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Schießen Brandenburgs Jäger zu selten (Quelle: imago/Joker)
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Abschussgenehmigung

Sie bezeichnet die Erlaubnis, ein Tier mit einer Schusswaffe zu töten. Für Wildtiere wird diese Genehmigung jagdrechtlich durch Jagd- und Schonzeiten im Rahmen eines Abschussplanes festgelegt. Wölfe stehen in ganz Deutschland unter Naturschutz, das heißt, sie dürfen nicht geschossen werden. In Gegenden wie zum Beispiel der Lausitz, wo Wölfe vermehrt auch Nutztiere reißen, fordern einige Bauern eine Abschussgenehmigung von Wölfen.  

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Wölfe, Quelle: colourbox
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Gattung

Der Begriff Gattung bezeichnet eine Rangstufe in der biologischen Systematik. Gattung steht dabei oberhalb der des Begriffs Art und unterhalb der Bezeichnung Familie.
So heißt der Wolf z.B. "Canis lupus". "Canis" bezeichnet dabei die Gattung, "lupus" die Art. ln der Gattung Canis werden mehrere eng verwandte Arten zusammengefasst, wie der Kojote (Canis latrans) oder der Goldschakal (Canis aureus). 

Illustration: Forschung - Ein Labor mit Gläsern (Bild: colourbox.com)
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Genetische Analysen

Kot und Haare von Wolfen werden von Forschern genetischt analysiert. Äußerlich betrachtet können Wolfs- und Hundehaare nämlich nicht auseinandergehalten werden.  

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Jäger und Zuschauer betrachten die Beute der Jagdstrecke der Hubertusjagd am 27.10.2001 in Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. (Quelle: imago/Hohlfeld)

Jagdrecht

Das Bundesjagdgesetz enthält alle Regelungen zum Abschuss wilder Tiere. Es bestimmt die jagdbaren Tiere, d.h. was als Wild definiert wird und enthält Vorschriften zur Jagdausübung. Es regelt, wer wann was, wo und wie jagen darf. Laut Jagdrecht dürfen Wölfe nicht geschossen werden. Sie stehen unter strengem Schutz.

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Ein Wolf hat ein Schaf gerissen (Quelle: imago/blickwinkel)
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Kehlbiss

Der Wolf tötet Beutetiere von der Größe eines Schafs oder eines Rehs durch einen Biss in die Kehle, wobei er die Beute so lange festhält, bis sie erstickt ist. 

Wolf im Schnee (Quelle: imago)
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Kreuzung

Die Paarung zweier Tiere verschiedener, aber nahe verwandter Arten. Kreuzungen beim Wolf entstehen zum Beispiel durch Paarung mit wilden Hunden. Die dadurch entstandenen wilden Wolfshybriden müssen in Deutschland entnommen – also getötet werden. Durch gezielte Verpaarung von Wölfen und Hunden werden Wolfshybride gezüchtet, die illegal gehandelt werden.  

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Ein Wolfsrudel im Wald (Quelle: imago/ blickwinkel)
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Leitwolf / Alpha-Wolf

Alpha ist der erste Buchstabe im griechischen Alphabet. Im Wolfsrudel ist der Alpha-Rüde der erste, der ranghöchste unter den Rüden. Eine Alpha-Wölfin ist demzufolge das ranghöchste Weibchen im Rudel. 

Wolfskot (Quelle: rbb/Heiderose Häsler)
rbb/Heiderose Häsler

Losung

Der Begriff bezeichnet den Kot des Wolfs. Er wird häufig auf oder am Rand von Wegen und Wechseln abgesetzt. Wissenschaftler nutzen ihn für genetische Analysen 

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Betäubter Wolf mit einem Sender-Halsband (Quelle: Koehnemann/ Michler Gillich
Koehnemann/ Michler Gillich

Monitoring

Unter Monitoring versteht man die regelmäßige, systematische wissenschaftlichen Beobachtung von Wölfen nach vorgegebenen Methoden und Kriterien. Die Untersuchung von Wolfsspuren und –losung liefert dabei indirekte Hinweise auf die Präsenz von Wölfen in der Region. Außerdem werden selbstauslösende Fotokameras, sogenannte „Fotofallen“ an Orten platziert, an denen sich vermutlich Wölfe aufhalten. Die Kameras sind mit einem Infrarotsensor ausgestattet, der auf Bewegungen im Sichtfeld der Kamera reagiert und ein Foto auslöst. Anhand der Aufnahmen sowie durch genetische Untersuchungen der Losung können einzelne Individuen bestimmt werden. Die Besenderung einzelner Tiere gibt Aufschluss über das Wanderverhalten von Wölfen. Zu diesem Zweck wird dem zuvor gefangenen und betäubten Tier ein Sender angelegt, der regelmäßig Daten zum Aufenthaltsort des Tieres an einen Empfänger überträgt. Aus den Daten können dann Informationen über die zurückgelegte Strecke eines wandernden Wolfes oder über die Größe und Nutzung des Territoriums eines niedergelassenen Wolfes gewonnen werden. 

Heulende Wölfe (Canis lupus) im Wildpark Schorfheide bei Groß Schönebeck. (Quelle: imago/Hohlfeld)
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Managementplan

Die einzelnen Bundesländer haben Handlungsanleitungen für den Umgang mit den großen Beutegreifern Wolf, Bär und Luchs erarbeitet. Geregelt sind unter anderem Fragen der Entschädigung bei Rissen von Nutztieren, Hilfe bei Schutzmaßnahmen und Aktionen zur Aufklärung der Bevölkerung. 

