- Bieterfragen und Antworten VE 21.01.198

Haben Sie Fragen, die hier noch nicht beantwortet wurden?
Dann senden Sie einfach eine E-Mail an: einkauf@rbb-online.de
Die Fragen werden dann mit unseren Antworten an dieser Stelle fortlaufend veröffentlicht.

Frage 1:
Die auszufüllende Teilnahmeunterlagen Bewerbungsbogen und Formblätter liegen als pdf-Dokumente vor.
Können diese Dokumente auch in bearbeitbarem Format zur Verfügung gestellt werden?
Antwort:
Gemäß unserer Antwort auf die Bieterfrage 2 ist nur der Bewerbungsbogen auszufüllen. Wir werden Ihnen die Datei als bearbeitbare Word-Datei zur Verfügung stellen.

Frage 2:
In den Unterlagen sind zwei fast inhaltlich gleiche Teilnahmeanträge enthalten.
Welcher von Beiden ist zu verwenden?
Antwort:
Es ist der mit dem Logo des rbb versehene Bewerbungsbogen zu verwenden. Die Dateibezeichnung lautet: 21-02-05 Bewerbungsbogen_rbb_DMH.pdf.

Frage 3:
Zu Pkt. III. 1. Angaben über das Büro und technische Ausstattung:
Ist hier die Gesellschaft/das Unternehmen gemeint oder die
entsprechende sich bewerbende Niederlassung des Unternehmens?
Antwort:
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit ist durch Referenzen und ein Kurzkonzept zur technischen Leistungsfähigkeit nachzuweisen, Ziffer III.1.3) der EU-Bekanntmachung. Im Übrigen wird auf die Antwort der Vergabestelle auf Frage 2 hingewiesen.

Frage 4:
Zur o.g. Ausschrebung bzw. PQ-Verfahren habe ich folgende Frage: Wer genau ist mit dem „technischen Leitungspersonal“ gemeint?
Poliere oder/und Bau- bzw. Projektleiter? Wenn ja, dann sind Sie allerdings nicht Lohn- sondern Gehaltsempfänger.
Antwort:
Eine Differenzierung zwischen Lohn- bzw. Gehaltsgruppen ist nicht erforderlich.
Seitens der Vergabestelle erfolgt keine Einschränkung hinsichtlich des unter das jeweilige technische Leitungspersonal fallenden Personenkreises. Bitte geben Sie die Anzahl der Personen an, die in Ihrem Unternehmen technische Leitungspositionen innehaben.

Frage 5:
Bitte erläutern Sie, ob es um Leistungen der HOAI - Haupt- oder auch Sonderleistungen geht.
Antwort:
Gegenstand der Beauftragung werden sowohl Grund- als auch Besondere Leistungen nach HOAI sein. Nähere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Frage 6:
Bitte erläutern Sie, was mit dem Satz gemeint wird: "Eine optionale Möglichkeit gibt es auch für bereits durchgeführte Fachplanervergaben des rbb, und zwar im Bereich der ....".
Antwort:
Der rbb hat bereits europaweite Vergaben für die Fachdisziplinen Technische Ausrüstung, Tragwerkplanung und Brandschutzplanung durchgeführt und entsprechende Verträge mit den in der EU-Bekanntmachung genannten Unternehmen geschlossen. Hier besteht die Möglichkeit, dass der Generalunternehmer diese Planungsbüros für die weitere Fachplanung übernimmt.

 

Fragen nach der Aufforderung zur Angebotsabgabe

 

Frage 7:
In den Ausschreibungsunterlagen Ordner 04 - mögliche übernehmende Fachplanerverträge Bauphysik liegen als Anlage schwarz-rot-gelb-Pläne mit Stand 27.10.20 bei.
Stellen diese das aktuelle Bausoll für die Leistungen im Bestand dar?
Antwort:
Nein, die benannten Unterlagen stellen den Stand im Zuge der Beauftragung des FP dar. Das aktuelle Bau-Soll entspricht den Planungsunterlagen des Objektplaners mit Stand 06.05.2021 gemäß den übersandten Anlagen.

Frage 8:
Gehen wir richtig in der Annahme, dass für das indikative Angebot die aktuelle Preisbasis 3. Quartal 2021 zugrunde zu legen ist.
Antwort.
Ja.

Frage 9:
In den Ausschreibungsunterlagen Ordner 04 - mögliche Fachplanerverträge TWP - liegen als Anlage ein überarbeiteter Wettbewerbsentwurf BEA, Planstand 23.09.20 bei. Im Widerspruch hierzu liegen im Ordner 06 - Planunterlagen ein Planstand 06.05.21.
Zwischen beiden Planständen gibt es erhebliche Unterschiede (z. B. Tragkonstruktion Glasdach / Glasdach).
Welche Bausollunterlage gilt für die Kalkulation?
Antwort:
Siehe Frage 7. Auch hier gilt, dass das aktuelle Bau-Soll den Planungsunterlagen des Objektplaners mit Stand 06.05.2021 entspricht.

Frage 10:

Im Rahmen der Angebotsbearbeitung sollen Kostenrisiken preislich bewertet werden. Wo sind diese im Preisblatt kostenseitig zu verorten? In den Gewerken, in den BNK oder im Titel Sonstiges?
Antwort:
Die Risiken sind unter dem Titel „Sonstige Kosten“ aufzuführen und möglichst differenziert zu bewerten.

Frage 11:
Besteht die Möglichkeit einer Ortsbegehung/-besichtigung als Grundlage für die Kalkulation der Maßnahmen im Bestand / BE-Konzepterstellung?
Antwort:
Ja, es besteht die Möglichkeit, Termine für eine Ortsbegehung zu vereinbaren. Bitte wenden Sie sich zur Terminkoordination direkt an medienhaus@rbb-online.de

Frage 12:
Ist es möglich zur Massenermittlung ein BIM Modell als Revit Version bzw. im Format .IFC zur Verfügung zu stellen?
Antwort:
Nein, dies ist aktuell nicht möglich. Die Erstellung des BIM-Modells wird aktuell vorbereitet bzw. begonnen.

Frage 13:
In den Ausschreibungsunterlagen Ordner 06 - Planunterlagen - ist im Schnitt BT B/C im Probesaal RCK ein Oberlicht dargestellt. Im Widerspruch hierzu ist im Grundriss DG kein Oberlicht in der Planung enthalten.
Wir bitten um Klarstellung zum Bausoll.
Antwort:
Das im Schnitt dargestellte Oberlicht ist nicht mehr Bausoll und ist nicht kalkulatorisch zu berücksichtigen.

Frage 14:
Gemäß Bausollunterlage Schnittstellenliste AG - AN sind durch den AN Abfindungen von Nachbarn aus Gründen der Bauausführung zu tragen. Gelten als "Nachbarn" die Grundstücksnachbarn oder auch der RBB mit seinem laufenden Sendebetrieb selbst?
Antwort:
Es gelten hier nur die Grundstücksnachbarn. Der laufende Sendebetrieb des rbb ist davon nicht berührt.

Frage 15:
Ist es möglich, den Aufzug A04 alternativ statt mit 4-teiliger Tür mit einer 2-teiligen Tür und einer Türbreite von 1300 mm anzubieten?
Antwort:
Ja, der Aufzug kann mit einer 2-teiligen Türanlage mit einer Öffnungsweite von 1300 mm als Alternative angeboten werden.

Frage 16:
Gemäß Anlage 19 zur FLB sind durch den AN die Kosten durch Auflagen von Nachbarn zu tragen. Können uns für die Bewertung bereits nachbarschaftsrechtliche Vereinbarungen übergeben werden?
Antwort:
Nein, nachbarschaftsrechtliche Vereinbarungen wurden noch nicht getroffen.

