Gute Gene, schlechte Gene - Die Wahrheit über grüne Gentechnik

Maisfeld mit genetisch veränderten Pflanzen
imago/Paul von Stroheim

Die Sendung

Sven Oswald mit Forscher im Labor; Quelle: rbb
rbb

Die Wahrheit über grüne Gentechnik - Gute Gene - schlechte Gene

Gentechnik: 79 Prozent der Deutschen lehnen sie ab. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen konventioneller Züchtung und Genmanipulation bei Pflanzen. Dafür sorgen neue biotechnologische Methoden, allen voran die sogenannte Genschere CRISPR/Cas9.  

Wo wird Gentechnik bereits genutzt?

Quiz

die aktuelle diskussion

Eingriff ins Erbgut

Emanuelle Charpentier im Labor (Quelle: WDR)

Gentechnische Revolution

Professor Emanuelle Charpentier ist eine der Entdeckerinnen der Genschere CRISPR/Cas9. Eine Methode, die in den vergangenen Jahren für eine Revolution in der Genforschung gesorgt hat. Mit Hilfe dieser Genschere sollen sich AIDS, Krebs oder Erbkrankheiten heilen lassen.  

Gene verändern auch zu Hause?

geöffnetes Paket
Miseta Zsolt/ colourbox

Einfach experimentieren

Die "Gen-Schere" für die eigenen vier Wände: Was sonst hinter geschlossenen Türen großer Labore passiert, geht jetzt auch ganz einfach zu Hause - zumindest in den USA. Gentechnik leicht gemacht dank dem US-amerikanischem Start-up Odin. 

Kunst aus Wissenschaft

Kunstwerk von Emilia Tikka und die Künstlerin im Labor
Emilia Tikka

Die finnische Künstlerin Emilia Tikka war zwei Monate lang als Artist in Residence am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. Sie wollte ausloten, wie CRISPR-Cas9 unsere Zukunft verändern könnte. Das Ergebnis des ungewöhnlichen Austauschs zwischen Kunst und Wissenschaft ist ab dem 27. Oktober in einer Ausstellung im STATE Studio Berlin zu sehen. Außerdem gibt es im Rahmen der Berlin Science Week eine Veranstaltung zu den Werken der Finnin. Mehr Infos dazu finden Sie hier

 

Mehr im rbb

Ackerschmalwand (Quelle: rbb/Judith Rhode)
rbb/Judith Rhode

Talking Sciene - Pflanzen und Klimawandel - "Pflanzen können keine Jacke anziehen."

Trocken, trockener, Brandenburg. Im Mai und Juni dieses Jahres hat es so gut wie gar nicht geregnet. Noch dazu waren die Monate sehr heiß. Während Menschen das schöne Wetter genießen, Eis essen und baden gehen, wird das Extremwetter Pflanzen zum Verhängnis.

Das Getreide auf den Feldern ist „notreif“ – das heißt, es muss geerntet werden, obwohl Weizen, Roggen und Gerste kaum Körner enthalten. Doch warum kommen unsere Pflanzen so schlecht mit diesem Wetter zurecht? Unser rbb wissen-Moderator Sven Oswald hat einen Pflanzenforscher nach Lösungsmöglichkeiten gefragt.

Ein Schild mit der Aufschrift "Genfood", aufgenommen vor einem gentechnisch veränderten Maiskolben auf einem Feld (Bild: Zentralbild)
Patrick Pleul/Zentralbild/dpa

- Was ist die Crispr-Methode?

Der europäische Gerichtshof hat entschieden: Auch Organismen, die mit der so genannten Crispr-Methode verändert wurden, gelten als gentechnisch verändert und sind in den Mitgliedsländern der EU deshalb entsprechen zu prüfen und zu kennzeichnen. Was diese so genannte Gen-Schere kann und wie sie funktioniert, das bringt Inforadio-Redakteurin Marie Asmussen auf den Punkt.