Tablet mit Aufschrift Fibromyalgie; Bild: imago stock& people/Zerbor
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- Parallelgruppenstudie bei Fibromyalgie

Die in Harvard und Stanford ausgebildete amerikanische Psychiaterin Professor Iris Bell der Universität Arizona untersuchte die Wirkung von Homöopathie bei der rheumatischen Erkrankung Fibromyalgie in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Parallelgruppenstudie.

62 Patienten (Durchschnittsalter 49 Jahre, 94 Prozent Frauen) wurden in einer privaten Klinik in Phoenix, Arizona, ein halbes Jahr lang homöopathisch behandelt. Alle zwei Monate wurden sie zu Behandlungen einbestellt.
 
Zwei homöopathisch ausgebildete Ärzte bestimmten bei den Besuchen in der Praxis das passende individuelle homöopathische Arzneimittel. Nach jedem Besuch schickten sie ein Fax an die Hahnemann Laboratories, San Rafael, CA, mit der aktuellen Auswahl der Arzneimittel und der Dosis. Von dort bekamen die Patienten eine Glasflasche zugeschickt. Je nachdem, zu welcher Gruppe sie eingeteilt waren, war darin entweder ein Placebo oder das aktive homöopathische Mittel. Die Aktiv- und Placebo-Flaschen waren nicht zu unterscheiden und nur mit Datum, Probandennummer und Flaschennummer gekennzeichnet
 
Die Teilnehmer wurden regelmäßig nach ihren Symptomen befragt: nach Schmerzen, Stimmung und Lebensqualität.

53 Patienten beendeten die Studie. Es zeigte sich, dass diejenigen, die Homöopathika bekamen, im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine signifikant größere Verbesserung ihrer Schmerzen erreichten und im durchschnitt weniger depressiv waren. Dies wurde gemessen mit dem für die Erkrankung üblichen Bewertungs-Schema (Anzahl der Druckpunkte, Empfindlichkeit der Druckpunkte, Lebensqualität, allgemeines Gesundheitszustand, Neigung zu Depressionen).
 
Originaltitel der Studie: 'Improved Clinical Status in Fibromyalgia Patients Treated with Individualized Homeopathic Remedies Versus Placebo', veröffentlicht im Mai 2004 in der Zeitschrift Rheumatology (Oxford).