Kind in orangefarbenem Hemd; Bild: rbb
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- Homöopathie bei Durchfallerkrankungen von Kindern

Die Ärztin und Epidemiologin Dr. Jenifer Jacobs, Professorin an der Universität Washington,  machte drei randomisierte, doppelblinde klinische Studien mit Kindern in Nicaragua und in Nepal. Dabei wurden jeweils homöopathische Arzneimittel mit Placebos verglichen. Insgesamt 247 Kinder waren in den drei Studien eingeschlossen. 

Es ging um die Behandlung von Durchfall, eine der häufigsten und immer noch auch tödlich verlaufenden Erkrankungen in armen Ländern.
 
Dr. Jenifer Jacobs bildete jeweils zwei Gruppen - Homöopathie- und Placebo-Gruppen - nach dem Zufalls- und Verblindungsprinzip. Beide Gruppen bekamen die Standardbehandlung bei Durchfall: eine orale Rehydratisierungsbehandlung. Beide bekamen auch täglich Kügelchen. Sie wussten nicht ob es ein Placebo war oder tatsächlich ein homöopathisches Mittel, das nach den Kriterien der klassischen Homöopathie individuell bestimmt worden war.
 
Von 230 Kindern liegen vollständige Daten vor. Sie zeigen, dass sich die Durchallrate in der Homöopathie-Gruppe verkürzte: von durchschnittlich 4 auf 3 Tage (genau 4,1 versus 3,3 ).
 
Original-Titel der Studie: 'Homeopathy for Childhood Diarrhea: Combined Results and Metaanalysis from Three Randomized, Controlled Clinical Trials'. Veröffentlicht in The Pediatric Infectious Disease Journal, 2003.