Christian Ulmen, Foto: Fabian Friedmann/ rbb
Bild: rbb

- Christian Ulmen

Der Schauspieler spielte schon in vielen Fernseh- und Kinoproduktionen mit. So ist er zum Beispiel im Weimarer Tatort als Ermittler Lessing unterwegs und am 4. Dezember in seinem neuen Kinofilm "Alles ist Liebe" zu sehen. Er ist der Überraschungsgast am ersten Drehtag der Kurzfilme im Columbiabad.

Steckbrief

Name:
Christian Ulmen

Alter:
39

Sternzeichen:
Jungfrau

Beschreiben Sie sich in fünf Worten:
Das mache ich nie, weil ich mich nicht selber betrachte. Ich kann andere Menschen in fünf Worten beschreiben. Mich selbst nie. Das ist das schlimmste, was es gibt, sich selbst zu beschreiben. Da weigere ich mich immer mit Händen und Füßen. Die Augen sollten nach außen gerichtet sein, nicht nach innen.

Beruf:
In erster Linie Schauspieler, dann freischaffender Künstler, Moderator und Produzent. Für mich entwächst das alles demselben Wunsch, etwas Kreatives zu machen.

Fünf Schauspieltipps von Christian Ulmen

1. Man muss bereit sein, sich für Rollen Bärte wachsen zu lassen, und damit auch im realen Leben rumlaufen, was ich gerade mache.

2. Man muss sich anziehen lassen können von Kostümbildnern und muss versuchen, seinen eigenen Geschmack etwas zurückzustellen.

3. Man muss sich als Schauspieler immer auf die Fantasie der anderen einlassen.

4. Man darf keine Make-Up-Allergie haben.

5. Man sollte immer versuchen, sein eigenes Ding zu machen, und daher auch keine Angst davor haben, in Schubladen gesteckt zu werden. Wird man eins mit der Figur, ist das ein großes Kompliment.

Interview mit Christian Ulmen

Welche Vorbilder haben Sie geprägt?
Mein erstes Vorbild war Axl Rose, Sänger der Rockband Guns 'n Roses, den fand ich cool, Im Alter von 14 bzw. 15 Jahren wollte ich so sein wie der. Später Günther Jauch und Harald Schmidt. Diese Leute haben mich geprägt, aber irgendwann orientiert man sich nicht mehr an anderen und macht eher seine eigenen Sachen.

An welchen Projekten arbeiten Sie gerade?
Gerade arbeite ich am Kinofilm "Alles ist Liebe", der am 4. Dezember 2014 in die deutschen Kinos kommt. Darin musste ich übrigens erstmals einen Mann küssen, weil ich in die Rolle eines Schwulen geschlüpft bin. Dazu drehen wir gerade einen Tatort Weimar, wo ich an der Seite von Nora Tschirner den Hauptkommissar Lessing spiele. "Macho Man" ist ein weiterer Kino-Film, an dem ich demnächst noch arbeiten werde. Das ist eine Roman-Verfilmung von Moritz Netenjakob. darin heirate ich eine Türkin und das hat einige Folgen für mich.

Was ist Ihre große Liebe?
Das, was ich jetzt gerade mache, ist eigentlich mein Hobby, meine Liebe. Schon als Kind wollte ich nie zur Schule gehen, sondern immer kreative Sachen machen. Und jetzt mache ich es einfach weiter. Ansonsten sind es die Kinder natürlich.

Gab es eine Lieblingsrolle?
Das gibt es eigentlich nicht. Das wäre genau so, wenn man sagen würde, dieses Kind ist mein liebstes. Es handelt sich immer um Projekte, in denen viel Arbeit steckt, die wahnsinnig intensiv sind. Ich denke einfach nicht darüber nach, welches Projekt ich am liebsten mochte. Es ist immer dieselbe Freude und dasselbe Leid.

Angenommen Ihre Kinder wollen Schauspieler werden. Würden Sie ihnen dazu raten?
Zunächst mal, können sie das machen, was sie wollen. Aber ich würde sie nicht dazu drängen, Schauspieler zu werden. Warum? Weil es ein sehr harter Beruf ist. Man braucht unheimlich viel Glück. Es gibt große Konkurrenz und zu Beginn wird man nicht reich damit. Man muss sehr ausdauernd sein, mitunter bis zu einem Jahr auf ein Drehbuch warten. Auch muss man mit der Verzweiflung umgehen können, wenn mal kein Angebot ins Haus flattert. Man sollte daher nie alleine auf das Schauspiel setzen und sich frühzeitig andere Standbeine suchen. Ich mache ja auch viele weitere Sachen parallel.

Können Sie sich an Ihren ersten Kuss erinnern?
Ja. Das war beim Eckenrechnen in der Schule. Da musste ich ein Mädchen küssen, weil ich verloren hatte oder so. Das war furchtbar, ganz schrecklich und peinlich. Es passierte ja vor anderen Schülern, die natürlich lachten und johlten.

Und an die erste Liebe?
Das war noch früher. Im Kindergarten. Der Name von ihr war Deborah. Ich habe sie vor kurzem wieder auf Facebook getroffen. Und da haben wir uns auch geschrieben. Sie konnte sich sogar noch an unsere Begegnung im Kindergarten erinnern.

Wie verhält es sich mit Ex-Freundinnen. Kontakt abbrechen oder ist eine weitere Freundschaft wichtig?
Es hängt immer damit zusammen, wie die Beziehung zu Ende gegangen ist. Eigentlich halte ich noch Kontakt, vor allem, wenn man mit der Ex ein Kind hat. Da bleibt der Kontakt nicht aus (lacht).

Das Interview führte Fabian Friedmann, rbb

Mehr Infos im Web

Infos über Christian Ulmen

Website: ulmen.tv

Kinofilm: Alles ist Liebe

Komödie | Deutschland | Universal
Kinostart: 4. Dezember 2014
Regie: Markus Goller
Darsteller: Nora Tschirner, Tom Beck Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring Katharina Schüttler, Fahri Yardim, Christian Ulmen, Friedrich Mücke, Inez Bjørg David und Elmar Wepper
Website: movies.universal-pictures-international-germany.de/allesistliebe/
Facebook:
facebook.com/allesistliebe.de

Inhalt: Weihnachten steht vor der Tür, und alle haben Ärger mit der Liebe: Kiki sehnt sich nach dem Mann für's Leben, und als er endlich vor ihr steht, kann sie ihn nicht leiden. Klaus weiß nicht, ob er seinen Viktor heiraten soll, Kerem versucht seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, Hannes will seine Clara zurück, die ihm die Affäre mit der Grundschullehrerin aber einfach nicht verzeihen kann, und Martin sucht nach der Frau, die er einst verlassen hat. Dann ist da noch die Sache mit dem Weihnachtsmann, ein verschwundenes Kaninchen, verzweifelte Kinder und der ganz normale Wahnsinn der Vorweihnachtszeit. Über all dem schönen Chaos schweben große Fragen: Wir alle wollen Liebe, aber wie liebt man wirklich? Was passiert dann? Und ist dieses Weihnachten überhaupt noch zu retten?
Quelle: Universal

Tatort mit Christian Ulmen

Nora Tschirner und Christian Ulmen bilden das Ermittlungs-Tandem Kira Dorn (Tschirner) und Lessing (Ulmen), das in Weimar dem Verbrechen auf der Spur ist.
Website: daserste.de

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