Frage 17:
Gemäß Anlage 19 zur FLB sind durch den AN sämtliche Sicherungs- und Koordinierungsleistungen für Bestandsleitungen zu tragen. Ist es möglich, uns für die Kostenbewertung Bestandsleitungspläne zur Verfügung zu stellen?
Gelten als Bestandsleitung auch sämtliche Leitungen und Anlagenteile in den No-Go-Areas der Bestandsuntergeschosse?
Antwort:
Die No-Go Areas werden nach Möglichkeit im Bestand erhalten bleiben, Eingriffe in die Leitungsstrukturen sind nicht vorgesehen. Sofern erforderlich sind Schutzmaßnahmen in den entsprechenden Räumen vorzusehen.
Die Leitungen außerhalb der No-Go Areas werden vor Baubeginn zum Teil rückgebaut und zum Teil entsprechend der Anlage so umverlegt, sodass sie gebündelt durch das Baufeld laufen. Für diese Leitungen sind Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Die Trassenübersicht wird angefügt.
Anlage Terrassenübersicht

Frage 18:
den Ausschreibungsunterlagen liegt keine Unterlage zur Leistungsgrenze bei. Kann diese zur Verfügung gestellt werden?
Antwort:
In den Grundrissen wurden die Leistungsgrenzen zu den angrenzenden Bauteilen Bauteil 2A (Studio A) sowie zum Foyer des Fernsehzentrums FSZ sowohl oberirdisch als auch unterirdisch mit einer blauen, gestrichelten Linie gekennzeichnet.

Frage 19:
Gemäß Anlage 21 (AIA) ist das Projekt in BIM zu planen und zu dokumentieren (as-built-Modell). Gilt dies nur für die Neubauteile oder auch für die Bestandsbauteile BT 2B, BT 2C und BT 1 UG?
Antwort:
Die BIM-Planung soll auf den Neubau und die Bestandsgebäude angewendet werden. Die Altenbauten wurden digital erfasst und werden in das BIM-Modell integriert.

Frage 20:
Gemäß Bausollunterlage Schnittstellenliste AG - AN (Anlage 19 FLB) sind durch den GU "vorhersehbare Auflagen aus der nach Vertragsabschluß erteilten Baugenehmigung" kostenseitig zu tragen.
Wir bitten um Klarstellung, welche Auflagen in die Kategorie "vorhersehbar" und welche in "unvorhersehbar" einzuordnen sind?
Antwort:
Mit „vorhersehbaren Auflagen“ sind Auflagen der genehmigenden Behörden gemeint, die die Einhaltung planungs- und bauordnungsrechtlicher Belange sowie Festlegungen, die im Rahmen des Genehmigungsprozesses zwar abgestimmt wurden, jedoch ggf. nicht aus den Bauantragsunterlagen hervorgehen, sicherstellen sollen. Dies können beispielsweise die Einhaltung von Verordnungen/Richtlinien/Normen, Festlegungen zu weiterführenden Abläufen im Zusammenhang mit den Behörden, Beteiligung von Behörden während des Bauprozesses, das Einholen weiterer erforderlicher Genehmigungen oder auch Festlegungen zu Qualitäten sein.

Frage 21:
Gem. FLB, Seite 74 sind in der KG 500 durch den GU Teilleistungen zu erbringen. Hierzu zählen die Ladestationen Fahrrad/PKW, Anschlüsse Ü-Wagen, Treppe Vorplatz Süd.
Wo sind diese Teilleistungen der KG 500 im Preisblatt zuzuordnen?
Wir bitten um Klarstellung.
Antwort:
Die Freitreppe ist in Planung und Ausführung der KG300 zuzuordnen.
Die o. g. Anschlüsse und Ladestationen für PKW/Fahrrad sind über die Außenanlagen zu berücksichtigen und nicht Bestandteil der Leistung. Gemäß FLB sind die ELT-Leistungen für die Anschlüsse bereitzustellen.
Für die Ü-Wagen sind 3 Anschlüsse mit folgender Ausstattung auf Anschlusstafeln in der Fassade vorzusehen, welche wir mit den angefügten Bildern ergänzen möchten:

- 2-4 Schuko- Steckdosen (auf dem Bild HdR02, blau)

- 1x CEE16A- Steckdose (auf dem Bild HdR02 in rot, klein)

- 1x CEE32A- Steckdose (auf dem Bild HdR02 in rot, mittel)

- 1x CEE63A- Steckdose (auf dem Bild HdR02 in rot, groß)

- 1x Klappe zum durchreichen/ durchstecken von Audio-/ Video- Kabel

(im Bild „HDR03“ dargestellt)

- 1x Datendose (nicht auf den Fotos)

- Vorrüstung Durchsteckmöglichkeit als Anschluss-Dosen für Audio oder Video

Anlage 1 und 2 Fotos zu Bieterfrage 21

Frage 22:
Gemäß Bieterleitfaden ist der AN verpflichtet, die gemeinsame Planungsphase Lph 3 und 4 mit dem Objektplaner Baumschlager Eberle durchzuführen. Besteht die Möglichkeit im Rahmen der Angebotsphase mit dem Objektplaner ein Kennenlern- sowie Aufklärungsgespräch zu seinem Angebot und den Leistungsschnittstellen zu führen?
Wenn ja, ist dies auch mit den optional möglichen Fachplanern möglich?
Antwort:
Zum aktuellen Verfahrensstand vor Abgabe der indikativen Angebote ist ein solches Kennenlern- und Aufklärungsgespräch nicht vorgesehen. Der rbb beabsichtigt, ein solches Treffen im Zuge der Verhandlungsrunden mit den Bietern durchzuführen. Entsprechende Erkenntnisse hieraus können im Zuge der finalen Angebotsabgabe durch die Bieter berücksichtigt werden.

Frage 23:
gibt es eine Formvorgabe für den Plausibilitätsnachweis?
Antwort:
Nein, eine gesonderte Formvorgabe besteht nicht. Bitte beachten Sie gleichwohl die Ausführungen zur Bewertung des Plausibilitätsnach-weises in der Zuschlagsmatrix.

Frage 24:
im Preisblatt ist in Spalte 95 der Titel Nebenkosten aufgeführt. In dieser Spalte sind weder Eingaben möglich noch generiert sich die Spalte aus Vorpositionen des Preisblattes.
Wir bitten um Klarstellung, welche Kosten hier verortet sind/werden?
Antwort:
Das Preisblatt wurde korrigiert, bitte verwenden Sie zur Angebotsabgabe die angefügte
Datei
1a_neu_210608 RBB DMH Preisblatt GU-Vergabe_final_clean

Frage 25: Bieterfrage - Raumakustik
gemäß Anlage 19 SSL AG-AN sind durch den AN Akustische Nachweise/Grundlegenden Nachweise Raumakustik zu erbringen.
Beinhalten die benannten Grundlegenden Nachweise als Bausoll auch die besonderen raumakustischen Anforderungen des Probensaal im BT2C?
Antwort:
Ja, auch hier sind Nachweise zur Einhaltung der Vorgaben zu erbringen.

Frage 26: Plausibilitätsnachweis und Projektabwicklungskonzept
sind der Plausibilitätsnachweis sowie das Projektabwicklungskonzept mit allen zusätzlich geforderten Unterlagen Wertungsrelevant zum 09.07.21 einzureichen oder werden diese Wertungsrelevant mit dem finalen Angebot unter Berücksichtigung Einarbeitung der Ergebnisse aus der Verhandlungsphase?
Antwort:
Sämtliche wertungsrelevanten Unterlagen sind mit dem Angebot zum 9. Juli 2021 einzureichen.

Frage 27: Erteilung Planungsauftrag
gemäß Bausollunterlage Bieterleitfaden wird in der Stufe 3 (Planungsphase ) an den AN ein Planungsauftrag erteilt. Welche Konsequenz ergibt sich für den Planungsauftrag, wenn zum Ende der Stufe 3 in der Stufe 4 (Construction-Phase) keine Zustimmung durch die RBB-Gremien für die Ausführung an den AN erteilt wird?
Antwort:
Der rbb hat eine Vielzahl von projektbezogenen Verfahrensschritten eingeleitet, die auf die bauliche Realisierung des Digitalen Medienhauses ausgerichtet sind. Vgl. darüber hinaus die Regelung in § 4 der Vereinbarung über die Planungsphase. Den Bietern steht es grundsätzlich offen, mit dem Angebot zu sämtlichen vertraglichen Regelungen Anmerkungen zu unterbreiten.

