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Schießen Brandenburgs Jäger zu selten (Quelle: imago/Joker)
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Abschussgenehmigung

Sie bezeichnet die Erlaubnis, ein Tier mit einer Schusswaffe zu töten. Für Wildtiere wird diese Genehmigung jagdrechtlich durch Jagd- und Schonzeiten im Rahmen eines Abschussplanes festgelegt. Wölfe stehen in ganz Deutschland unter Naturschutz, das heißt, sie dürfen nicht geschossen werden. In Gegenden wie zum Beispiel der Lausitz, wo Wölfe vermehrt auch Nutztiere reißen, fordern einige Bauern eine Abschussgenehmigung von Wölfen.  

Heulender Wolf (Quelle: imago/allOver-MEV)
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Alpha-Wolf / Leitwolf

Alpha ist der erste Buchstabe im griechischen Alphabet. Im Wolfsrudel ist der Alpha-Rüde der erste, der ranghöchste unter den Rüden. Eine Alpha-Wölfin ist demzufolge das ranghöchste Weibchen im Rudel. 

Symbolbild: Am Donnerstagmorgen, den 01.12.16, ist in der Lausitz ein Auto mit einem Wolf kollidiert (Quelle: imago/Rainer Weisflog)
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Autopsie/Obduktion

Die Untersuchung einer Leiche, vornehmlich um die Todesursache festzustellen. Tote Wölfe werden im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin untersucht. Die meisten Wölfe kommen bei Verkehrsunfällen ums Leben, einige werden aber auch erschossen. Dann wird Anzeige erstattet.  

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Ein Wolf reißt Damwild (Quelle: imago/blickwinkel)
(Quelle: imago/blickwinkel)

Beuteschema / Beutetiere

Wölfe jagen große Wildtiere wie Elche, Hirsche und Rehe, verzehren aber auch Kleintiere und pflanzliche Nahrung. Als höchst lernfähige Jäger entscheiden sie sich für diejenige Beute, die am einfachsten zu haben ist. Menschen zählen nicht zum Beuteschema der Wölfe. 

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Wolf in der Schorfheide, Foto: imago stock&people
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Canis Lupus

Die lateinische Bezeichnung für den Wolf. Canis bezeichnet dabei die Gattung (Wolfs- und Schakalartige) und Lupus die Art (Wolf). 

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Deutscher Schäferhund (Quelle: imago/Westend61)
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Domestikation

Haustierwerdung, die Umwandlung einer Wildtierart zum Haustier durch den Menschen. Jeder Domestikation geht eine Zähmung der Wildtiere voraus. Diese dauert viele Generationen und führt dazu, dass das Haustier am Ende vom Menschen abhängig ist. Aus domestizierten Wölfen entstanden Haushunde.  

Europäischer Grauwolf, Quelle: imago/blickwinkel
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Duftmarke

Viele Tiere, darunter auch Wölfe und Hunde, kennzeichnen ihr Revier mit Hilfe von Urin oder Kot. Die Duftmarken setzen sie möglichst auffällig ab.  

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Jäger mit Gewehr im Anschlag (Quelle: imago/Blickwinkel)

Entnahme

Die gezielte Tötung eines Wolfes. Sie muss aus einem bestimmten Grund erfolgen und muss von der Obersten Naturschutzbehörde genehmigt werden. Gründe für die Entnahme eines Wolfs können zum Beispiel sein, dass dieser sich auf das Reißen von Nutztieren spezialisiert, seine Scheu vor Menschen verloren hat oder durch eine Kreuzung zwischen Wolf und wildem Hund entstanden ist.  

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Eine Wolfsspur im Tagebau Nochten in Sachsen. (Quelle: imago)
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Fährte

Als Fährte werden die auf dem Erdboden oder im Schnee hinterlassenen Trittsiegel eines Tieres inklusive der anhaftenden Duftmoleküle bezeichnet. Ein typisches Merkmal einer Wolfsspur ist u.a. dass der Wolf im Trab oft schnürt. Das bedeutet er setzt die Hinterpfote in den Abdruck der Vorderpfote der selben Körperhälfte. Es entsteht ein typischer Doppelabdruck.  

