Jungle-Abend im Gretchen, Foto: rbb

Angesagt - "Gretchen" in Berlin Kreuzberg

Das "Gretchen" in der Kreuzberger Obentrautstraße ist einer der wenigen verbliebenen Clubs und Konzertorte mit internationalem Rang in Kreuzberg. Hat man das etwas abgelegene Dragoner-Areal aber erstmal erreicht, kann man wunderbar eintauchen in die wohl friedlichste Nachtclub-Welt der Stadt.

Freitag Nacht im Kreuzberger Club Gretchen. Gegen eins ist die Tanzfläche gut gefüllt. Die Jungle-Partyreihe, die an diesem Abend stattfindet, gab es schon, als die Betreiber noch im berühmten Icon-Club gastierten. Was hier sofort auffällt, ist die besondere sehr friedliche Atmosphäre, die eher untypisch ist für Berliner Clubs. Hier ist die Musik der Star, geflirtet und gebaggert wird hier eher weniger. Das Markenzeichen des Gretchen ist die große Bandbreite an Stilen die hier abend für abend abgefeiert werden.

Auch bei Musikern ist das Gretchen sehr beliebt, Mike Skinner, Oberhaupt der Band "The Streets" hat gerade vor tausenden Fans in der Columbia-Halle ein Konzert gegeben. Nachdem Gig legt er spontan noch im Gretchen auf. Es ist eine jener Überraschungen, die auch die Besucher zu schätzen wissen.

Der Kiez um das Gretchen am Mehringdamm ist geprägt von jungen internationalen Berlin-Gästen. Die stehen stundenlang bei Mustafas Gemüse-Kebap an, und pilgern von hier aus in die Berliner Nacht. Etwas abseits vom Trubel: Das Gretchen.

Und das lohnt sich eigentlich immer, egal ob Jazz, Afropop - oder Jungle.

Beitrag von Bendrik Muhs