Frage 28:
in der FLB wurde auf den Seite 09 und 12 mitgeteilt, dass durch den AG eine DGNB-Zertifizierung angestrebt wird; - das Zertifizierungslevel ( Bronze, Silber, Gold, Platin ) wurde bisher nicht benannt. Wir gehen als Annahme davon aus, dass der AG das Bauvorhaben mit dem DGNB-Gold Level zertifizieren möchte. Unsere Fragen zu diesem Thema wären dann: Ist diese Annahme zur DGNB-Zertifizierung Gold richtig? Hat der GU den kompletten und vollumfänglichen Leistungsumfang zur DGNB-Zertifizierung Gold -Zertifizierung in das indikative Angebot einzuarbeiten?
Antwort:
Aktuell wird die Möglichkeit einer Zertifizierung noch geprüft. Entsprechend kann der Leistungsumfang der Zertifizierung noch nicht Gegenstand des indikativen Angebotes sein. Eine Klärung erfolgt innerhalb des Bietergesprächs.

Frage 29:
Bilanzierungen: Ist der Holzanteil aufgrund von CO2-Bilanzierungszielen festgelegt?
Antwort:
Nein, bisher gibt es keine entsprechenden Festlegungen. Im Falle einer Zertifizierung wird dieses Ziel jedoch festgelegt werden.

Frage 30:
Nach Prüfung des Entwurfsvorschlages, der statischen Voraussetzungen / Annahmen und der haustechnischen Anforderungen gehen wir von einer HBV-Flachdecke als Alternative zu der im Entwurf dargestellten Deckenkonstruktion aus. Damit reduzieren und minimieren sich die Schnittstellen zur TGA sowohl in der Planung als auch im Bauablauf. In der Anlage zur Bauphysik ist angegeben, dass ca. 75% der Deckenfläche mit schallabsorbierenden Material zu belegen ist. Sollen die Heiz-Kühl[1]Segel auch akustische Eigenschaften aufweisen oder sind hier weitere zusätzliche schallschutztechnische Maßnahmen durch den GU zu planen und in das indikative Angebot einzuarbeiten?
Antwort:
Ja, die Heiz-Kühl-Segel sollen akustisch wirksam ausgebildet werden. Darüber hinaus sind durch den GU weitere schallschutztechnische Maßnahmen in den Räumen zu berücksichtigen.

Frage 31:
Gemäß Konzept soll das Gebäude mit einer Sprinkleranlage ausgerüstet werden. Wo sollen die entsprechenden Tanks angeordnet werden und sollen - aufgrund der Holzbauthematik - zwei redundante Systeme geplant / erstellt und damit durch den GU in das indikative Angebot eingearbeitet werden -> Platzbedarf Sprinklertank und Lage?
Antwort:
Die Tanks werden im 2.UG in einer neuen Erweiterung der bestehenden Sprinklerzentrale angeordnet. Es wird gemäß FLB eine Hochdrucknebellöschanlage geplant, wodurch bisher keine Erfordernis eines zweiten, redundanten Systems seitens des Bauherrn oder durch das Brandschutzvorkonzept gefordert wird.

Frage 32:
Sind die kompensierenden Brandschutzmaßnahmen für die Baugenehmigung ausreichend bzw. haben weitergehende Forderungen Auswirkungen auf das Tragwerk, den Baukörper selbst, und ggfs. auch auf die Fassaden?
Antwort:
Vorab einer Prüfung sind keine verbindlichen Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit möglich, die aktuellen Planungen sind aber selbstverständlich darauf abgestellt und werden in der LP03 weiterverfolgt. Mögliche Kompensationsmaßnahmen werden fortlaufend mit dem Prüfingenieur abgestimmt. Vorab muss jedoch von feuerbeständigen Bauteilen ausgegangen werden. An den Abmessungen des Baukörpers wird sich aufgrund des Brandschutzes nichts ändern.

Frage 33:
Sind die mitgeteilten Anforderungen bzw. Angaben aus der Anlage zur Bauphysik ausreichend für die derzeiten gewählten Konstruktion? Können die angestrebten Werte mit Doppel / Hohlboden erreicht werden oder werden zusätzliche Beschwerungslagen notwendig werden? Sollten Ihr weitere Zulagen / Erhöhungen notwendig werden, entstehen ggfs. Erhöhung der Lasten, die ebenfalls in den Baugrund / Bestand geleitet werden müssen
Antwort:
Die Anforderungen des Bauherrn sind derzeit noch in Abstimmung. Es wird davon ausgegangen, dass die Anforderungen mit Doppel/Hohlböden erreicht werden.
Die angegebenen Decken erreichen den angestrebten Schallschutz mit Doppel/Hohlböden mit einem ΔLw.min = 25dB - 30 dB. Der Doppel/Hohlboden muss gemeinsam mit der Decke ein Rw ≥ 65 dB erreichen.

Frage 34:
Innenliegende Dachentwässerung: gem. TGA-Konzept ist eine innenliegende Entwässerung vorgesehen-> Soll eine Feuchtedetektion im Dach und/oder an entsprechenden Punkten und Schnittstellen durch den GU geplant und kalkuliert werden -> Durch unserer Seite wird eine Umplanung der Entwässerung an die Außenseiten des Gebäudes empfohlen- geht der AG mit dieser Annahme konform?
Antwort:
Da, wo sich eine außenliegende Entwässerung realisieren lässt, wird diese auch bevorzugt geplant. Aktuell ist noch nicht abschliessend geklärt, dass überall eine außenliegende Entwässerung funktioniert. Eine Feuchteüberwachung wird im Detail in der LPH3 diskutiert werden, kann aber bereits kalkulatorisch berücksichtigt werden.

Frage 35:
Sind für das DMH zusätzliche TGA Aufstellflächen für das Gebäude notwendig, und wo sollen diese ggf. verortet werden? -> Die Höhe der TGA Geräte Lasten sehen wir auf dem Dach bei den angedachten Spannweiten als kritisch an- aus diesem Grunde sind ggfs.in den Räumen zusätzliche Stützen notwendig- wir gehen als GU davon aus, dass diese Annahme aufgrund statischer Notwendigkeiten mit den Vorstellungen des Bauherren konform geht?
Antwort:
Ja, diese ggf. zu berücksichtigende Notwendigkeit ist dem Bauherrn bewusst. Die TGA-Flächen auf dem Dach werden derzeit mit 1000kg/m² in der Statik berücksichtigt. Technikflächen außerhalb des Baufeldes stehen nicht zur Verfügung.

Frage 36:
Sind durch den AG für das Glasdach zusätzliche innere oder äußere Verschattungen - hier auch in Abhängigkeit zu dem notwendigen Tageslichteintrag - gewünscht, die durch den GU zu planen und damit dann auch in das indikative Angebot einzuarbeiten
Antwort:
Es ist eine Sonnenschutzschicht für die Verglasung sowie zusätzlich eine Bedruckung (Doppelsiebdruck, innen schwarz = optimierte Durchsicht von innen nach außen, außen weiß=hohe Reflexion) oder auch alternativ ein Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum (bspw. Okalux) zur Erreichung des sommerlichen Wärmeschutzes vorzusehen.


Frage 37:
Die raumklimatischen Maßnahmen ( hohe solare Wärmeeinträge für alle drei Gebäudeteile, durch horizontale Verglasungsfläche im Winter Kaltluftabfall ) insbesondere in der Lüftungstechnik, können sowohl baulich als auch betrieblich zu erheblichen Kosten führen. Der GU geht davon aus, dass diese Kostenfaktoren dem AG aufgrund der gewählten Gebäudeentwürfe bekannt sind?
Antwort:
Ja, dem Bauherrn ist dies bekannt.