Fotofalle im Wald (Quelle: imago/blickwinkel)
imago/blickwinkel

Fotofalle

Eine Kamera, die mit einem Bewegungsmelder, einem Infrarot-Sensor oder einer Lichtschranke ausgestattet ist. Verwendet werden solche Fotofallen, um Aufnahmen wildlebender Tiere zu machen. Für das Wolfsmonitoring sind Fotofallen unverzichtbar, sie dienen dazu, Einzeltiere oder Rudel nachzuweisen. 

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Wölfe, Quelle: colourbox
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Gattung

Der Begriff Gattung bezeichnet eine Rangstufe in der biologischen Systematik. Gattung steht dabei oberhalb der des Begriffs Art und unterhalb der Bezeichnung Familie.
So heißt der Wolf z.B. "Canis lupus". "Canis" bezeichnet dabei die Gattung, "lupus" die Art. ln der Gattung Canis werden mehrere eng verwandte Arten zusammengefasst, wie der Kojote (Canis latrans) oder der Goldschakal (Canis aureus). 

Illustration: Forschung - Ein Labor mit Gläsern (Bild: colourbox.com)
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Genetische Analysen

Kot und Haare von Wolfen werden von Forschern genetischt analysiert. Äußerlich betrachtet können Wolfs- und Hundehaare nämlich nicht auseinandergehalten werden.  

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Eine Straße führt durch einen Wald (Quelle: colourbox)
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Habitat

Ein Habitat ist ein Lebensraum. Der Begriff bezeichnet in der Biologie den charakteristischen Aufenthaltsbereich einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart. Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Wölfe sind lern- und anpassungsfähig. Sie streifen durch menschliche Siedlungen, überqueren Straßen und Bahngleise, besuchen - wie in Rumänien beobachtet - nachts Mülldeponien und kehren morgens in aller Ruhe in ihr Habitat zurück. Für die Aufzucht der Jungen brauchen sie jedoch Räume, in denen sie ungestört sind. Ein Leben wie "Stadtfüchse" in Großstädten können Wölfe nicht führen.  

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Jäger und Zuschauer betrachten die Beute der Jagdstrecke der Hubertusjagd am 27.10.2001 in Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. (Quelle: imago/Hohlfeld)

Jagdrecht

Das Bundesjagdgesetz enthält alle Regelungen zum Abschuss wilder Tiere. Es bestimmt die jagdbaren Tiere, d.h. was als Wild definiert wird und enthält Vorschriften zur Jagdausübung. Es regelt, wer wann was, wo und wie jagen darf. Laut Jagdrecht dürfen Wölfe nicht geschossen werden. Sie stehen unter strengem Schutz.

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Ein Wolf hat ein Schaf gerissen (Quelle: imago/blickwinkel)
imago/blickwinkel

Kehlbiss

Der Wolf tötet Beutetiere von der Größe eines Schafs oder eines Rehs durch einen Biss in die Kehle, wobei er die Beute so lange festhält, bis sie erstickt ist. 

Wolf im Schnee (Quelle: imago)
imago/epd

Kreuzung

Die Paarung zweier Tiere verschiedener, aber nahe verwandter Arten. Kreuzungen beim Wolf entstehen zum Beispiel durch Paarung mit wilden Hunden. Die dadurch entstandenen wilden Wolfshybriden müssen in Deutschland entnommen – also getötet werden. Durch gezielte Verpaarung von Wölfen und Hunden werden Wolfshybride gezüchtet, die illegal gehandelt werden.  

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Ein Wolfsrudel im Wald (Quelle: imago/ blickwinkel)
imago stock&people/ blickwinkel

Leitwolf / Alpha-Wolf

Alpha ist der erste Buchstabe im griechischen Alphabet. Im Wolfsrudel ist der Alpha-Rüde der erste, der ranghöchste unter den Rüden. Eine Alpha-Wölfin ist demzufolge das ranghöchste Weibchen im Rudel. 

