Prof. Ortwin Renn (Quelle: IASS/Lotte Ostermann)
Bild: IASS/Lotte Ostermann

Prof. Dr. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS Potsdam) - Belastungsgrenze der Erde fast erreicht

Es gilt, nachhaltiger zu leben und zu wirtschaften. Die Vereinten Nationen haben einen Kanon von Nachhaltigkeitszielen aufgestellt, der als Leitfaden für eine schöpfungsgerechte Weltpolitik dient. Auch wir in Deutschland verfehlen eine Reihe der hehren Ziele. Was also ist zu tun? Jeder und jede kann bei sich anfangen: Nur das konsumieren, was man wirklich braucht, Schluss mit der Wegwerfmentalität, auf Ökostrom umsteigen, möglichst viele Strecken mit Fahrrad, Bus und Bahn zurücklegen und den Fleischkonsum einschränken. Natürlich müssen auch globale Akteure, wie große Unternehmen und politische Institutionen, mit gutem Beispiel vorangehen. Aber es reicht nicht, den Finger auf andere zu richten. Wenn alle beim nachhaltigen Leben mitmachen, ist es kein Verzicht, sondern eine gemeinschaftliche Neuorientierung, bei der wir Lebensfreude gewinnen können.