Frage 38:
Der zentrale Newsroom, als auch angrenzende Räume / Bereiche in den aufgehenden Etagen des DMH sind als sehr offene Räume geplant. Aufgrund der geringen möglichen Flächen, an denen Absorptionsmaßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Raumakustik vorgesehen werden können, ist ggf. auch der geplante Hohlboden akustisch zu ertüchtigen. Dadurch ergeben sich im Vergleich zu anderen Hohlböden höhere Kosten, wobei die raumakustische Wirkung in der Gesamtheit aller möglicher Maßnahmen noch zu prüfen ist. Der akustisch wirksame Hohlboden stellt dabei eine Möglichkeit dar. Wäre diese Ausführung im Sinne des Bauherren - hier auch im Vergleich zu den trotzdem deutlich höheren Erstellungskosten?
Antwort:
Zur Erreichung der erforderlichen Nachhallzeiten sind schallabsorbierende Maßnahmen an Wand- und Deckenbereichen sowie an Brüstungen und in Form von abgehängten Baffeln in Abstimmung und Bewertung.

Ein schallabsorbierender Doppelboden ist bitte noch nicht zu berücksichtigen

Frage 39:
Werden durch den AG weitergehende Forderungen zu den Raumqualitäten ( Schallschutz, Raumakustik etc. ) für die gesamten Studiobereiche ausgereicht , bzw. sind weitergehende Forderungen bekannt, die durch den GU in die Planungen und damit in die indikative Angebotserstellung zu übernehmen sind?
Antwort:
Die aktuell vorliegenden Forderungen sind in der Angebotsbearbeitung zu berücksichtigen. Eine weitere Konkretisierung wird in der LP03 folgen.

Frage 40:
Der GU geht im Rahmen seiner indikativen Preisermittlung davon aus, dass die Baufelder zum Haus 2b und 2c komplett entkernt, beräumt und mit entsprechend notwendigen Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen durch den AG übergeben werden. In gleicher Weise geht der GU davon aus, dass das Baufeld für das zukünftige DMH bis auf OK Decke über UG 1 komplett beräumt und entsprechend notwendige Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen durch den AG durchgeführt wurden. Sind diese Annahmen richtig?
Antwort:
Ja.

Frage 41:
Die Optik des inneren Endzustandes wird von der bildhaft übergebenen Visualisierung von BEA aufgrund der statisch notwendigen Änderungen, der notwendigen Brandschutz- und Schallschutzmaßnahmen, Klimadecken, Sprinklerung etc. abweichen. Der GU geht davon aus, dass dieser Umstand dem AG bekannt?
Antwort:
Ja, es ist dem AG bekannt, dass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes nach der Einbringung der erforderlichen Technik und weiterer zum Betrieb des Gebäudes erforderlicher Maßnahmen verändern wird.

Frage 42:
In den Grundlagen der Anlage 17 zur FLB sind die Aufzüge A01 und A02 sowie A04 bis A08 beschrieben. Frage: wo befindet sich der Aufzug A03 ? (ist dieser evtl. im Bestand ?
Antwort:
Ja, beim Aufzug A03 handelt es sich um einen Aufzug des Bestandes (Studio A), welcher in Betrieb bleiben wird.

Frage 43:
Frage: gibt es geregelte Arbeitszeiten für den Baubetrieb im Bestand (Mo.-Fr. von …Uhr bis…Uhr)
Antwort:
Da das an das Baufeld angrenzende Studio A weiterbetrieben wird, sind folgende Einschränkungen in der Arbeitszeit vorzusehen. Die genauen Termine der Sendungen werden ihnen im Vorfeld benannt:

Tag

Sendung

Anzahl/Jahr

Bauruhe ab

Dienstag

WMR / TudB

10

17 Uhr

Mittwoch

Praxis

37

17 Uhr

Donnerstag

Kontraste

16

17 Uhr

Freitag

>Gesellschaftstalk<

18

16 Uhr

Frage 44:
Durch den Abbruchunternehmer des AG´s erfolgt vorab bauseits der Abbruch, die Entkernung und Schadstoffsanierung. Frage: gibt es eine Schnittstellenliste mit den entsprechenden Leistungsabgrenzungen. Werden gutachterlich erstellte Freimessungen an den AN übergeben?
Antwort:
Die Schnittstellenliste befindet sich noch in Vorbereitung und liegt aktuell noch nicht vor. Aktuell kann davon ausgegangen werden, dass die Schadstoffsanierung, die Entkernung der Bauteile 2B und 2C sowie die oberirdische Abbruchleistung inklusive Rückbau haustechnischer Anlagen für den Neubau nicht durch den GU zu berücksichtigen ist. Ergänzung: Damit verbunden sind auch an die Übergabe von Freimessungen. Eine weiterführende Klärung kann über die Aufklärungsgespräche zum Angebot erfolgen.

Frage 45:
Die ergänzende Schadstoff- Sanierung und deren Beseitigung, der noch im Bestand bleibenden Bauteile im UG soll gemäß (Anlage x) ? erfolgen. Frage: handelt es sich hier um die Anlage 05 Baugrundgutachten. (ein Schadstoffgutachten liegt nicht vor ?) Gibt es dazu weiterführende Unterlagen, die an den GU übergeben werden können?
Antwort:
Bei der Anlage handelt es sich um das Baugrundgutachten (Anlage 05). Die Schadstoffsanierung der Gebäudeteile (Gutachten nicht Anlage der FLB) wird vorab vollständig erbracht.

Frage 46:
KG 240 Ausgleichsmaßnahmen und Abgaben die durch Ortssatzungen, zusätzlichen Erschließungsbeiträgen, sowie das Ablösen von Verpflichtungen aus öffentlichen-Rechtlichen Vorschriften zusätzlich zu den Erschließungsabgaben ergeben trägt der AN. Frage: welche sind das und sind diese schon zu beziffern?
Antwort:
Es liegen keine behördlichen Vorgaben vor und werden vom Bauherrn nicht erwartet.

Frage 47:
in der Anlage 11 Anforderungen Sonderräume ROC (z.B. Probe Saal und Probe Räume) sind Einbauten wie z.B. Spind, Garderoben und Aufnahmepult beschrieben. Frage: sind alle beschriebenen Ausstattungen bzw. Einbauten durch den AN zu erbringen und einzurechnen.?
Antwort:
Nein, die Ausstattung wird durch die ROC erbracht.

Frage 48:
Außenanlagen gehören nicht zum Leistungsumfang. Frage: ist diese Aussage richtig ?
Antwort:
Ja, Ausnahme Freitreppe. Siehe auch Antwort auf Frage 21.

Frage 49:
Eine erforderliche Schall-, bzw. Wärmedämmung an den Deckenuntersichten und an den Wänden im 1.UG auch in den No Go´s Area´s gehört zum Leistungsumfang des AN´s? Ist diese Annahme richtig?
Antwort:
Ja, auch diese sind zu berücksichtigen.

Frage 50:
Für die Reinigung und Wartung aller Glas Fassaden und Glas Dachkonstruktionen ist eine separate Planung erforderlich. Frage: gibt es hierfür schon ein Reinigungs-, und Wartungskonzept? zum Beispiel: Fassaden-, und/oder Dach unter/ über Fahrkonstruktionen?
Antwort:
Nein, das konkrete Wartungs- und Reinigungskonzept wird noch im Zuge der LP03 erarbeitet.