Wolfskot (Quelle: rbb/Heiderose Häsler)
rbb/Heiderose Häsler

Losung

Der Begriff bezeichnet den Kot des Wolfs. Er wird häufig auf oder am Rand von Wegen und Wechseln abgesetzt. Wissenschaftler nutzen ihn für genetische Analysen 

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Betäubter Wolf mit einem Sender-Halsband (Quelle: Koehnemann/ Michler Gillich
Koehnemann/ Michler Gillich

Monitoring

Unter Monitoring versteht man die regelmäßige, systematische wissenschaftlichen Beobachtung von Wölfen nach vorgegebenen Methoden und Kriterien. Die Untersuchung von Wolfsspuren und –losung liefert dabei indirekte Hinweise auf die Präsenz von Wölfen in der Region. Außerdem werden selbstauslösende Fotokameras, sogenannte „Fotofallen“ an Orten platziert, an denen sich vermutlich Wölfe aufhalten. Die Kameras sind mit einem Infrarotsensor ausgestattet, der auf Bewegungen im Sichtfeld der Kamera reagiert und ein Foto auslöst. Anhand der Aufnahmen sowie durch genetische Untersuchungen der Losung können einzelne Individuen bestimmt werden. Die Besenderung einzelner Tiere gibt Aufschluss über das Wanderverhalten von Wölfen. Zu diesem Zweck wird dem zuvor gefangenen und betäubten Tier ein Sender angelegt, der regelmäßig Daten zum Aufenthaltsort des Tieres an einen Empfänger überträgt. Aus den Daten können dann Informationen über die zurückgelegte Strecke eines wandernden Wolfes oder über die Größe und Nutzung des Territoriums eines niedergelassenen Wolfes gewonnen werden. 

Heulende Wölfe (Canis lupus) im Wildpark Schorfheide bei Groß Schönebeck. (Quelle: imago/Hohlfeld)
imago/Hohlfeld

Managementplan

Die einzelnen Bundesländer haben Handlungsanleitungen für den Umgang mit den großen Beutegreifern Wolf, Bär und Luchs erarbeitet. Geregelt sind unter anderem Fragen der Entschädigung bei Rissen von Nutztieren, Hilfe bei Schutzmaßnahmen und Aktionen zur Aufklärung der Bevölkerung. 

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Wolf schnuppert an Zweig und nimmt Fährte auf. Quelle: imago/blickwinkel
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Nachweis

Wissenschaftler und zuständige Behörden unterscheiden Hinweise auf Wölfe in unterschiedliche Qualitäten. Prinzipiell sprechen sie von Nachweisen, Hinweisen und Falschmeldungen. Drei Kategorien werden vergeben: C1, C2 und C3. Als Nachweis (C1) für einen Wolf gelten ausschließlich harte Fakten, also ein lebend gefangenes Tier, ein Totfund, ein genetischer Nachweis, ein Foto oder die Ortung eines Wolfes, der mit einem Senderhalsband ausgestattet ist. Hinweise werden noch einmal in bestätigte Hinweise (C2) und unbestätigte Hinweise (C3) unterteilt. „Bestätigt“ (also C2) sind Hinweise dann, wenn eine erfahrene Person den Hinweis überprüft und bestätigt hat. Erfahrene Personen sind in der Regel Wildbiologen, die dafür speziell ausgebildet und beauftragt worden sind. Unbestätigte Hinweise können auch noch einmal in „wahrscheinlich“ und „unwahrscheinlich“ klassifiziert werden.

Quelle: Förderkreis freilebender Wölfe e.V. 

Vier Wolfswelpen (Quelle: imago/blickwinkel)
imago/blickwinkel

Naturschutz

Der Wolf steht in Deutschland und ganz Europa unter strengem Schutz. Das heißt, er darf nicht gejagt werden.

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Wolf im CT (© Guido-Fritsch/IZW)

Obduktion/Autopsie

Die Untersuchung einer Leiche, vornehmlich um die Todesursache festzustellen. Tote Wölfe werden im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin untersucht. Die meisten Wölfe kommen bei Verkehrsunfällen ums Leben, einige werden aber auch erschossen. Dann wird Anzeige erstattet.  

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heulendes Wolfsrudel auf einer Waldlichtung. Quelle: imago/blickwinkel
imago/blickwinkel

Population

Der Gesamtbestand von Wölfen in einer bestimmten Region.  

Zwei Wölfe fressen, Quelle: imago/imagebroker
imago stock&people

Prädator

Prädator (lat. Praedatio = Beutemachen, Plündern, Rauben) bezeichnet in der Biologie einen Organismus, der einen anderen zum Zweck der Nahrungsaufnahme nutzt und dabei meist tötet. Ein Prädator ist demzufolge ein Raubtier, sein Opfer ein Beutetier. Auch ein Wolf ist ein Prädator, da er seine Beutetiere tötet.  

