Jonas Bosslet bedient Rover; Bild: rbb/weltrecorder
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Streetphilosophy - Bedien dich der Technik!

Was passiert mit dem Menschen, wenn er sich nur noch auf Technik, Software und Roboterhelfer verlässt? Verkümmert er dadurch? Oder wird sein Leben besser und einfacher? Um das herauszufinden, lässt sich Jonas Bosslet von einer digitalen Sprachassistentin durch die Straßen Berlins navigieren.

Jonas Bosslet trifft den Kurier Max Siering, der voll und ganz auf sein Rennrad schwört. Eine alte Erfindung, die noch immer unschlagbar einfach und effizient ist: Technik, Intelligenz und Muskelkraft greifen perfekt ineinander, der Mensch verschmilzt mit der Maschine. Die BJJ-Kämpferin Barbara Ruiken dagegen macht sich Körpertechniken zunutze, um Gegner bezwingen zu können, die stärker und größer sind als sie. Was macht dieses Wissen mit ihr? Kann sie sich dadurch auch sonst im Leben besser durchsetzen? Grundsätzlich bedeutet Technik immer auch Macht. Der Mensch ist ein "Mängelwesen" und braucht Technik zur Erweiterung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Darüber spricht Jonas mit Philosoph Marco Weimer, mit dem er in einer alten Industrieanlage in Brandenburg verabredet ist. Der Fotokünstler Maciej Markowicz hat sich einen Traum erfüllt: Er hat sich ein Boot gebaut, das zugleich so etwas wie eine schwimmende Kamera ist. Mit ihm schippert Jonas über die Spree in den Sonnenuntergang. Maciej fragt nach dem Sinn des technologischen Fortschritts: Brauchen wir wirklich jedes neue Smartphone? Gibt es eine Grenze, die wir nicht überschreiten sollten? Oder liegt es einfach in unserer Natur, dass wir immer höher hinaus wollen, bis wir irgendwann den Mars besiedelt haben? In Berlin-Marzahn basteln die PTScientists genau daran: an Rovern, die sie in den Weltraum schießen wollen. Ingenieur Karsten Becker erklärt Jonas, was hinter der Idee steckt und welchen Vorteil das der Menschheit bringt.