Frage 51:
Innenwände Neubau: Wände der Sonderräume (z. B. smartes Studio, Hörfunkstudios und Produktionsräume) werden gemäß FLB „noch keine besonderen Bedingungen gestellt“ … „sind wie Besprechungsräume zu betrachten“ => Ausführung als System- / GK – Wände; Forderung aus Schallschutz / Akustik gemäß Leitdetail ABB BP.2 (Massivwand mit beidseitigen Vorsatzschalen) sind nicht berücksichtigt => ist das so richtig angenommen?
Antwort:
Besondere Anforderungen sind zu berücksichtigen. Wände von Studios gemäß Angabe in der FLB, Anlage 9.1 Bauphysik ABB BP.2 Raumakustik gemäß Kapitel XI Abb.11 und Abb.12. Ziel ist die Einhaltung der Grenzkurve 25 für Fernsehstudios und der Grenzkurve 25 für Hörfunkstudios und Audioproduktionskabinen.

Frage 52:
Innenwände Altbau Sonderräume ROC: sind nach Anforderungen „noch festzulegen“ aber „entsprechend Akustikkonzept“ auszuführen. Danach gilt für Probesäle Detail ABB BP. 8 und für Instrumentenproberäume Detail ABB BP.2 => ist das so richtig angenommen?
Antwort:
Ja, siehe Raumakustik gemäß Kapitel XII Abb.11 und Abb.12

Frage 53:
Welche Anforderungen an Brand- und Schallschutz werden an die Fenster von Proberäumen zu Innenhof im Altbau gestellt? Gibt es dazu Festlegungen, die an den GU übergeben werden können?
Antwort:
Derzeit wird mit Doppelkastenfenstern mit einer Schalldämmung Rw ≥ 60 dB ausgegangen werden.
Die Feuerwiderstände von verglasten Flächen sind im Brandschutzkonzept dargestellt. In Teilbereichen werden Abstimmungen mit dem Prüf.-Ing. zu möglichen Reduktionen in der LP03 weitergeführt

  • Verglasung der Büros etc. zum Foyer: F30
  • Verglasung des Chorprobensaals in der Brandwand: G90

Fenster der Büros etc. zum Atrium über ROC: keine Anforderung

Frage 54:
Der Verlauf der Rauchabschnitte (= Rauchschutzvorhänge) ist im Brandschutzkonzept nicht eindeutig dargestellt => Trennung orientieren sich an den verschiedenen Farbgebungen im Grundriss des Brandschutzkonzeptes. Rauchschutzabtrennungen erfolgen über Raumwände bzw. Rauchschürzen entlang der „blau gestrichelten Linien“; zum Luftraum sind gemäß Darstellung in den Schnitten keine Rauchschutztrennungen geplant. Ist das so richtig?
Antwort:
Das vorliegende Vorkonzept ist noch kein abschließendes Brandschutzkonzept und wird beständig fortgeführt. Die eingezeichneten Rauchabschnitte sind das Ergebnis einer groben Konzeptionierung. Die Abstimmungen zwischen Brandschutzplaner und TGA-Planer zur Festlegung der genauen Rauchabschnitte sind noch ausstehend.

Frage 55:
Es wird davon ausgegangen, dass für die rauchabschnittsbildenden Systemtrennwände ESG- / VSG – Verglasungen ausreichend sind (keine G- oder F- Verglasungen) => ist das so richtig angenommen?
Antwort:
Mit der aktuellen Weiterentwicklung Planung wird nicht mehr von Trennwänden ausgegangen. Es sind bitte verglaste Rauchschürzen mit einer G30-Verglasung anzunehmen.

Frage 56:
Die nach Brandschutzkonzept in den Achsen L – J verlaufenden Brandwände bzw. rauchdichten Wände sind nach Architektur Glasfassaden; => welche Anforderungen bezüglich Schall- und Brandschutz werden an diese gestellt?
Antwort:
Der Schallschutz ist abhängig von der Nutzung. Für Büroräume ist von R’w ≥ 45 dB auszugehen, für Studioräume und Orchesterräume bitte die FLB, Anlage 9.1 Bauphysik ABB BP.2 beachten.
In den angegebenen Achsen dürfen keine Brandwände verglast sein. Die verglasten dichten Wände zwischen DMH und Foyer werden voraussichtlich unter der Voraussetzung des verdichteten Sprinklerschutzes mindestens ESG und evtl. G30 sein.

Frage 57:
Für den Hohlboden werden in der FLB sowohl Doppel- als auch Hohlraumböden benannt; es wird gemäß Hinweis in Datei „Überarbeitungshinweise Eberle Architekten“ von Hohlraumböden ausgegangen. Die Bauhöhe wird mit ca. 25 cm angenommen; dies gilt auch für das Erdgeschoß (dort nach Schnitt nur ca. 10 cm Aufbauhöhe). Die Aufbauhöhen 400 mm für Technikräume und Haupttrassen sind aus der Planung nicht ableitbar und nicht erfasst. => ist das so korrekt?
Antwort:
Die benannte Datei zeigt Anmerkungen aus dem Architekturwettbewerb und ist nicht mehr aktuell. Gehen Sie bitte generell von einem Doppelboden mit einer lichten Höhe von 200 mm aus. Eine Ausnahme besteht lediglich für Technikräume (z. B. ELT, MSR, IT-Serverräume) mit 400 mm. Die Räume können aus den Grundrissen abgelesen werden.

Frage 58:
Frage zu - Preisblatt Können zu den im Preisblatt in KG 700 aufgeführten Kosten weitere ergänzt werden wie . z.B. Sonderingenieure Ing- Bauwerke , Geotechnik , etc.?
Antwort:
Das Preisblatt darf keinesfalls durch Bieter ergänzt werden. Die Leistungen sind zunächst in die anderen Positionen wie z.B. KG 7900 – Sonstige Baunebenkosten mit einzukalkulieren. Nach den Verhandlungen und vor Abgabe des Last and Final Offers werden die Ausschreibungsunterlagen nach Erfordernis angepasst.

Frage 59:

Planer Vereinbarung Gemäß §3 der Planer Vereinbarung gehören u.a. zu den geschuldeten Leistungsphasen die Grundlagenermittlung (LP 1) und die Vorentwurfsplanung (LP 2). Gemäß den Planer Verträgen ist diese Leitung bereits beauftragt und teilweise erbracht. Wieso ist die Leistung noch Bestandteil der Vereinbarung?

Antwort:
In der in Bezug genommenen Regelung in § 3 steht darüber hinaus der Zusatz , "soweit die Planung nicht bereits vom AG erbracht wurde und der AN sich diese im Zuge der gemeinsamen Planungsphase zu eigen gemacht hat".
Im Ergebnis heißt das, dass der rbb eine schnittstellenfreie und koordinierte Planung des Bauvorhabens beim AN auf Grundlage einer vergüteten Planungsphase nachfragt.

Frage 60:
– Leistung Freianlagen
Gemäß GU-Vertrag §4 ist das Bestandteil der Planungsleistung des AN. Gemäß FLB 2.4 nicht Leistungsbestandteil s.u. Wer plant und baut die Treppenanlage? Schnittstelle zur Abnahme / Inbetriebnahme ist zu klären. Wer plant die Beleuchtung der Freianlagen? Zapfstellenstellen im Außenbereich nicht geplant. Entwässerung der Freianlagen
Antwort:
Die Freitreppe ist durch den AN zu planen und zu bauen. Weitere Anlagen werden über einen Außenanlagenplaner des AG, somit innerhalb eines Schnittstellenprojektes geplant und sind nicht Bestandteil des Vertrages. Siehe auch Frage 21.

Frage 61:
Schnittstellen Liste AG/AN Gemäß Schnittstellenliste Punkt 2.1.1. und 2.1.2 ist die LP1 und LP2 Leistung des AN. Ist das richtig zugeordnet? Gemäß FLB beginnt die AN Planung ab LP3 s.u
Antwort:
Die LP01 und LP02 werden aktuell durch die Fachplaner im Auftrag des AG erbracht. Sämtliche Leistungen ab Lph 3 sind durch den AN zu erbringen.
(Siehe auch Antwort Frage 59)

Frage 62:
– mitzuverarbeitende Bausubstanz /Umbauzuschlag In der Last und final offer von be Architekten ist der Umbauzuschlag mit 10% des Nettohonorars im Angebot enthalten. Die Verträge der Fachingenieure berücksichtigen dazu nichts. 0% ist als eingepreist berücksichtig. Ist das so richtig?
Antwort:
Ja.