Der Wolf und das liebe Wild (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
rbb/Brandenburg aktuell

Problemwolf

Als Problemwolf gilt ein Wolf dann, wenn er verhaltensauffällig ist, sich ohne Scheu Menschen nähert, wiederholt Nutztiere reißt und zur Gefahr für Menschen werden könnte. Dann darf das Umweltministerium eine Abschussgenehmigung für dieses Tier erteilen.  

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Kämpfende Wölfe in Rheinland-Pfalz. (Quelle: imago/Harry Laub)
imago/Harry Laub

Rangordnung

Die Summe aller Rangbeziehungen in einer Gruppe. Im Wolfsrudel gibt es zwei Rangordnungen, eine für die Rüden und eine für die Weibchen. Die älteren Rüden sind zwar auch jüngeren Weibchen überlegen, genauso wie das Alpha-Weibchen den jüngeren Rüden überlegen ist. Wirkliche Rangkämpfe aber gibt es nur zwischen Tieren gleichen Geschlechts. 

Wölfe bei der Paarung (Quelle: imago/Rainer Bernwarth)
imago/Rainer Bernwarth

Ranzzeit

Die Paarungszeit bei Wölfen, Füchsen und anderen Hundeartigen (Caniden). 

Grauer Wolf in seinem Revier (Quelle: Colourbox)
Colourbox

Revier

Lebensraum eines Tieres, der gegen fremde Artgenossen verteidigt wird. 

Ein Wolf reisst ein Schaf (Quelle: imago/blickwinkel)
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Riss

Erlegen eines Beutetieres.  

Gebiss eines Wolfs (Quelle: imago/ Arnulf Hettrich)
imago/ Arnulf Hettrich

Rissgutachter

Rissgutachter untersuchen getötetes Schalenwild (zum Beispiel Rothirsche), Schafe und Kälber. Anhand der Verletzungen und dem Zustand der Tiere kann auch hier eine Unterscheidung zwischen dem Wolf und dem Hund als Verursacher vorgenommen werden. Das Gebiss von Wölfen hinterlässt charakteristische Spuren.  

Ein Rudel Wölfe heult im Wald (Quelle: imago/blickwinkel)
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Rudel

Das Rudeldasein ist eine weit entwickelte Form des Soziallebens unter Tieren. Wölfe bilden eine Einheit, geben aber ihre Individualität nicht auf. Sie hetzen ihre Beute im Kollektiv und sind dabei sehr erfolgreich. Auch Großwild (Bison, Elch etc.), das ein Einzeljäger nie besiegen könnte, wird vom Rudel getötet. Im Rudel gibt es eine klare Rangordnung, an der Spitze steht der Leitwolf. Nahrung wird entsprechend der Rangordnung verteilt. 

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Kahlwild,weiblicher Hirsch (Quelle: Colourbox)
Colourbox

Schalenwild

Als Schalenwild bezeichnet man alle Paarhufer, die dem Jagdrecht unterliegen. Ihre Klauen werden in der Jägersprache als Schalen bezeichnet. Zum Schalenwild gehören Rotwild (Echte Hirsche), Damwild, Schwarzwild (Wildschwein), Rehwild, Muffelwild (Mufflon) und Elch. Alle Arten Schalenwild zählen zu den Beutetieren des Wolfs.  

Wolfsspuren im Schnee (Quelle: imago/blickwinkel)
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Spurenlesen

Das Spurenlesen ermöglicht es, Wölfe und Wolfsrudel nachzuweisen. Die Tiere hinterlassen charakteristische Abdrücke im Schnee, die sich weniger in der Form als in den Abständen und der Linienführung von denen eines Hundes unterscheiden. 

