden?
Antwort:
Ja, nach Zuschlagserteilung.

Frage 17:
Sind Besondere Leistungen in Form von Präsentationshilfen, Nutzerworkshops, Bestandserfassung die über das Aufmaß (vgl. Punkt 6 der Projektbeschreibung) hinausgehen, etc. gewünscht?
Antwort:
Präsentationshilfen sind für das Gestaltungskonzept erforderlich und gehören zum Leistungsbild der HOAI. Darüber hinaus gehende Besondere Listungen sind gesondert abzurufen gemäß 3.6.1 des Vertrages. Workshops sind nicht vorgesehen.

Frage 18:
Ist geplant eine gesonderten Lichtplaner zu beauftragen? Im Hinblick auf die Raumhöhen,
Raumanforderungen etc. erscheint dies ratsam.
Antwort:
Es ist nicht geplant, einen Lichtplaner gesondert zu beauftragen.

Frage 19:
Gibt es ein fertiggestelltes Brandschutzkonzept oder wird es im Laufe der Planung erstellt?
Antwort:
Es gibt ein Brandschutzkonzept, das der AG als Planungsgrundlage zur Verfügung stellt. Diese muss dann im Baufeld umgesetzt werden.

Frage 20:
Welche Planungstiefe ist für die Hochdrucknebellöschanlage erwartet? Ist eine Betrachtung nach HOAI für Kostengruppe 474 erforderlich? Welche anrechenbaren Kosten wären denn zu betrachten?
Antwort:
Allein für den Umbau der Hochdrucknebellöschanlage hat der rbb Herstellkosten von rd. 400 T€ angesetzt. Diese sind in den benannten TGA Kosten im Los 2 enthalten. Diese sind Grundlage für die Honorarermittlung.

Frage 21:
Sind aktuelle Bestandsunterlagen vorhanden oder muss ein Aufwand für die Befragung und Feststellung (eventuelle Aufnahme) betrachtet, um die Anbindung der technischen Anlagen an dem Bestand zu planen?
Antwort:
Es sind Bestandunterlagen vorhanden. Jedoch sind diese mit der Lph. 1 zu prüfen.

Frage 22:
Sind die Leistungsphasen eins und zwei komplett zu wiederholen oder wird das vorhandene Konzept zur Grunde gelegt?
Antwort:
Das Raumkonzept dient als Grundlage für die Planung. Auf dieser Grundlage beginnt die Planungsleistung mit der Lph. 1.

Frage 23:
Bitte um Bestätigung dass die Bauüberwachung für Rückbauarbeiten nicht teil der erwarteten Leistungen ist.
Antwort:
Der Planer übernimmt die Leistungsbilder der HOAI. Ruft der rbb die Lph. 5-9 ab, gehört die Bauüberwachung zum Leistungsbild. Für den Ausbau der schadstoffhaltigen Materialien wird er einen Fachingenieur hinzuziehen, der konkret den Ausbau der Schadstoffe plant und koordiniert.

Frage 24: In Folge zu Frage 1. der Bieterfragen
In auf den Honorarblattvorlage (08_Honorardatenblatt190701.xlsx) wurden die anrechenbaren Kosten gleich Herstellkosten aufgeführt. Hier sind also nicht die anteiligen anrechenbaren Kosten der anderen Kostengruppen berücksichtigt (sowohl für TGA als auch Medientechnik). Eine Änderung dieser Wert in Excel ist nicht möglich durch Zellenschutz. Bitte bestätigen Sie die Anrechenbare Kosten womit zu rechnen ist. bzw. stellen Sie eine aktualisierte Vorlage zu Verfügung für alle Lose.
Antwort:
Siehe Antwort auf Fragen 3+4.

Frage 25:
Es gibt eine Diskrepanz zwischen dem Architektenvertrag und dem Honorardatenblatt. Und zusätzlich die noch nicht beantwortete Frage zur KG400, die nicht nur Medientechnik, sondern auch die technische Ausrüstung betrifft.
Die anrechenbaren Kosten stimmen im Honorardatenblatt und im Architektenvertrag nicht überein.
Wir können die Zahl in der Exceltabelle nicht editieren.
Wie sollen wir vorgehen?
Antwort:
Siehe Antwort auf Fragen 3+4.

Frage 26:
in "Dokument 07 - Eignungsnachweise und Hinweise zur Wertung“ widersprechen sich die Anlagennummerierungen auf den Seiten 2 und 3. Die Angaben von Seite 2 decken sich mit denen im laufenden Text, die von Seite 3 sind mit „vom Bieter beizufügen“ tituliert, aber unvollständig.
Welche Anlagennummerierung ist zu nutzen? Der Vollständigkeit halber doch die von Seite 2?Antwort:
Das Anlagenverzeichnis auf „Seite 3 von 12“ wurde nicht korrekt aktualisiert. Die Anlagen sind entsprechend des Inhaltsverzeichnisses auf Seite 2 einzuordnen.

Frage 27:
in "Dokument 07 - Eignungsnachweise und Hinweise zur Wertung“ heißt es auf Seite 4 unterhalb der bauvorlageberechtigten Person, dass
a) „zusätzlich die Stellung der Person (…), für die der Nachweis beigefügt wird“ angegeben werden muss und b) "eine Eigenerklärung zur inhaltlichen Projektführung durch diese Person“ beizufügen ist.
Entfällt a) wenn der bevollmächtigte Vertreter (Bieter) wie auch der Projektleiter bauvorlageberechtigt sind und für beide auch entsprechende Nachweise vorliegen?
Entfällt b) wenn der bevollmächtigte Vertreter (Bieter) wie auch der Projektleiter bauvorlageberechtigt sind und für beide auch entsprechende Nachweise vorliegen?
Antwort:
a)    ja, wenn die unter 1.2 eingetragene Person auch als Projektleiter benannt ist.
b)    ja.