Frage 63:
BIM In den Leistungsbildern der Fachplaner ist eine BIM Planung vorgesehen. In den Verträgen ist hierzu keine Angabe enthalten. Ist die AIA Vertragsbestandteil?
Antwort:
Ja, die AIA sind Bestandteil der Fachplanerverträge.

Frage 64:
– besondere Leistungen Gemäß AIA G2.1 Seite 21 ist ein digitales Raumbuch zu erstellen. Wer ist mit dieser Leistung beauftragt? Gemäß AIA BIM Meilensteinplan ist in LP 9 zum Projektabschluss ein as-built Modell gefordert. Wer ist mit dieser Leistung beauftragt?
Antwort:
Ja, die AIA sind Bestandteil der Fachplanerverträge.

Frage 65:
Fassaden-Planer Die geschuldeten Leistungsphasen des GU sind nicht die Grundlagenermittlung (LP 1) und die Vorentwurfsplanung (LP 2). Bei der Fassadenplanung liegt die LP 2 jedoch schon im Paket des GU. Ist dies so gewollt?
Antwort:
Der Planervertrag TWP, Bauphysik und Fassade regelt unter §4, dass durch den RBB die Leistungen der LP01 und LP02 beauftragt und durch den Planer erbracht werden. Ab der LP03 erfolgt die Beauftragung durch den GU (§4.4). Vgl. Antwort auf Frage 61.

Frage 66:
Teilbaugenehmigungen Sollen Teilbauanträge gestellt werden und damit in den Kosten berücksichtigt werden?
Antwort:
Nein, Teilbauanträge sollen nicht gestellt werden.

Frage 67:
Dargestellt sind in allen Treppenhäusern Wandhydranten Typ F. Wo werden dann noch trockene Steigleitungen erforderlich
Antwort:
Im Bestand vorhandene Steigleitungen bleiben erhalten. In den neuen Treppenräumen werden Hydranten vorgesehen.

Frage 68:
Die Regenrückhaltung im/Nahe Gehwegbereich, an den Bestandsfundamenten ( ggf. Leitungen und Bäumen ) ist nicht eindeutig definiert. Gibt es seitens des AG hier weitergehende Angaben, Forderungen, Anmerkungen etc.
Antwort:
Aufgrund der Regenwasserbeschränkung der BWB wird voraussichtlich eine Rückhaltung notwendig. Die Lage und auch die Größe sind derzeit noch als Konzept zu verstehen und nicht final abgestimmt. Die generelle Vorgabe ist, dass sofern technisch möglich, Regenwasserrückhaltungen außerhalb des Gebäudes zu verorten und von dort gedrosselt einzuleiten sind.
Die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen für die Rückhaltung sowie die Planungen bis zum Austritt aus den Gebäuden sind Sache des GU, die Ausführung der Leistung ist ein Schnittstellenprojekt des Bauherrn und nicht Bestandteil des GU-Vertrages.

Frage 69:
zentrale Warmwasserbereitung ist für die geplante Nutzung aus unserer Sicht nicht sinnvoll Können hier durch den GU Änderungen vorgenommen werden?
Antwort:
Warmwasser wird zentral über eine Anlage bereitgestellt, welche den gesamten Campus versorgt. Die Erzeugung erfolgt außerhalb des DMH und ist nicht Bestandteil der Leistung.

Frage 70:
Bei Hochdrucknebellöschanlage ist in Verbindung mit RWA/Entrauchungsanlagen evtl. ein Brandversuch erforderlich. S. VdS 3188 Pkt.12.5 Evtl. wäre eine klassische Sprinkleranlage besser geeignet- wären hier Änderungen in der Anlagenausstattung durch den AG zu bestätigen?
Antwort:
Von der Notwendigkeit der Durchführung von Brandversuchen wird ausgegangen.
Die Entscheidung zur Errichtung einer Hochdrucknebellöschanlage wurde vom Bauherrn bewusst getroffen (geringere Schäden in Schutzbereichen, Einsatz bei systemkritischer Infrastruktur) und ist zu berücksichtigen. Eine weiterführende Aufklärung kann im Bietergespräch erfolgen.

Frage 71:
Schnittstelle / Abgrenzung Kostenschätzung zu Nutzerspezifische Anlagen (Medientechnik/Studiotechnik), - in den Unterlagen ist keine klare Schnittgrenze zu entnehmen Kann durch den AG eine klare Schnittstellenabgrenzung übergeben werden
Antwort:
Generell sollen alle für den Betrieb erforderlichen Leistungen – Planung und Vorrüstung von Trassen, Stellung und Anbindung der technischen Anlagen – wie ELT, Kälte, Lüftung,.. – durch den GU erbracht werden.
Durch die Medientechnik erfolgt die Verkabelung innerhalb eines separaten Auftrages außerhalb des Leistungsbereiches des GU.

Frage 72:
Regenwasserrückhaltung:, unklar ist, ob der im Bereich zwischen Bestandsgebäude und Kaiserdamm gelegene Bereich überhaupt für eine Nutzung möglich ist, auch in Hinblick auf den Baumbestand Gibt es hier weitergehende Angaben oder Festlegungen durch den AG?
Antwort:
Siehe Frage 68

Frage 73:
Elektrische Stromversorgung: unklar ist welche Längen für die Leitungswege erforderlich sind, bzw. an welchen Stellen wie viele Einspeisepunkte ans Stromnetz möglich sind: Gibt es hier weitergehende Angaben, Forderungen / Festlegungen durch den AG
Antwort:
Aufgrund der frühen Planungsphase sind die Leitungswege noch unklar. Es kann jedoch festgehalten werden, dass in der ELT-Verteilung Bereiche ausgebildet werden, um die max. Leitungslängen nicht zu überschreiten.

Frage 74:
Bestimmte Bereiche -wie bspw. Cafeteria - sind schlecht bis kaum beschrieben, unklar sind hier die Schnittgrenze, wer stattet z.B. aus? Gibt es hier, bzw. zu den einzelnen Bereichen separate Schnittstellenabgrenzungen, die an den GU übergeben werden
Antwort:
Aufgrund der frühen Phase der Planungen wurden noch keine genauen Festlegungen zur Ausstattung von Sonderbereichen getroffen worden. Dies erfolgt im Zuge der LP03. Die Ausstattung der Cafeteria im Bauteil 2B ist nicht Bestandteil der GU-Planungen, nach Abstimmung über den Bauherrn ist jedoch die Medienführung/-vorhaltung und deren Umfang durch den GU zu erbringen.

Frage 75:
Schmutzwasserführung: es ist von 1x Einleitpunkt die Rede, wie soll das bei 3x Gebäuden funktionieren? Liegen hier weitergehende Angaben / Festlegungen vor, die dem GU übergeben werden können?
Antwort:
Die 3 Gebäudeteile gehören zu einem Gebäudekomplex, der wiederum zu einem Campus gehört. Aktuell bestehen keine grundsätzlichen Ausschlusskriterien, dass ein Hausanschluss nicht umsetzbar ist. Nach den vorliegenden Infrastrukturplänen ist der konzipierte Leitungsanschluss im 1.UG Bauteil 2B auch aus dem Straßengefälle sinnvoll und wirtschaftlich.

Frage 76:
Trinkwarmwasser; es ist von 1x zentralen Bereitung die Rede; - der GU hält das Konzept für nicht sinnvoll bei der Gebäudegröße, da es sehr große Netze bringen würde. Können zukünftige Planungs- und Auslegungsänderungen des TW-Systems durch den AG bestätigt werden?
Antwort:
Siehe auch Frage 69. Der Bauherr hat sich für die Ausführung „Zentrale Warmwasserbereitung“ entschieden. Eine weiterführende Aufklärung kann im Bietergespräch erfolgen.