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Lederhalsband mit Sender (Quelle: rbb)
rbb

Telemetrie

Das Monitoring mittels Telemetrie ist eine häufig angewendete wissenschaftliche Methode in der Wildtierforschung, die zur Ermittlung von Erkenntnissen der räumlichen Ausbreitung und Lebensweise der Wölfe und zur Erforschung des Verhaltens von abwandernden Wölfen eingesetzt wird. Das Besendern eines Wolfes (Anbringen eines speziellen Halsbandes mit Sender) ist sehr zeitaufwendig und nicht immer ganz einfach, da das Tier zuerst aufgespürt, eingefangen und betäubt werden muss. Unter Betäubung wird das Tier dann untersucht und ausgemessen und zum Schluss dann ein Senderhalsband angepasst. Mit Hilfe solcher Senderhalsbänder lassen sich die Tiere aus der Entfernung lokalisieren, ohne sie zu stören oder ihr Verhalten zu beeinträchtigen. Durch eine häufige und periodische Positionsbestimmung können zum Beispiel die Ausdehnung eines Revieres oder Lebensraumes bestimmt und Wanderrouten verfolgt werden. 

Wolfsspur im Schnee (Quelle: imago/imagebroker/von düren)
imago/imagebroker/von düren

Trittsiegel

Ein typisches Merkmal einer Wolfsspur ist u.a. dass der Wolf im Trab oft schnürt. Das bedeutet er setzt die Hinterpfote in den Abdruck der Vorderpfote der selben Körperhälfte. Es entsteht ein typischer Doppelabdruck. 

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Wolf auf der Straße (imago/ imagebroker)
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Unfälle

Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache von Wölfen. Gehäuft treten die Unfälle im Herbst auf – wenn Jungwölfe ihre Rudel verlassen, um eigene Rudel zu gründen. Auf der Suche nach neuen Revieren müssen die Tiere oft Straßen überqueren.  

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Wolf auf Streifzug in der abendlichen Dämmerung. Quelle: imago/blickwinkel
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Verhaltensauffälligkeit

Als verhaltensauffällig gilt ein Wolf dann, wenn er wiederholt Nutztiere reißt oder sich Menschen bzw. menschlichen Siedlungen ohne Scheu nähert. Oft sind derartige Verhaltensauffälligkeiten durch den Menschen selbst bedingt. Füttern von Wölfen führt beispielsweise dazu, dass die von Natur aus zurückgezogen lebenden Tiere ihre Scheu vor Menschen verlieren. Verhaltensauffällige Wölfe gelten dann als sogenannte Problemwölfe, die nach einer Genehmigung durch das Umweltministerium geschossen werden dürfen.  

Indischer Wolf (Quelle: imago/ Nature Picture Library)
imago/ Nature Picture Library

Vorkommen

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Landraubtier der Erde. Ursprünglich war er in der gesamten nördlichen Hemisphäre (nördlich des 15. Breitengrades) vertreten. Es gab ihn von den polaren Eiswüsten in Nordamerika bis zu den tropischen Regenwälder und Wüstenregionen von Mexiko, in ganz Eurasien und in Nordafrika. Innerhalb dieses Riesenareals war seine Verbreitung fast flächendeckend. Der Lebensraum der extrem anpassungsfähigen Wölfe ist sehr unterschiedlich. Er lebt im Flachland und im Gebirge, in Tundren, Wäldern und Wüsten.  

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Wolfsfamilie/imago stock&people/Landsca
imago stock&people/Landsca

Welpe

Junges von einem Wolf oder Hund. Wenn der Welpe ungefähr mit einem halben Jahr stark genug geworden ist, um mit den Älteren mitlaufen zu können, nennt man ihn Jungwolf. 

Ein Wolf vor der Wolfshöhle. (Quelle: colourbox)
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Wolfsbeauftragter

Professionelle Wolfsbeauftragte, meist Förster oder Wildbiologen und ehrenamtliche Wolfsberater gehen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Sie sind geschult, Belege für Wolfsvorkommen zu dokumentieren, Risse zu begutachten und einzuordnen. Außerdem beraten sie betroffene Tierhalter. 

Wolf vor einem Zaun. (Quelle: imago/blickwinkel)
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Wolfszaun

Elektrischer oder mechanischer Zaun zum Schutz einer Haustierherde gegen Wölfe.  

Vier Wolfswelpen mit ihrer Mutter (Quelle: imago/ blickwinkel)
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Wolfswelpen

Gesamtheit der auf einmal geborenen Jungen eines Muttertieres. 

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Zähneblecken - exemplarisch dargestellt an einem ausgestopften Wolf (Quelle: colourbox)
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Zähneblecken

Das Hochziehen der Lippen von einem Wolf oder Hund, wobei die Zähne sichtbar werden. Tritt fast immer in Verbindung mit Knurren auf und ist ein Drohsignal.