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Wolf im CT (© Guido-Fritsch/IZW)

Obduktion/Autopsie

Die Untersuchung einer Leiche, vornehmlich um die Todesursache festzustellen. Tote Wölfe werden im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin untersucht. Die meisten Wölfe kommen bei Verkehrsunfällen ums Leben, einige werden aber auch erschossen. Dann wird Anzeige erstattet.  

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Zwei Wölfe fressen, Quelle: imago/imagebroker
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Prädator

Prädator (lat. Praedatio = Beutemachen, Plündern, Rauben) bezeichnet in der Biologie einen Organismus, der einen anderen zum Zweck der Nahrungsaufnahme nutzt und dabei meist tötet. Ein Prädator ist demzufolge ein Raubtier, sein Opfer ein Beutetier. Auch ein Wolf ist ein Prädator, da er seine Beutetiere tötet.  

Der Wolf und das liebe Wild (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
rbb/Brandenburg aktuell

Problemwolf

Als Problemwolf gilt ein Wolf dann, wenn er verhaltensauffällig ist, sich ohne Scheu Menschen nähert, wiederholt Nutztiere reißt und zur Gefahr für Menschen werden könnte. Dann darf das Umweltministerium eine Abschussgenehmigung für dieses Tier erteilen.  

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Kämpfende Wölfe in Rheinland-Pfalz. (Quelle: imago/Harry Laub)
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Rangordnung

Die Summe aller Rangbeziehungen in einer Gruppe. Im Wolfsrudel gibt es zwei Rangordnungen, eine für die Rüden und eine für die Weibchen. Die älteren Rüden sind zwar auch jüngeren Weibchen überlegen, genauso wie das Alpha-Weibchen den jüngeren Rüden überlegen ist. Wirkliche Rangkämpfe aber gibt es nur zwischen Tieren gleichen Geschlechts. 

Wölfe bei der Paarung (Quelle: imago/Rainer Bernwarth)
imago/Rainer Bernwarth

Ranzzeit

Die Paarungszeit bei Wölfen, Füchsen und anderen Hundeartigen (Caniden). 

Grauer Wolf in seinem Revier (Quelle: Colourbox)
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Revier

Lebensraum eines Tieres, der gegen fremde Artgenossen verteidigt wird. 

Ein Wolf reisst ein Schaf (Quelle: imago/blickwinkel)
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Riss

Erlegen eines Beutetieres.  

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Lederhalsband mit Sender (Quelle: rbb)
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Telemetrie

Das Monitoring mittels Telemetrie ist eine häufig angewendete wissenschaftliche Methode in der Wildtierforschung, die zur Ermittlung von Erkenntnissen der räumlichen Ausbreitung und Lebensweise der Wölfe und zur Erforschung des Verhaltens von abwandernden Wölfen eingesetzt wird. Das Besendern eines Wolfes (Anbringen eines speziellen Halsbandes mit Sender) ist sehr zeitaufwendig und nicht immer ganz einfach, da das Tier zuerst aufgespürt, eingefangen und betäubt werden muss. Unter Betäubung wird das Tier dann untersucht und ausgemessen und zum Schluss dann ein Senderhalsband angepasst. Mit Hilfe solcher Senderhalsbänder lassen sich die Tiere aus der Entfernung lokalisieren, ohne sie zu stören oder ihr Verhalten zu beeinträchtigen. Durch eine häufige und periodische Positionsbestimmung können zum Beispiel die Ausdehnung eines Revieres oder Lebensraumes bestimmt und Wanderrouten verfolgt werden. 

Wolfsspur im Schnee (Quelle: imago/imagebroker/von düren)
imago/imagebroker/von düren

Trittsiegel

Ein typisches Merkmal einer Wolfsspur ist u.a. dass der Wolf im Trab oft schnürt. Das bedeutet er setzt die Hinterpfote in den Abdruck der Vorderpfote der selben Körperhälfte. Es entsteht ein typischer Doppelabdruck. 

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Wolf auf Streifzug in der abendlichen Dämmerung. Quelle: imago/blickwinkel
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Verhaltensauffälligkeit

Als verhaltensauffällig gilt ein Wolf dann, wenn er wiederholt Nutztiere reißt oder sich Menschen bzw. menschlichen Siedlungen ohne Scheu nähert. Oft sind derartige Verhaltensauffälligkeiten durch den Menschen selbst bedingt. Füttern von Wölfen führt beispielsweise dazu, dass die von Natur aus zurückgezogen lebenden Tiere ihre Scheu vor Menschen verlieren. Verhaltensauffällige Wölfe gelten dann als sogenannte Problemwölfe, die nach einer Genehmigung durch das Umweltministerium geschossen werden dürfen.  

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Wolfsfamilie/imago stock&people/Landsca
imago stock&people/Landsca

Welpe

Junges von einem Wolf oder Hund. Wenn der Welpe ungefähr mit einem halben Jahr stark genug geworden ist, um mit den Älteren mitlaufen zu können, nennt man ihn Jungwolf. 

Ein Wolf vor der Wolfshöhle. (Quelle: colourbox)
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Wolfsbeauftragter

Professionelle Wolfsbeauftragte, meist Förster oder Wildbiologen und ehrenamtliche Wolfsberater gehen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Sie sind geschult, Belege für Wolfsvorkommen zu dokumentieren, Risse zu begutachten und einzuordnen. Außerdem beraten sie betroffene Tierhalter.