Frage 77:
Es gibt bislang keine Aussage zu kostenträchtigen Leerrohrinstallationen, welche bei einem solchen Gebäude nicht ungewöhnlich wären. Bestehen seitens des AG hier Wünsche für zusätzliche Leerrohrführungen / Leerrohrsysteme?
Antwort:
Für alle Sichtbetonflächen wird es eine Leerrohrinstallation in den Kostengruppen 440, 450 und 480 geben. Diese ist einzukalkulieren. Von Leerrohrinstallationen in den Kernbereichen / TH ist auszugehen.

Frage 78:
Ist es möglich, die anzusetzende Holmlast von 1 kN/m auch komplett auf die innere thermisch trennende Fensterebene zu legen? Damit würde auch hier die Absturzsicherung sichergestellt werden. Als Vorteil sehen wir hier die geringeren Glaslasten in der äußeren Ebene. Im Bereich des Wartungsganges müsste dann zur Sicherung des Arbeitsraumes ggf. eine mitlaufende Anschlagssicherung installiert werden oder die äußere Scheibe ist so zu bemessen, dass eine Wartungslast aufgenommen werden kann.
Antwort:
Für die innere Verglasung ist aus unserer Sicht in jedem Fall eine horizontale Holmlast von 1,0kN/m als statische Nutzlast gem. DIN 18008 / DIN EN 1991-1-1 anzusetzen. Es handelt sich um eine bodentiefe Verglasung ohne Holm als raumabschließendes Bauteil einer Verkehrsfläche. Dies stellt jedoch noch keine absturzsicherende Verglasung nach DIN 18008 dar, hierzu ist darüber hinaus die dynamische Last (Pendelschlag) zu berücksichtigen. Für die äußere Scheibe lässt sich die Holmlast ggfls. in Abstimmung mit dem Prüfingenieur auf 0,5kN/m reduzieren, da eine Menschenansammlung hier nicht mehr realistisch ist.

Die äußere Scheibe wird aufgrund der Geometrie (Dreiecksform, Faltung, ggfls. Sonderlagerung) voraussichtlich in jedem Fall ein Zustimmungsverfahren (vBg oder ZiE) erfordern. Der Nachweis der Absturzsicherheit z.B. durch einen Pendelschlag lässt sich voraussichtlich ohne viel Mehraufwand integrieren. Die Scheibendicken werden sich nach unserer Einschätzung mit oder ohne dynamische Belastung im Bereich von 2x6mm bis 2x8mm bewegen. Eine zusätzliche Anschlagsicherung im Fassadenzwischenraum bedeutet ebenfalls einen gewissen Aufwand (zusätzliche Bauteile, Zustimmungsverfahren, Lasteinleitung in den Rohbau etc.), erfordert die Genehmigung der Arbeitsschutzbehörden (welche eine dauerhafte Umwehrung der PSA in aller Regel vorziehen) und mindern die Reinigungsleistung (erhöhen damit die Reinigungskosten).

Frage 79:
Gibt es bereits eine thermische Simulation für die Doppelfassade?
Antwort:
Nein, noch nicht.

Frage 80:
Wir gehen davon aus, dass die Screenbehänge im Fassadenzwischenraum grundsätzlich rechteckig verlaufen und direkt an der inneren Fassadeneinheit befestigt werden. Ist diese Annahme richtig?
Antwort:
Ja, das ist korrekt.

Frage 81:
Gibt es eine Übersicht in Form einer Ansicht wieviel Tür- und Fensterelemente in diesem Fassadenbereich zu integrieren sind?
Antwort:
Ja, diese gibt es. Bitte beachten Sie dazu die als Anlage angefügten, skizzenhaften Eintragungen in den Ansichten.

Frage 82:
In der FLB ist der Hinweis auf Senk-/Klappflügel genannt. Können auch alternative Flügelausführungen gewählt werden um maximale Nachströmflächen zu erreichen und eine wirtschaftliche Fensterkonstruktion zu finden?
Antwort:
Es geht hierbei um die EG/ 1.OG Bestandsfassade. Senk-Klapp Flügel sind hier als Beispiel genannt. Die finale Ausführung der Öffnungselemente ist noch nicht abschliessend entschieden, Senk-Klapp Flügel sollten aber als Kalkulationsgrundlage herangezogen werden

Frage 83:
Gemäß Vorgabe FLB werden wir die Gläser und Konstruktion für eine Schalldämmwert von R´w 38 dB im eingebauten Zustand auslegen. Sämtliche Türkonstruktionen und Treppenhausein- und -ausgänge sind hiervon ausgenommen. Ist diese Annahme richtig?
Antwort:
Die Schallschutzanforderungen wurden in der FLB bisher nur abgeschätzt. Nach erfolgten Messungen kann von folgenden Anforderungen an das Schalldämm-Maß im eingebauten Zustand, R'w,Res, ausgegangen werden:

  • Nordfassaden: 40-44dB
  • Ostfassaden: 33-39dB
  • Südfassaden: 32-37dB
  • Westfassaden: 34-43dB

Türen und Eingänge zu Fluren und ähnlichen Räumen (keine Aufenthaltsräume) sind von diesen Anforderungen ausgenommen. Bei Türen, welche zu Aufenthaltsräumen führen. ist der Anforderungswert für die Fassade inkl. Türen umzusetzen.

Außenfenster von Instrumentenprobenräumen und Studios sind als Doppelkastenfenster mit einem Rw ≥ 60 dB anzunehmen.

Frage 84:
Ist es möglich, die stehenden Glasfassaden mit den Horizontallasten in das Bestandsmauerwerk einzuleiten?
Antwort:
Der Lastabtrag der Glasfassaden zum Kaiserdamm ist noch in Bearbeitung. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Fassaden an die Bestandsstahlkonstruktion angeschlossen werden und dass die Klinkerfassade keine Horizontallasten übernehmen wird.

Frage 85:
Welchen Ansprüchen muss die Klinkerfassade neben den beiden Glasfassaden gerecht werden? Gibt es hier bauphysikalische Vorgaben?
Antwort:
Die bestehende Klinkerfassade wird nach derzeitigem Stand nicht bauphysikalisch ertüchtigt.

Frage 86:
Welche Türanlagen werden im EG-Bereich gemäß FLB berücksichtigt?
Antwort:
In der FLB sind aktuell nur die 2x 4 St. doppelflg. Türanlagen Studio B angeführt. Ergänzend sollten in der Fassade 1 Stück doppelflg. Stahltüren, 2 Stück einflg. Stahlblechtür sowie 4 Stück einflg. Alu-Glas-Außentüren in den erforderlichen Qualitäten berücksichtigt werden (Positionierung 1.UG und EG).

Frage 87:
Die Schallschutzanforderungen mit 43 DB kann grundsätzlich von der Fassade aber sehr wahrscheinlich nicht von den Türkonstruktionen sichergestellt werden. Kann diese Annahme durch den AG bestätigt werden?
Antwort:
Siehe Frage 83

Frage 88:
Besteht die Möglichkeit, alternativ zu einer Glasdachkonstruktion auch eine ETFE Foliendachkonstruktion einzusetzen? Einen Vorteil sehen wir in der großflächigen Umsetzung der transparenten Flächen.
Antwort:
Die Möglichkeit wurde untersucht. Für ETFE Kissen liegen jedoch noch keine oder nur sehr aufwändige Lösungen vor, um Klopfgeräusche bei Niederschlag zu vermeiden. Der akustische Komfort wird jedoch sehr hoch bewertet. Grundsätzlich ist ein ETFE Kissendach aber denkbar, sofern eine akustische Beeinträchtigung ausgeschlossen werden kann. Bitte bieten Sie eine Foliendach als mögliche Alternative zum Glasdach an.

