Beatmungsschlauch; Bild: rbb
Bild: rbb

- Studie mit COPD-Patienten

Der Intensivmediziner Prof. Michael Frass testete an der Universitätsklinik Wien die Wirksamkeit des homöopathischen Mittels Kalium bichromicum. 50 Patienten, die unter der chronischen Lungenkrankheit COPD litten, nahmen an der Studie teil. Sie wurden auf der Intensivstation künstlich beatmet. 

Eine generelle Schwierigkeit bei solchen Patienten besteht darin, den Beatmungsschlauch wieder zu entfernen, da sich durch die Krankheit zu viel Schleim bildet. Auch wenn sich die Lunge schon wieder erholt hat, lässt sich der Schlauch deshalb oft nicht ziehen, da die Patienten sonst ersticken. Die Beatmung muss dann verlängert werden. 

Bei der doppelblinden, randomisierten Studie wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bekam zusätzlich zur herkömmlichen Medikation ein homöopathisches Mittel, die andere ein Placebo. Dabei wurden zweimal täglich jeweils fünf Kügelchen verabreicht. Parallel dazu wurde die Menge des sogenannten Trachealsekrets (Schleimbildung) gemessen, die Zeit bis zur erfolgreichen Extubation (Entfernung des Beatmungsschlauches) und die Verweildauer auf der Intensivstation aufgezeichnet. 

Die Studie zeigte, dass die homöopathisch behandelten Patienten weniger Schleim bildeten und früher vom Beatmungsschlauch befreit werden konnte (drei gegenüber sechs Tagen). Im Schnitt konnten sie fast doppelt so schnell wie die Placebogruppe von der Intensivstation entlassen werden (nach rund vier statt fast acht Tagen).
 
Die Studie wurde 2005 in der Zeitschrift Chest veröffentlicht: 'Influence of Potassium Dichromate on Tracheal secretions in Critically Ill Patients'.