Frage 89:
Wir gehen davon aus, dass grundsätzlich die komplexe Glasdachfläche ohne Öffnungselemente ausgeführt wird. Die Öffnungselemente für die Entrauchung des Studios liegen ausschließlich in der Vertikalfassade. Als Verständnisfrage bitten wir um Aufklärung, inwieweit gemäß FLB Text Zitat: „In der Dachebene selbst werden keine Öffnungselemente integriert. Jedoch werden in die vertikalen Elemente der Dachkonstruktion Öffnungselemente für die Entrauchung des Newsroom integriert.“ Welche vertikalen Bereiche sind hier gemeint?
Antwort:
Bitte beachten Sie, dass es verschiedene Glasdächer gibt. In den Glasdächern der bestehenden Studios B und C (BT 2B/2C) wird es Öffnungen zur Entrauchung geben. Im Glasdach über dem Atrium des DMH sind bisher keine Öffnungsbereiche vorgesehen (die Entrauchung erfolgt an den vertikalen Längsseiten.

Neue Studios werden getrennt entraucht (Magazinstudio maschinell, Smart Studio ggf. natürlich über die Fassade).

Frage 90:
Die geplante Fassadenbefahranlage für das Glasdach News Room wird hinsichtlich ihrer Parkposition permanent sichtbar sein. Wir bitten hier um Mitteilung, wo die Parkposition bisher planerisch angedacht ist. Die Glasdächer der Studios werden von innen über entsprechende Hubsteiger gereinigt. Hier ist zu beachten, dass die Bodenlasten und die Zugänglichkeiten es sicherstellen, dass eine mobile Befahranlage den Innenraum erreichen kann und dann je nach Möblierung sämtliche Glasdachflächen von innen zu reinigen sind.
Antwort:
Eine Befahranlage für das Atriumglasdach des DMH hätte ihre Parkposition am östlichen Ende des Glasdachs und wäre über den darunterliegenden Raumbereich im 3.OG zugänglich. Eine Ausführung als Wartungsbrücke über die gesamte Breite oder als geteilte Anlage mit mehreren Schienen oder Auslegern muss noch betrachtet werden.

Frage 91:
Gibt es auf dem späteren Baugelände um den Neubau herum (späterer Campusbereich) Flächen die nicht genutzt werden dürfen, wie Feuerwehrzufahrten oder Eingangsbereiche?
Antwort:
Ja, es wird Flächen geben, die vom GU nicht genutzt werden dürfen. Diese werden im Logistikkonzept berücksichtigt und ausgewiesen.

Frage 92:
Wie ist die Schnittstelle zwischen bauseitigem Abbruch und Beginn GU Leistungen definiert? Wird eine fertige Baugrube übergeben oder ist diese Teil der ausgeschriebenen Leistung?
Antwort:
Es werden keine Baugruben übergeben. Erdarbeiten, welche für die Herstellung von Fundamenten o. ä. erforderlich sind, sind durch den GU auszuführen. Grobe Schnittstellendefinition zur Abbruchleistung vgl. Antwort auf Frage 44. Die Frage kann im Aufklärungsgespräch weiter präzisiert werden.

Frage 93:
gemäß Anlage 19 - Schnittstellenliste AG/AN - ist die Erstellung eines Baulogistikkonzeptes eine Leistung des AG.
Im Widerspruch hierzu ist die Erstellung eines Baulogistikkonzeptes
gemäß Anlage 20 ein Leistungsbild des AN.
Wir bitten um Klarstellung.
Antwort:
Über den AG wurde ein Baustellenlogistiker beauftragt, dessen Leistungsbild auch die Erstellung eines Logistikkonzeptes und eines Logistikhandbuchs beinhaltet. Etwaige sonstige erforderliche Leistungen sind durch den AN zu erbringen.

Frage 94:
Welche Flächen sind für den weiteren Betrieb des Außen-Geländes unbedingt notwendig? (z.B. Parkflächen, Eingänge für Personen mit eingeschränkte Mobilität, Notausgänge, Sicherheitsbereiche,…) Bzw. können alle umliegenden Flächen für die Baustelleneinrichtung verwendet werden.
Antwort:
Durch das Hinzuziehen eines Baulogistikers werden diese Flächen aktuell bestimmt. Bestehende Parkflächen werden zu Beginn der Maßnahmen beräumt. Die (Versorgungs-) Logistik und Zugänglichkeit angrenzender Gebäude müssen sichergestellt werden. Die umliegenden Flächen stehen somit nicht vollständig zur Verfügung. Weiterführende Informationen werden zum Aufklärungsgespräch erfolgen.

Frage 95:
Inwiefern kann der Lastenaufzug für den Materialtransport benutzt werden? Wird der Lastenaufzug durch rbb während der Baumaßnahme benutzt?
Antwort:
Der Lastenaufzug kann zum Materialtransport genutzt werden. Der rbb wird diesen für seine Betriebsabläufe nicht mehr nutzen. Die Planung und der spätere Austausch der Anlage im Zuge der Neubauleistungen ist Teil der Beauftragung.

Frage 96:
Sind weitere Baumaßnahmen im Gelände geplant, welche parallel mit den BT 1, BT2B und BT2C stattfinden? Wenn ja, welche Flächen würden in Anspruch nehmen?
Antwort:
Bitte beachten Sie dazu die Ausführung in der FLB unter 1.2.6.. Zusätzlich werden wir dazu, wie unter Frage 94 formuliert, noch im Bietergespräch aufklären.

Frage 97:
Ist das Gelände permanent überwacht oder soll für die Baustelle eine Bewachung außerhalb der Arbeitszeiten geplant werden?
Antwort:
Der rbb verfügt über einen 24 Stunden besetzten Empfangsdienst, zu dessen Aufgabe auch Kontrollgänge des Geländes gehören. Daher strebt der rbb an, die Baustelleneinrichtung außerhalb der Arbeitszeiten in diese Kontrollgänge einzubinden. Temporär könnten jedoch weitere Bewachungszeiten erforderlich sein, die durch den GU abzudecken sind.

Frage 98:
nach dem Bieterleitfaden ist "der im hiesigen Verfahren obsiegende Auftragnehmer in je-dem Fall verpflichtet ist, die gemeinsame Planungsphase der Leistungsphasen 3 und 4 mit dem Büro Baumschlager Eberle durchzuführen". Demzufolge sieht der 3. Absatz von Ziffer 3.1 des Entwurfs der Vereinbarung über die Planungsphase ("Preconstruction- und Partne-ring-Phase") vor, dass der AN das Architekturbüro Baumschlager und Eberle Architekten auf Basis eines weiteren im Wortlaut vorgegebenen Vertrages über Planungsleistungen beauf-tragen und in sein Planungsteam integrieren soll.
Der vorliegende Entwurf der Vereinbarung über die Planungsphase und der vorgegebene Vertrag über Planungsleistungen, den der AN mit dem Architekturbüro Baumschlager und Eberle abschließen soll, weichen allerdings in vielen Punkten voneinander ab. Eine "back-to-back"-Beauftragung und Leistungserbringung ist daher auf Basis der Unterlagen in ihrer derzeitigen Fassung nicht möglich.
Nur beispielhaft weisen wir auf nachfolgende Punkte hin:

- Regelung phasenweise Abruf (Ziffer 3.1 - Ziffer 3.3. Abs. 4, BEA

- Regelung zusätzliche Vergütungsansprüche (Ziffer 10.1-Ziffer 3.1, Abs. 8)

- 30-Tages-Frist (Ziffer 10.3 - Ziffer 10.4)

- Skonto-Regelung (§18, Abs. 3 - § 11, Abs. 4)

- Außergerichtliche Streitschlichtung (§20 - keine Regelung BEA)

Wie soll im weiteren Verlauf des Vergabeverfahrens mit den Widersprüchen umgegangen werden?

Antwort:
Sämtliche vorgenannten Themen können im Zuge der Verhandlungsrunden besprochen wer-den und, sofern erforderlich, werden diese in den fortgeschriebenen Vertragsunterlagen für das finale Angebot berücksichtigt. Die Bieter sind aufgefordert, ihre Vertragsanmerkungen mit dem Angebot einzureichen.